Ausgaben reduzieren

Ausgaben reduzieren

Da lese ich gerade bei der Mons drüben auf ihrer Lernspielwiese ihre Ideen, wie sie ihre Ausgaben reduzieren will und finde das ganz supertoll. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite überlege ich, was ich für mich selbst daraus mitnehmen kann und welche Ausgaben ich hier bei uns noch reduzieren könnte. Wenn ich den Artikel drüben so lese, habe ich das Gefühl, wir leben schon ziemlich ausgabenreduziert… Ich geh mal Mons‘ Liste für uns durch.

Ausgaben reduzieren

Selber und frisch kochen

Machen wir schon immer so, seit wir vegan leben (also wir Erwachsenen) sowieso nochmal extremer. Einen Teil unserer Lebensmittel bekommen wir über Foodsharing, ein wenig im Tausch mit den Nachbarn (gegen Sachen von Foodsharing zum Beispiel) und auch von unserer Solawi. Wir nehmen eigentlich immer für unterwegs belegte Brote oder Obst mit, die Kinder kaufen nur selten was in der Pause beim Bäcker. Reduzieren könnten wir noch, indem die Kinder auch für die Mittagspause Essen von daheim mitnehmen. Würde so grob 50 Euro im Monat sparen, schätze ich. Andererseits ist das Mensa-Essen meist ganz in Ordnung und hat ja auch eine soziale Komponente… Hmmm…

Klamotten beschränken

Ich kaufe seit Ewigkeiten Klamotten nahezu ausschliesslich im Gebrauchtlädchen und nur sehr sehr wenig neu. Ich habe inzwischen meinen Kleiderschrank extrem ausgemistet (es geht aber noch mehr, das hab ich schon gemerkt) und habe (fast) nur noch Lieblingsteile im Schrank, die ich gerne und oft anziehe und immer wieder anders kombinieren kann. Es ist so tatsächlich deutlich leichter, dieses „ich habe nix zum Anziehen“ zu umgehen und ich vermisse nichts, sondern werde noch weiter reduzieren und mit ein paar neuen Teilchen aus dem Gebrauchtwarenlädchen aufstocken, die gut kombinierbare Basics sind.

Ausgaben aufzeichnen

Wir haben seit vielen Jahren ein sehr gut funktionierendes System mit einer Excel-Tabelle. Jeder von uns hat eigenes  Einkommen (die Kinder beispielsweise ihr Kindergeld) und je nach Anteil des eigenen Einkommens am Gesamteinkommen von uns allen wird auch der Anteil an Kosten übernommen. Was am Ende übrig bleibt, bekommt jeder von uns zur freien Verwendung (oder auch zum Sparen) aufs Konto überwiesen. Klingt kompliziert, ist es aber im Endeffekt gar nicht. Größere Ausgaben werden abgesprochen, kleinere Ausgaben entscheide ich aber auch schonmal ohne den Familienrat einzuberufen. 😉 Und durch dieses System habe ich immer im Überblick, wie viel Geld reinkommt, wie viel Geld ausgegeben wird und vor allem: wo unser Geld hingeht.

Experimentierfreude

Meine Haare und die Haare der Mädels schneide ich selbst, nur der Sohn geht ab und an zum Frisör. Wir kaufen quasi nie unterwegs mal etwas zu essen oder einen Kaffee, weil wir oft keine vegane Alternative finden und daher meist selber etwas von zu Hause mitnehmen. Wir nutzen die Freizeitangebote, die es kostenlos gibt: Spaziergänge mit dem Hund, Besuche bei Freunden und Verwandten, Spieleabend zu Hause – oder Angebote, die günstiger zu haben sind: Kinobesuch am reduzierten Kinotag, freier Eintritt mit der Familienkarte für Großfamilien… Auch unsere Spiele haben wir zu einem Großteil gebraucht gekauft. In unserem Gebrauchtwarenlädchen gibt es oft Gesellschaftsspiele für 2 oder 5 Euro, da kann man dann schon mal eines mitnehmen und testen und wenn es einem gar nicht gefällt, bringt man es halt wieder hin und hat nicht viel Geld „verloren“. Bücher gibt es dort ebenfalls für 50 Cent oder maximal 2 Euro – und wenn wir sie ausgelesen haben, bringen wir sie wieder hin und sie werden ein weiteres Mal verkauft. Wir sind in zwei Büchereien angemeldet (einmal hier im „Dorf“ und in der großen in der Stadt) und nutzen diese auch regelmäßig. Mein Handyvertrag kostet knapp 8 Euro im Monat, die der Kinder zwischen 2 und 4 Euro – und nur selten verbrauchen wir mehr als die Grundgebühr. Ist das schnelle Datenvolumen aufgebraucht, üben wir uns einfach in Geduld.

