Die Illusion der Zeitersparnis des modernen Lebens

Gerade hatte ich bemerkt, dass mir noch eine Ingredienz für das selbst gekochte Abendessen fehlt. Glücklicherweise weiß ich, dass es genau diese recht günstig und gut beim Aldi um die Ecke gibt. Ich sprinte also zur U-Bahn, um an der Anzeige zu erkennen, dass die U-Bahn des Begehrs just gerade abgefahren. Aber keine Panik, die nächste kommt ja in nur wenigen 8 Minuten.

Da ich ja im Moment so ein wenig mehr Bewegung in mein Leben bringen möchte, entscheide ich mich spontan, zum Aldi zu laufen.

Überraschung! Just, als ich genau dort ankomme, kommt mit mir zusammen die U-Bahn an. Ich war also – wirklich für mich überraschenderweise – nicht eine Sekunde länger auf Schusters Rappen unterwegs.

Ingredienz eingekauft.

Nein. Ich habe meine Fitness für heute getan. Mehr muss nicht. So denke ich bei mir, hüpfe vorm Aldi in die gerade einfahrende U-Bahn, mich freuend, dass das Timing so perfekt. … dachte ich zumindest.

Da vor uns irgend eine Störung irgend einer Art die Einfahrt in meine Haltestelle verhinderte, musste ich ganze 21 Minuten ausharren, bis ich drei Minuten vor meiner Haustür wieder aussteigen durfte.

Ja. Ich weiss, was ihr jetzt sagen wollt. Die Störung gibt’s ja nicht jedesmal und das Laufen zum Aldi bei Regen macht bestimmt auch keinen Spass. STIMMT.

ABER: Die Annahme, dass es mit der modernen Infrastruktur WIRKLICH und IMMER schneller geht, stimmt wohl offensichtlich auch nicht.

Wir scheinen das aber nur selten zu überprüfen.

#lesetipp auf mymonk.de

Der Artikel ist schon ein wenig älter, aber das Entstehungsdatum eines Artikel (wie auch eines Buches) sagt ja nicht unbedingt etwas darüber aus, wie anregend er (oder es) für mich gerade ist.

Besagter Artikel also dreht sich um das Thema Ziele. Und der eine Satz, der mir darin ganz besonders zu denken gibt lautet

Andere Umstände beeinflussen uns oft viel weniger, als wir’s uns erhoffen.

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Zerleg das Mammut: So erreichst du deine Ziele

Keine Angst vor großen Baustellen
Teile dir große Ziele in Zwischenziele auf.

Limits setzen
Schreib dir jeden Morgen die drei wichtigsten Dinge für heute auf. Umso klarer wird dein Tun. So verlierst du dich nicht in Kleinigkeiten. Denn: Das meiste kann man weglassen.

Deine Hymne
Jetzt brauchst du nur noch ein Kraftlied. Meine Empfehlung: „Niemand“ von Gregor Meyle.  

Mach eine Sache am Tag
Am besten direkt morgens. Dann sicherst du dir gleich dein Erfolgserlebnis für den ganzen Tag und fühlst dich wie Superwoman oder -man. Bei größeren Sachen wie Steuererklärung oder Riesenputzaktion arbeitest du jeden Tag ein Stück weiter. 20 Minuten reichen schon.

Du hast einen Flow?
Super! Hör bloß nicht auf. Nutze die Energie.

Belohne dich
Kauf dir was Schönes von deiner 30-Tage-Liste oder mach was Tolles zur Entspannung. Denn: Morgen geht’s ja schon weiter.

Die Methode ist härteerprobt. So habe ich zwei Umzüge mit Kind und 18 Zahnarztbehandlungen in kurzer Zeit geschafft.

 

Auch jedem Ende wohnt ein Zauber inne…

Mein Zu-Ende-bring-Monat geht heute zu Ende. Zeit, die Hosen runter zu lassen: Ist mir der erste meiner spontan gewitterten Monatsvorhaben geglückt? JA. Und kann ich Euch von meinen Erfahrungen etwas abgeben? 2x Ja. 🙂

Zunächst ein kurzes Resümee: Was ich im Januar abgeschlossen / geklärt / beendet / erledigt habe, ist mehr, als ich es mir vorab hätte vorstellen können! Ich habe nicht nur meinen kompletten Keller ausgemistet und endlich mal mein komplettes achtjähriges Germanistik-Studium aussortiert (von ungefähr zehn Kartons voller Kopien auf einen verdichtet) und dabei mein verschollenes Hochschulzeugnis wiedergefunden, sondern auch noch ungefähr ein Dutzend unnützer Verträge gekündigt, eine alte Website vom Netz genommen, das Staffelholz im Fernlehrgang „Social Media Manager“ endgültig komplett übergegeben, überfällige Steuererklärungen eingereicht, mit meiner Therapeutin das Ende meiner Therapie erst besprochen und beschlossen und dann auch vollzogen … und noch einiges mehr, worüber ich nicht öffentlich bloggen möchte.

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Gute Vorsätze als Gamification des eigenen Lebens

Unlängst abends hat mich (unsere Gast-Bloggerin) Mirka mit ihrem Blog inspiriert, spontan 12 Projekte für die kommenden 12 Monate zu twittern (siehe 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12). Eigentlich hatte ich nicht vor, irgendwelche guten Vorsätze zu veröffentlichen, doch dem Charme von Challenges kann ich mich zurzeit des öfteren nicht entziehen, was Ihr des öfteren zu lesen kriegt. 😉

Was mir in diesem Jahr nämlich klar geworden ist: Ein bisschen Gamification kann den eigenen Entwicklungsprozess enorm unterstützen.* Oftmals besteht das ganze Spiel – und damit der ganze Ansporn – schon darin, einfach über die persönlichen Anstrengungen, Meilensteine, Rückschläge und Erfolgserlebnisse zu bloggen. Sich der sozialen Kontrolle („Na, hält sie sich auch dran?“) und dem öffentlichen Feedback auszusetzen, sorgt für die Extra-Portion Motivation. Und nebenbei lässt sich ja auch so herrlich missionieren inspirieren, also andere anregen, es einem nachzutun und selbst die Veränderung zu sein, die wir uns für die gesamte Welt wünschen. Aus diesem Grund entstehen Projekte wie The Project 333 oder 365 Dinge oder 1 Jahr Konsumverzicht oder die sehr umstrittene 100 Things Challenge oder Zero Waste oder …ganz aktuell auf Spiegel Online: „Mein Jahr ohne“ Plastiktüten.

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