Mein erster ernsthafter Versuch, im Alltag geldfrei zu leben

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Noch zwei Gehälter! Ende März wurde mir beim Anblick meines Lohnstreifens schlagartig bewusst, dass mein Konto ab Ende Mai in den kontinuierlichen Sinkflug gehen würde. Was ich bislang als „Challenge“ betrieben hatte – ein bisschen Konsumverzicht hier, ein bisschen Leben von Vorräten dort – war plötzlich mehr als nur eine postmoderne Lifestyle-Mutprobe. Was ich jetzt nicht spare, fehlt mir vielleicht im Laufe der zwölf Monate, die ab Juni nur mir und meinem wilden Ich gehören (darüber blogge ich, wenn ich soweit bin…).

Und so beschloss ich, im April radikal und ohne Ausnahme den Geldbeutel stecken zu lassen und außer den laufenden Fixkosten (Miete, Versicherungen usw.) und bereits bezahlten Rechnungen (z.B. für das VHS BarCamp 2016) im Alltag kein Geld für gar nichts auszugeben. Gar nichts? Genau! Null Budget für was auch immer – sogar essen und trinken will ich vier Wochen lang, ohne einzukaufen. Kühlschrank, Regale und Schränke erscheinen mir gefüllt genug – verhungern werd ich schon nicht.

Und wie Ihr seht, lebe ich noch und schreibe nach den ersten 14 Tagen, wie es mir bis heute ergangen ist. Weiterlesen

#Konsumauszeit im November – nichts leichter als das?

Bevor der erste Tag des neuen Monats zu Ende geht, kommt hier schnell noch meine Willensbekundung: Ich mach mit bei der November-Challenge, zu der das Apfelmädchen und der traurige Fisch aufgerufen haben!

Nach diesen Regeln, die die beiden in ihrem Blog aufgestellt haben, geht’s zur Sache: „Einen ganzen Monat lang wird nichts Neues gekauft, außer Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten*. Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht). Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht.“

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Gute Vorsätze als Gamification des eigenen Lebens

Unlängst abends hat mich (unsere Gast-Bloggerin) Mirka mit ihrem Blog inspiriert, spontan 12 Projekte für die kommenden 12 Monate zu twittern (siehe 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12). Eigentlich hatte ich nicht vor, irgendwelche guten Vorsätze zu veröffentlichen, doch dem Charme von Challenges kann ich mich zurzeit des öfteren nicht entziehen, was Ihr des öfteren zu lesen kriegt. 😉

Was mir in diesem Jahr nämlich klar geworden ist: Ein bisschen Gamification kann den eigenen Entwicklungsprozess enorm unterstützen.* Oftmals besteht das ganze Spiel – und damit der ganze Ansporn – schon darin, einfach über die persönlichen Anstrengungen, Meilensteine, Rückschläge und Erfolgserlebnisse zu bloggen. Sich der sozialen Kontrolle („Na, hält sie sich auch dran?“) und dem öffentlichen Feedback auszusetzen, sorgt für die Extra-Portion Motivation. Und nebenbei lässt sich ja auch so herrlich missionieren inspirieren, also andere anregen, es einem nachzutun und selbst die Veränderung zu sein, die wir uns für die gesamte Welt wünschen. Aus diesem Grund entstehen Projekte wie The Project 333 oder 365 Dinge oder 1 Jahr Konsumverzicht oder die sehr umstrittene 100 Things Challenge oder Zero Waste oder …ganz aktuell auf Spiegel Online: „Mein Jahr ohne“ Plastiktüten.

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Tag 1 der Minimalismus Fashion Challenge #project333

Ich hoffe, Ihr vermisst die monatliche Challenge #7tageOHNE nicht zu sehr. Denn: Die Dezember-Challenge fällt aus … zugunsten der 3-Monats-Challenge „Project 333„. Ich bin nämlich gerade damit beschäftigt, mich voll und ganz auf dieses Langzeit-Experiment einzulassen.

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Als erstes musste ich mich heute morgen ein bisschen zwingen, das zweite Outfit dann auch mal anzubehalten, zu verlockend war der Anblick des mit 33 Lieblingsteilen gefüllten Kleiderschranks. 😉 (Die Liste meiner 33 Teile findet Ihr übrigens hier. Heute trage ich eine Kombi aus 1, 8, 11, 22, 29 und 32 sowie draußen zusätzlich noch 4 und 6.)

Im Büro machte mir plötzlich ein entfernter Kollege ein Kompliment – der ungefähre O-Ton: „Sie sehen heute wirklich sehr gut aus, das kleidet Sie aber ungemein, was Sie heute anhaben!“  Ich war sprachlos, das ist mir nämlich noch nie zuvor passiert! Irgendwas ist also anders… 😉

Und ganz nebenbei denke ich am Ende des ersten Tages über eine Zusatzspielregel nach: Beim Outfit des Folgetages muss jeweils ein Teil vom Vortag wieder dabei sein, natürlich jeden Tag ein anderes. So entstünde eine dezente Verbindung zwischen den Outfits. Ob man das tägliche Verbindungsteil und damit die Regel in der Kleidungsabfolge in einer Fotoserie bemerken würde?

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… und wie war Euer erster #project333 Tag?

Noch 3 Tage bis zum Start von #project333

Ich wär dann auch soweit (mons7 war schneller… :-)) : Meine Winterkollektion für die Minimalismus Fashion Challenge Project 333 steht fest – 3 Monate lang mit nur 33 Kleidungsstücken auskommen (ohne Unterwäsche und Socken, aber mit Schmuck, Schals und Schuhen). Ich habe diese knapp zwei Wochen Vorlauf – in denen sich schon erfrischen viele meinem Mitmach-Aufruf angeschlossen haben! – auch dringend gebraucht, denn nachdem ich zwar innerhalb von 24 Stunden bei rund 40 Teilen war, hat mich das finale Reduzieren auf 33 Teile vielen innere Anläufe und Ehrenrunden gekostet… Ich glaube sogar, dass dies die größte Herausforderung der gesamten Challenge für mich war – seit ich damit fertig bin, geht es mir hervorragend und ich freue mich wie Bolle auf Montag!

Hier kommt erstmal ein Belegfoto meines leer geräumten Kleiderschranks:

Meine Project333-Winterkollektion 2014/15

Meine Project333-Winterkollektion 2014/15

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