Ausgehen

Wir sind keine Eremiten, aber wir sind auch nicht die großartigen Viel-Ausgeher. Wir gehen selten auswärts essen, weil es uns sehr oft einfach nicht schmeckt. Wir gehen selten irgendwo hin, wo es Geld kostet. Für die relativ regelmäßigen Besuche im Theater haben wir eine Abo-Karte, mit der wir die Hälfte des Preises für jede Vorstellung sparen. Alkohol trinken wir auswärts eh nie, da ja immer einer noch fahren muss – und der andere dann eben auch nichts trinkt. Selbst über Weihnachts- und Kunsthandwerkermärkte können wir bummeln, ohne dort Geld auszugeben. Das Essen ist selten vegan, Glühwein mögen wir nicht und eigentlich merken wir bei genauem Überlegen, dass wir uns zwar sehr erfreuen an den ausgestellten und angebotenen Dingen, aber nichts davon wirklich brauchen. Statt ins Kino zu gehen machen wir es uns oft lieber zu Hause gemütlich und schauen auf Amazon Prime einen Film, den es kostenfrei gibt – oder ab und an auch mal einen, der für kleines Geld zu haben ist.

Einkaufen

Ich kaufe nur noch relativ wenig ein. Unser Gemüse holen wir frisch und in Bio-Qualität einmal die Woche von der Solawi. Wir versuchen dann immer, aus dem, was wir da bekommen haben und dem, was wir von Foodsharing bekommen (oder von Freunden, die containern gehen beispielsweise), etwas zu kreieren. Manchmal muss dann noch etwas zusätzlich eingekauft werden. Wir machen immer für eine ganze Woche einen Speiseplan und ich koche eigentlich meist gleich so viel, dass die Reste noch für den nächsten Tag als kleines Mittagessen reichen oder minimal geändert/aufgepeppt ein Mittagessen ergeben. (Da sind wir wieder an dem Punkt, dass auch die Kinder ihr Mittagessen eigentlich von zu Hause mit in die Schule nehmen könnten…) Wir haben in der Küche eine Liste liegen, auf der jeder notieren kann, was eingekauft werden muss: Öffnet jemand zum Beispiel das letzte Glas Nutella oder nimmt die vorletzte Milch oder so, dann sollte es gleich aufgeschrieben werden. (Wir arbeiten noch dran, dass auch die Kinder das machen. Bei Nutella klappt es inzwischen ganz gut, bei Milch noch nicht so…)

 

Tja, das war es eigentlich so, was mir zu Mons‘ Artikel aus meiner Sicht einfällt. Vielleicht sind ja für den einen oder anderen ein paar Ideen dabei, die zum Nachmachen geeignet sind. Ich hoffe es. Vielleicht habt ihr auch noch Fragen? Dann immer her damit, ich beantworte sie gerne. Und wo kann ich nun noch sparen? Vielleicht habt ihr ja noch Tipps für mich…

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26 Gedanken zu “Ausgaben reduzieren

  1. Hei Bianka,,
    verrat mir bitte Deinen Handyvertragsanbieter – das ist das günstigste, was mir bisher untergekommen ist! Zum Hintergrund, dass Du einschätzen kannst, ob es für mich überhaupt passt: Ich hab kein Smartphone, will nur angerufen werden und ab und zu selbst kurz wo anrufen oder ne SMS schreiben. Gibt’s das für 8 Euro?
    Liebe Grüße,
    Dörte

