Mein Mama-Tauschhund

Im Aussortieren bin ich ganz groß. Für meine Umgebung bisweilen zu groß. In den letzten Monaten habe ich mich von so vielen unnützen Dingen getrennt, dass mir nur mit Mühe etwas „Unnützes“ eingefallen ist, von dem ich mich nicht trennen würde. Sandra brachte mich dann in den Kommentaren zur Blogparade auf die Idee: Es gibt einen Plüschhund, von dem ich mich freiwillig nicht trennen werde und der eine lange Geschichte hat, die ich euch gerne hier erzähle.

TauschhundAls Kind besaß ich einen Teddy. Einen riesigen Teddy. Er war gelb und seine Pfoten waren mit blauem geblümten Stoff bezogen. Ich habe diesen Bären geliebt und ausgiebig als Kissen, zum Kuscheln und Knuddeln genutzt. So ausgiebig, dass sein Fell irgendwann durchgerieben war und die ersten Schaumstoffflocken herausfielen. In meiner Erinnerung war er gar nicht so schlimm kaputt, aber meine Mutter konnte das Leid des armen Bären wohl nicht mehr ansehen. Sie schlug mir vor, ich solle mich von ihm trennen. Das kam natürlich nicht in Frage. Erst im Tausch gegen einen neuen Knuddelfreund war ich bereit, den Bären herzugeben. Getauscht wurde gegen, genau, diesen Hund. Meine Mutter besaß ihn bereits als Kind und nun durfte ich ihn haben und hüte ihn bis heute. Er ist schon ziemlich platt gelegen, denn er hat das ideale Format als Kopfkissen zum Lesen. Gewaschen wurde er noch nie. Er riecht noch ein kleines bisschen nach zuhause oder nach dem, was ich dafür halte. Jetzt ist er der Wau-wau-wau und mein Sohn spielt mit ihm. Unter meiner strengen Aufsicht, denn mit meinem Hund bin ich eigen. Vielleicht werde ich ihn irgendwann an ihn verschenken. Oder eintauschen. Vielleicht.

PS: Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Unnütz & Unbezahlbar„.

PPS: Mich würde ja sehr interessieren, wie ihr das seht: Kuscheltiere aufbewahren? Zumindest ausgewählte? Oder seid ihr da radikal?

 

Advertisements

6 Gedanken zu “Mein Mama-Tauschhund

  1. Ausgewählte aufbewahren! Kann ich gar nicht anders! Dummerweise hab ich da doch einige…. sind schon ein paar zu viel, finde ich. Zur Zeit liegen sie bei meinen Eltern im Keller, bis auf DAS EINE, das ich nienienienie weggeben könnte. Dennoch hänge ich auch an einigen anderen.
    Manchmal habe ich teilweise sogar Albträume, in denen mein Lieblingskuscheli in einem brennenden Haus ist oder sowas. Dann wache ich ziemlich geschockt auf. Nee, weggeben/wegwerfen könnte ich das nicht…. Und ein paar Ausgewählte auch nichft 😉
    Ja, mit meinen bin ich auch eigen.

    Liebe Grüße,
    Sandra

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s