Was schenkt man einer Minimalistin?

Ehrlich? Am besten: nichts.
Damit kann man mir eine große Freude machen. Alle wissen, dass mich Konsum nervt und, dass ich so plastikfrei wie möglich leben möchte. Ständig muss ich mich gegen Geschenke wehren. Wer hat sich das nur ausgedacht?

Ich möchte einfach nicht mehr, dass Dinge für mich hergestellt werden, die ich gar nicht brauche
Neulich wollte ich zum Beispiel ein Buch  m i t lesen. Das heißt doch nicht, dass ich es  n e u  geschenkt haben möchte. Das war dann wohl ein Missverständnis.

Womit man mir eine Freude machen kann
Zuhören. Einfach mal die Fresse halten. Und nicht nur von dir reden.

Wenn du mir unbedingt was schenken willst
Schenk mir einen Apfel. Ich freue mich immer über Obst oder Gemüse. Es ist einfach alles da, was ich brauche. Und ich möchte nichts Überflüssiges mehr, um das ich mich kümmern muss. Oder mich insgeheim fragen: Wie werde ich das wieder los?

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#Minimalismus – warum ich Facebook wieder schätzen lerne

Mit facebook-Gruppen minimalistischer leben.Besitz reduzieren, nachhaltiger leben, verantwortungsvoll mit den Dingen umgehen – es gibt viele unterschiedliche Motivationen, minimalistisch(er) zu leben. Oft stellt sich jedoch die Frage: wohin mit den Dingen? Wem nützen sie noch etwas und wie finde ich diesen jemand? Für mich tut sich, als Antwort auf diese Fragen, gerade eine neue Welt in Facebook auf. In den letzten Monaten war Facebook nicht gerade mein liebstes soziales Netzwerk. Verglichen mit Twitter war es mir dort einfach zu ruhig und auch zu viel und zu bunt, zu wenig fokussiert. Zufällig habe ich aber entdeckt, welche tollen Möglichkeiten Facebook-Gruppen bieten

  • free your stuff Darmstadt – Dinge verschenken oder geschenkt bekommen, es findet sich für fast alles ein Abnehmer
  • Foodsharing Darmstadt – Essen weitergeben statt es wegzuwerfen
  • Obdachlosen helfen (Darmstadt) – hier werden regelmäßig Sammlungen und andere Aktionen veranstaltet, um Obdachlose zu unterstützen. Aktuell beispielsweise kann man durch Sachspenden oder Plätzchenbacken helfen.
  • Frag Darmstadt – weiß einer einen, der einen kennt – Tipps zu Orten, Veranstaltungen …
  • Givebox Darmstadt – eine Gruppe von Nutzern, Bestückern, Unterstützern der Givebox

Bestimmt gibt es auch in deiner Stadt ähnlich Gruppen. Ich habe in den letzten Tagen einige Dinge über diese Gruppen verschenken können und damit mehreren Menschen eine große Freude machen können. Klar hätte ich die Sachen auch verkaufen können, aber das wäre deutlich aufwändiger geworden und das Gefühl, jemandem etwas wirklich Gutes tun zu können, hätte ich auf dem Weg auch nicht gehabt. Gleichzeitig lerne ich meine Stadt so auf eine ganz andere Weise kennen. Und der Nachteil? Es gibt keinen, wenn man bereit ist ein wenig Zeit zu investieren und sorgsam mit den eigenen persönlichen Daten umgeht. Man muss diese ja nicht an jeden weitergeben, wem das nicht geheuer ist, der kann sich zum Tauschen auch an einem neutralen Ort verabreden. Ich jedenfalls finde es schön, die Dinge, die ich weggeben will, auf so persönliche Weise loszuwerden und bin gespannt, welche Kontakte ich auf diesem Weg noch knüpfen werde.

Und bei euch? Habt ihr ein ähnlich dichtes Netz von Initiativen, die von aussortierten Dingen profitieren könnten? Nutzt ihr Facebook-Gruppen, um Dinge loszuwerden? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Bildquelle: pixabay.com – PDPics

Mein Mama-Tauschhund

Im Aussortieren bin ich ganz groß. Für meine Umgebung bisweilen zu groß. In den letzten Monaten habe ich mich von so vielen unnützen Dingen getrennt, dass mir nur mit Mühe etwas „Unnützes“ eingefallen ist, von dem ich mich nicht trennen würde. Sandra brachte mich dann in den Kommentaren zur Blogparade auf die Idee: Es gibt einen Plüschhund, von dem ich mich freiwillig nicht trennen werde und der eine lange Geschichte hat, die ich euch gerne hier erzähle.

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Minimalismus und Geschenke

… und noch eine neue Stimme in der Minima Muse. Das Thema Minimalismus beschäftigt mich seit einer Zeit, die Frage, ob ich dazu bloggen sollte auch. Was liegt da näher, als das Angebot von Dörte anzunehmen und hier zu bloggen. Wer wissen will, was mich sonst so beschäftigt: Hier geht es zu meinem Blog diebeckerin.de, wo ich mich mit Onlinemarketing und Onlinekommunikation befasse. Jetzt aber: Minimalismus und Geschenke.

Minimalismus und Geschenke: Widerspricht sich das nicht irgendwie? Mitnichten. Auch Minimalisten haben Geburtstag oder feiern Weihnachten, sie werden zu Geburtstagen oder Hochzeiten eingeladen. Außerdem macht Schenken – mir zumindest – großen Spaß und ich freue mich auch immer, wenn ich beschenkt werde. Ok, fast immer.

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