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    • Ich habe meinen Vertrag bei 1und1, wenn ich mich nicht irre. War irgendwie eine Aktionssache mit Freiminuten/Frei-SMS und 1 GB Datenvolumen dabei. Und das ganze im D-Netz. Die Kinder haben noch günstigere Verträge bei DeutschlandSIM bzw. kopfkratz DiscoTEL, auch jeweils mit 10 Freiminuten/Frei-SMS und 100 MB Datenvolumen für 1,95 Euro im Monat bzw. 50 Freiminuten/Frei-SMS und 500 MB Daten für 4,95 Euro im Monat oder irgendwie so, halt kein D-Netz, aber das passt für sie trotzdem gut. Wir können ja mal schauen, wenn du hier bist, ob wir was finden für dich?

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  2. Hallo,
    toller Beitrag! Klasse wie ihr eure Finanzen verwaltet! Auch ich führe unsere Ausgaben auf, aber in einem Buch mit Stift da ich Papier liebe! Unser nächster Foodsharing ist leider ziemlich weit weg, daher kaufe ich auf unserem Wochenmarkt unser Gemüse und Obst ein. Den kann ich fußläufig erreichen. Ja der Handyvertrag ist unschlagbar günstig, ich zahle 12,99€ im Monat, aber bin mit den Leistungen sehr zufrieden . Wir pflanzen unser Gemüse auch zum Teil selber an und halten Bienen für unseren Honigverbrauch. Wir sind Vegetarier und kochen auch eigentlich immer selber, da weiß man was man isst!
    Wünsche euch weiterhin alles Gute
    Liebe Grüße
    Sonja

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  3. Verfolge diesen Blog schon seit längerem, und nun möchte ich mich auch mal mit einem Kommentar zu Wort melden.

    Beim Thema Handy bin ich wohl schon so minimalistisch, wie es nur geht – ca. 7 Jahre altes“Dummfon“, Prepaid und lade es ca alle 2 Monate mit umgerechnet 11 € auf 🙂

    Meine „Tricks“:
    1. Lebensmittel selbst anbauen, wenig Fleisch essen, Lebensmittel einkaufen nach Saison und regional und selbstverständlich bio, wo immer es möglich ist – will schließlich nicht, dass die die Bauern und Plantagenarbeiter, Grundwasser und Böden durch Pestizide und Kunstdünger vergiftet werden. Selbst kochen und backen statt Fertigprodukte kaufen spart bei mir jede Menge Geld (und erspart mir jede Menge Konservierungsmittel, Farbstoffe und andere unnatürliche Zusatzstoffe). Foodsharing im sehr kleinen Maßstab habe ich mit einer Gartennachbarin, wenn wir uns gegenseitig Überschüsse bei Obst und Gemüse schenken. Verschenke auch gern Äpfel an Freunde, wenn ich eine große Ernte habe. Die Natur als Speisekammer nutzen – Brennesseln, Giersch, Bärlauch, Koblauchsrauke, Holunderblüten und -beeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Kratzbeeren, … – alles kostenlos im finanziellen Sinne, kostet mich nur die Zeit, diese Gaben der Natur zu sammeln/pflücken und zu verwerten. Und man kann so leckere Sachen daraus machen, z.B. Brennessel- oder Bärlauchpesto!
    2. Kaufe so selten Kleidung wie möglich, dann – soweit es möglich ist – Bioqualität (Grund siehe unter 1.). Flicke alles, so lange es zu flicken geht – das verlängert die Lebenszeit erheblich! Bekomme außerdem Kleidung von meiner Mutter angeboten (wir haben dieselbe Größe), wenn sie mal wieder etwas gekauft hat, von dem sie dann nach 2x Tragen feststellt, dass es ihr doch nicht gefällt 🙂
    3. Fahre so viel wie möglich Rad – spart Geld für Benzin und ÖPNV und die Gebühr fürs Fitness-Studio.
    4. Durch die Jahresgebühr für die „Kulturkarte“ zahle ich nichts für die Helsingborger Museen und bekomme Rabatt bei Theater-, Konzert- und Kinobesuchen. (Lebe in Schweden)
    5. Habe immer Picknick für Ausflüge/Reisen dabei, damit ich nicht teuer in Cafés etc. für etwas bezahlen muss, was ich selbst viel billiger lösen kann (besonderer Wahnsinn: superteures Wasser in Flaschen zu erwerben, anstatt Leitungswasser in einer eigenen Flasche mitzunehmen…)
    6. Regelmäßig prüfen, ob ich die notwendigen Versicherungen nicht anderswo günstiger bekommen kann – immer aktuell, wenn eine Versicherungsprämie ohne Grund drastisch angehoben wird.
    7. So selten wie möglich in Restaurants essen gehen – meistens gibt es da eh keine Gerichte, die meinen Ansprüchen genügen, und Schweden ist nicht gerade ein Billigland, was Restaurants betrifft…
    8. Bücher nur in Ausnahmefällen käuflich erwerben (oder sich wünschen), wenn ich einen Wert darin sehe, sie zu behalten – i.d.R. nur bei Sachliteratur der Fall. Alles andere kann ich in der Bibliothek, von Familie und Freunden leihen.
    9. Alles, was mit Elektronik zu tun hat, so lange nutzen, bis die Geräte kaputt gehen, anstatt ständig neu zu kaufen, weil es mal gerade wieder etwas Neues auf dem Markt gibt. Mein Wasserkocher ist 26 Jahre alt und funktioniert immer noch wunderbar, und ich kann sehr gut damit leben, dass er nicht kabellos ist. Dafür kann ich zum Befüllen den Deckel abnehmen, und es gibt keine Mindesteinfüllmenge – das können moderne Wasserkocher NICHT bieten!
    10. Kostenlose oder sehr kostengünstige Erlebnisse, z.B. kostenlose Konzerte, Fahrradausflüge, Wanderungen und Punkt 4.
    11. Nicht zuletzt mithilfe einer Excel-Datei Buch über alle Einnahmen und Ausgaben führen und die Ausgaben in verschiedene Rubriken gliedern (z.B. Wohnen, Kleidung, Nahrungsmittel, Kultur, Restaurant/Café, Medien, ÖPNV, Auto) – da sieht man leicht, wo „Ausreißer“ sind und wo sich weitere Einsparmöglichkeiten ergeben.

