Lebensmittel wegwerfen

Das wollte ich irgendwann nicht mehr. Für jedes Lebensmittel, das ich kaufe,  wurde bereits eins vernichtet. Z. B. weil es irgendwelchen Schönheitsidealen nicht entsprach (die ich gar nicht an es stellte) und es deshalb nicht auf den Markt kam.

Mein Kühlschrankinhalt ist seitdem übersichtlich. Ich sortiere morgens automatisch nach oben, was an dem Tag weg muss. Das dauert 1 Minute. Vorher gibt’s einfach nichts Neues. Nicht immer habe ich dann Lust, genau diese eine Karotte oder Paprikaschote zu essen. Dieses kleine Drama schätze ich mal als Luxusproblem ein.

Im Laden freue ich mich, wenn ich mal eine welke Petersilie finde. Dann nehme ich gleich 2 und zahle nur eine. Das wissen die Verkäuferinnen schon an der Kasse. Ich freue mich, wenn ein Artikel ausverkauft ist. Ein schönes Gefühl, das nicht immer alles verfügbar ist. Ich mache keine Großeinkäufe mehr. Meistens kaufe ich mir 5-10 Sachen. Dann ist auch das Wichtigste dabei und reicht schon wieder für 1-2 Tage.

Auch auf Partys rette ich Lebensmittel vor dem Müll. Ich finde es einfach dekadent, wenn während dem Essen schon besprochen wird, was anschließend im Müll landet. Auch wenn ich dafür belächelt werde, ich nehme alles mit. Ich muss mir am nächsten Tag nix kochen und Gerettetes schmeckt viel besser!

Weggeworfen habe ich seitdem nichts mehr. Ich habe einfach meinen Verbrauch beobachtet und den Bedarf neu ermittelt. Insgesamt habe ich ein neues Bewusstsein für Lebensmittel. Ich habe gemerkt, exotische Sachen brauchen wir nicht. Ich freue mich, wenn ich nachts ein Ei finde und mir einen Pfannkuchen machen kann.

Und Ihr so? Wie geht Ihr mit dem Thema um?

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#Minimalismus-Rundschau: Fundstücke im Netz

In den vergangenen Tagen hat mich so einiges, was ich im Netz gelesen und gesehen habe, sehr berührt. Ich möchte diese Fundstücke gern mit Euch teilen.

bruderhahnbruderhahn.de – Ich werde noch heute in Hamburg-Altona nach Eiern mit diesem Siegel Ausschau halten und hier einen Fotobeleg posten. Gefunden hab ich diese Initiative gegen die sinnloseste Tötung frisch geschlüpfter männlicher Küken in der Legehennenzucht übrigens in der aktuellen Ausgabe des Hamburger Straßenmagazins Hinz & Kunzt.

Das Märchen vom Fairtrade (DIE ZEIT) – Es ist doch zum Mäusemelken! Ware mit einem Fairtrade-Sigel kann zu 80 Prozent unfair sein, deckt dieser ZEIT-Artikel auf. Nicht dass mich das nun wirklich überrascht, doch es zeigt mir einfach, wie sehr ich als Konsumentin gefordert bin mitzudenken und mich nicht manipulieren zu lassen. Weiterlesen