    Containern möchte ich nicht machen. Finde es gut, dass auf diese Weise Lebensmittel gerettet werden, aber ich besuche dann doch lieber zu normalen Zeiten einen Supermarkt 😉

    Würde gerne lernen, mein Rad selbst zu reparieren – da könnte ich dann so einiges an Geld für die Werkstatt sparen.

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    • Das Fahrrad nutzen statt des Autos ist auch was, wo wir noch viel sparen könnten. Allerdings auch nicht ganz einfach, wenn man so ländlich wohnt mit eher nicht so ausführlichen Busverbindungen, wie wir es tun. In unserem Ort direkt gibt es nicht einmal einen kleinen Laden, ich muss also für alles, was ich brauche, erst irgendwo hinfahren. Und wenn ich etwas in Nicht-Supermarkt-Bioqualität haben möchte, kostet mich das mit dem Rad zum Bioladen einfach extrem viel Zeit. Ich versuche aber, Fahrten zu kombinieren, gehe z.B. direkt im Bioladen einkaufen, wenn ich am Morgen Richtung Schule fahre oder nehme direkt dann was mit zur Post oder so. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es im Sommer, das Rad mehr zu nutzen – vorgenommen habe ich es mir seit Jahren. hust

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  4. Hallo Bianka,

    toller Beitrag, danke dafür und für den Hinweis auf den Text von Monsi, war mir bisher entgangen. Was Du über das Aufzeichnen der Ausgaben schreibst, klingt total spannend. Kannst Du darüber gelegentlich mal Details verraten? Mich würde ja mal brennend eine Musterrechnung interessieren, wie sich das pro Monat so verteilt (natürlich ohne Details, die in der Öffentlichkeit nichts verloren haben). Wie viele Personen seid Ihr, welche Ausgaben und könnt Ihr am Ende wirklich was beiseite legen? neugierig.

    @alle
    Auch Eure Kommentare motivieren mich, auch meine Finanzen mal wieder genauer anzuschauen. An manchen Stellen habe ich allerdings den Eindruck, es geht ums „höher, schneller, weiter“ – Sparen, um des Sparens willen. Ich muss sagen, dass ich mir aktuell die Kosten für das Smartphone und für Ausgehen gerne gönne, auch wenn ich beim Auswärts essen mal über das Maßhalten nachdenken könnte. Ich mag es nicht, an allen Ecken und Enden nach Einsparpotenzial zu suchen. Viel wichtiger ist mir die Überlegung, wofür will ich Geld ausgeben und wo ist es unnötig. Mein Ziel ist es, maximal 35 Wochenstunden in meinem Job zu arbeiten, was da an Einkommen resultiert, soll und muss für ein gutes Leben reichen. Die Prioritäten, wo ich spare und wo ich Geld „auf den Kopf haue“, dürfen sich gerne immer wieder mal verschieben.

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    • Dein Kommentar gefällt mir. Wir sparen hier auch, dieses Jahr soll auch grundsätzlich sehr konsumarm werden. Aber: Statt einer teuren Espressomaschine zu Hause, trinke ich zwei Kaffee die Woche am liebsten in kleinen inhabergeführten Cafés. Gerne mit Kuchen oder leckerem Essen. Damit finanziere ich die. Darauf möchte ich nicht verzichten.

      @Bianka: ich bezweifle, dass es bei euch noch wirkliches Einsparpotenzial gibt. Das hört sich gut an.

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    • Liebe Hanne, also eigentlich ist unsere Datei relativ einfach aufgebaut. Die Einnahmen werden zusammengerechnet und es wird berechnet, wer wie viel Prozent zum Gesamteinkommen beigetragen hat. Dann werden die Ausgaben ebenfalls zusammengerechnet und jeder von uns bezahlt so viel Prozent der Ausgaben, wie er zu den Einnahmen beigesteuert hat. Geht mit Excel sehr schnell, wenn mal alles eingerichtet ist.
      Die Einnahmen der Kinder sind der Unterhalt ihres Vaters sowie jeweils das Kindergeld. Meine Einnahmen sind das, was ich mir monatlich vom Geschäftskonto überweise. Insgesamt kommen wir zu viert mit weniger als dem Nettoeinkommen eines Arbeiters (nach dieser Statistik http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5742/umfrage/nettoeinkommen-und-verfuegbares-nettoeinkommen/) locker hin und legen in normalen Monaten ein wenig davon zur Seite für Urlaube oder Autoreparaturen oder Klassenfahrten oder oder oder…
      Ich schau mal, ob ich bei Gelegenheit unsere Ausgaben ein wenig aufschlüsseln kann…

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  5. Auch etwas, um sparsamer und bewusster zu leben: Mach Dinge selbst. Dazu gehört neben Kochen und Reparieren auch z.B. die nächste Mütze selbst zu stricken oder zu häkeln.
    Ich habe seit Jahren ein Haushaltsbuch (HHB). Das geht von einfach (Du schreibst auf, was du in diesem Monat wofür ausgegeben hast) bist zu extrem aufgedröselt (Wie viel Geld wofür angespart wird).
    Hier mal eine einfache Übersicht, wie du deine Ausgaben im Überblick behältst:
    -Einnahmen
    -Ausgabenliste
    . Miete
    . Nebenkosten
    . Strom(abschlag)
    . Wasser
    . Krankenversicherungen
    . Versicherungen
    . GEZ
    . Kredit (falls vorhanden)
    . Transport (Auto, Öffis, etc.)
    . Sparsumme (die bitte zum Monatsanfang abbuchen, sonst verschwindet diese)
    . (flexible Ausgaben, d.h. die können je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden)
    – Lebensmittel
    – Kleidung
    – Hygiene und Kosmetik, Friseur
    – Haustiere (falls vorhanden)
    – Abonnements (z.B. Zeitung, Buchclub, TV)
    – Urlaub
    – Hobbys
    – Restsparsumme oder zusätzliches Ausgabenpotenzial z.B. fürs Weggehen

    Die ersten Posten sind unveränderbar, so dass du an sich nur mit dem Rest haushalten muss/kannst/darfst. Für die flexiblen Ausgaben ergibt sich dadurch eine Monatsbetrag, den du in einzelne Budgets unterteilen kannst.
    Sonderzahlungen wie Prämien, Steuerrückerstattungen und so nette Geldeingänge sollten geteilt werden. Ein Teil wird zum Verjubeln hergenommen, der andere bedient entweder einen Kredit, damit z.B. das Auto früher zurückgezahlt ist, oder hebt die Sparsumme z.B. fürs nächste Auto oder den Urlaub an.

    Viel Vergnügen!

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  6. Hallo Bianka,

    interessanter Betrag. Ich bin neugierig: Wofür reduzierst Du Deine Ausgaben? Was machst Du mit dem Eingesparten?

    Ergänzende Tipps von mir: Menstasse statt Tampons, Stoffslipeinlagen, Stoffabschminkpads, Seife statt Duschgel und Shampoo, Deo selbst anrühren – das spart im Laufe der Zeit einiges. Natürliche Verhütung und / oder Kondome statt teure Hormonpräparate 😉

    Kekse und Kuchen selbst backen statt im Supermarkt zu kaufen.

    Bei Schuhen regelmäßig Absätze erneuern lassen und gut pflegen, dann halten sie viel länger.

    Urlaub in der Ferienwohnung oder auf dem Campingplatz statt Hotel.

    Wohnraum verkleinern. Wir sind vor einem Jahr in eine 30 m2 kleinere Wohnung gezogen. Dem ging ein intensiver Ausmistprozess voran sowie die Frage: Was brauchen wir, um uns wohl zu fühlen?

    Mieter bleiben und auf keinen Fall eine Immobilie kaufen. Hält flexibel und ist langfristig die günstigere Variante (Bei Zweifeln z.B. Bücher von Kommer lesen).

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    • Liebe Annette, danke für deinen Kommentar.

      Ich reduziere meine Ausgaben vor allem, um weniger Zeit für Arbeit aufwenden zu müssen und mehr Zeit für mich und die Kinder zu haben. Danke für die Tipps, leider auch nur wenig dabei, was bei uns wirklich Einsparpotential bietet. seufz Menstasse nutze ich seit 10 Jahren 😉 – oder sogar länger. Slipeinlagen nutze ich gar nicht und da ich mich so gut wie nie schminke, auch keine Pads. Shampoo nutzen wir ein veganes für alle, aber statt Duschgel schon ewig Seife. Verhütung spar ich mir komplett, ich lebe mit einer Frau zusammen. 😉 Selbstbacken ist als Veganer meist eh Pflicht und Schuhe bekommt jeder nur das, was er/sie braucht. Außer der Liebsten hat hier keiner einen Schuhtick – und die hat ihre eigenen Finanzen. ggg Und auch wenn ich Hotels liebe, machen wir meist Urlaub in einem Ferienhaus – mit Hund im Hotel ist meist eher unschön.
      Das mit dem Verkleinern des Wohnraums steht erst dann zur Debatte, wenn die Kinder ausgezogen sind. Es gibt hier zu angemessenen Preisen nichts Kleineres, wir wohnen schon recht günstig und eine Verkleinerung würde mit einer Preiserhöhung einhergehen. Aber so in 7 Jahren, wenn die Jüngste 18 wird… 😉 Und Kaufen ist zum Glück so gar nicht meins. Ich hätte das gefühl, zu sehr an einen Ort gefesselt zu sein, wenn ich mir ein Haus oder eine Wohnung kaufen würde. Das geht für mich irgendwie gar nicht. Und wenn dann in 7 Jahren die Kinder ausziehen sitze ich am Ende mit einem Riesenhaus da und bewohne nur noch 2 Zimmer oder muss mich drum kümmern, das ordentlich zu vermieten? Och nö… ggg

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      • Hallo Bianka,

        wie soll ich folgendes verstehen: „Danke für die Tipps, leider auch nur wenig dabei, was bei uns wirklich Einsparpotential bietet. seufz“

        Sorry, hast Du erwartet, dass mit jedem Kommentar / Beitrag noch DIE ultimativen Tipps kommen? Ich mag mich nicht an einem Austausch beteiligen, wenn meine Vorschläge abgewertet werden. Vielleicht machst Du das alles schon, aber andere nicht, die hier die Kommentare lesen?

        Viele Grüße

        Annette

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        • Liebe Annette,

          nein, das habe ich natürlich nicht erwartet und auch sicherlich nirgendwo kommuniziert. Deine Tipps sind toll, allein bieten sie aus meiner Sicht für unsere Familie eben keine weiteren Einsparpotentiale – und das habe ich ja auch so geschrieben. BEI UNS bieten sie keine Einsparpotentiale. Für andere vielleicht (vermutlich) schon noch.
          Meine Antwort soll deine Vorschläge auch keineswegs abwerten, wenn du das so gelesen hast, dann tut es mir sehr leid, denn so war es definitiv nicht gemeint.

          Ich hoffe, nur wegen dieses Missverständnisses ziehst du dich jetzt nicht hier von unserem Austausch zurück.

          Liebe Grüße,
          Bianka

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  7. Wohne kleiner und zahle mehr.
    Ich bin über die Preise von kleinen Wohnungen geschockt. Da würde ich gerne auf 20 qm verzichten und soll mehr zahlen?

    Baustelle Bad:
    Ich spare jetzt weil ich nur noch Kosmetik kaufe, die 12 Monate haltbar ist. Und nicht mehr 6. Da musste ich einiges wegwerfen.

    Selbstbauen war bei mir teurer. Für das Geld hätte ich mir die Sachen neu kaufen können. Und hätte mir viel Arbeit gespart.

    Autolos leben ist bestimmt mein größtes Einsparpotenzial. 250 bis 500 Euro im Monat. Seit ich weniger kaufe, kann ich mir ein Einkaufsmädchen leisten. Auch das ist eine Bereicherung/Verbesserung.

    Ein schönes neues Jahr für Euch alle!

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  8. OMG, ich bin durch Zufall auf diesen Blog geraten und habe mich mal quer durch Eure Beiträge gelesen. Ich bin relativ entsetzt. Auch meine Familie und ich leben umweltbewusst, achten auf gute, meist selbstgekochte Ernährung und kaufen nicht ziellos Kosmetika, Mode und Deko ein. Wir achten darauf, überflüssige Dinge zeitnah zu entsorgen oder weiterzugeben, wenn jemand es gebrauchen kann. Hier auf diesem Blog und anderen ähnlichen habe ich den Eindruck, minimalisieren ist zum Selbstzweck geworden und wird mit einer rücksichtslosen Konsequenz verfolgt. Ist nur der glücklich, der nichts hat? Wo finde ich in Euren Ausgabenlisten Zeit und Geld für Bildung, Museumsbesuche, Konzerte und Theater? Wo und wie erlernen Eure Kinder die in unserer Gesellschaft so notwendigen guten Manieren, z B. Tischmanieren nicht nur zu Hause, sondern auch in einem guten Restaurant, wobei man sich hierfür auch anlassgemäß kleidet? Was ist mit Unterricht, ob Sport oder Musikinstrument? Lernt man etwas fürs Leben, wenn man “ Containern“ geht und dabei vielleicht den Menschen, die gar kein Einkommen haben, etwas weg nimmt? Ich halte hier nicht den moralischen Zeigefinger hoch, jeder kann natürlich so leben, wie er für richtig hält. Etwas Reflexion kann aber nicht schaden, dies will mein Beitrag sagen.
    viele Grüße, Mary

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    • Liebe Mary, da du meinen Beitrag kommentierst, fühle ich mich angesprochen und möchte gerne auf deinen Kommentar antworten.
      Es ist, wenn man den Beitrag aufmerksam liest, herauszulesen, dass es meinen Kindern an nichts fehlt. Wir gehen wie im Beitrag geschrieben in Museen, ins Theater (auch mit den Kindern durchaus in Vorstellungen für Erwachsene), in Restaurants. Nicht ständig – und vor allem wohldosiert und möglichst zu vergünstigten Preisen. Die guten Manieren erlernen sie zu Hause, keinesfalls in einem Restaurant, denn wenn sie sie nicht schon haben, lernen werden sie sie dort nicht, höchstens zeigen. Nur weil unsere Kleidung aus dem Gebrauchtwarenladen stammt, heißt das nicht, dass wir in Sack und Asche gehen. Ich finde dort oft hochwertige Markensachen zu einem Spottpreis, die auch noch aussehen, als wären sie ungetragen. Unterricht, Sport und Musikinstrumente erhalten meine Kinder ebenfalls, so viel sie wollen. Ich schränke sie da keineswegs ein, es kann jede/r so viel machen wie er oder sie möchte. Und – ganz ehrlich – in wie viele Container hast du schon geschaut? Wenn das, was dort gefunden wird, von einer einzelnen Person oder Familie verbraucht werden könnte, würden wir wohl von Freunden und Bekannten nichts abgegeben bekommen. Im Gegenteil, es liegt so irrwitzig viel in den Containern, dass es für viele Familien reicht – und zusätzlich auch noch dafür, den Foodsharing-Fairteiler zu füllen. Ich denke nicht, dass da irgendjemand zu kurz kommt, es ist eher andersrum, die Containerer, die ich kenne, sorgen auch noch für andere, die z.B. gar kein Einkommen haben. (Und auch ich persönlich sorge für genau diejenigen, indem ich ein- oder mehrmals die Woche Lebensmittel bei einem Bäcker rette und beispielsweise ebenfalls in den Fairteiler bringe oder direkt ins Flüchtlingsheim.)
      Was meine Kinder damit lernen? Dass es wichtig ist, sich für die Umwelt und für andere Menschen einzusetzen. Dass es nicht glücklich macht, jeden Wunsch sofort erfüllt zu bekommen. Dass Dinge nicht glücklich machen, auch wenn man sie besitzt. Es geht nicht darum, gar nichts mehr zu besitzen. Es geht um einen bewussten Umgang mit den Dingen, die uns umgeben.
      Ich lese in deinem Kommentar schon einen Vorwurf und münze ihn als direkten Vorwurf an mich. Als Mutter ist man da ein wenig empfindsam, wenn etwas klingt, als gebe man seinen Kindern nicht alles. Wichtiger als alle Dinge dieser Welt ist für Kinder immer Zeit mit den Eltern und Liebe. Wenn ich Geld spare für Dinge und deswegen weniger arbeiten muss und mehr Zeit für meine Kinder habe, ist das nicht wichtiger als 3 Mal monatlich die Kinder in ein Museum zu zerren und sich der guten Manieren wegen geschniegelt und gebügelt in ein restaurant zu setzen, in dem es keinem wirklich schmeckt? Jeder wie er mag, aber anderen mangelnde Reflexion vorwerfen bitte nur, wenn man das auch für sich selber in Anspruch nimmt.
      Viele Grüße,
      Bianka

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  9. …und ich warte Tag für Tag auf einen neuen Eintrag, damit ich weitere Impulse bekomme mein leben zu vereinfachen…

    Ich hoffe, dass die Grippe oder andere Unannehmlichkeiten euch nicht lahm gelegt haben ;-(

    Grüsse aus der Schweiz

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  10. Amazon prime würde ich abschaffen. Man bekommt es bei eBay oder in Webshops direkt oft günstiger und doch nicht wirklich wegen Filmen? Also Arte, 3 Sat anspruchsvoll und sonst eben aussuchen und aufzeichenen. Amazon scheint „euch“ schon gefangen haben. Ein bisschen Google, Apple geht fast nicht ohne, aber Amazon würde ich nicht mit Prime unterstützen. Mit dem Kochen und vielen Dingen halte ich es bereits ganz ähnlich. Guter Artikel. Danke.

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    • Hallo Schorse,

      wir nutzen Prime vor allem, um Serien zu schauen. Und ja, auch Filme. Dafür haben wir keinen Fernsehanschluss – und investieren die Zeit, die wir in den Mediatheken der Fernsehsender verplempern auf der Suche nach etwas, was uns interessiert, lieber für Muße und Nichtstun. 😉

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  11. Klingt als würdest du schon vieles tun um deine Ausgaben zu reduzieren. Das Ziel hab ich mir auch gesetzt aber bei mir gibt es sicher noch mehr Potential. Habe mir grad eine „no spend challenge“ auferlegt, welche am 1. März beginnt. Ich hoffe das ist ein guter Anfang.

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