Wette in 2015: Nur zwei gelbe Säcke in einem Jahr* | Gastbeitrag

schattenDies ist ein Gastbeitrag von Jan-Mikael, einem treuen Minima-Muse-Leser. Wenn Jan-Mikael nicht gerade seinen Müll sortiert, bloggt er auf pro-leben.net und peerewju.de und schreibt an kürzeren und längeren Geschichten. Ich freue mich sehr, dass er es uns ermöglicht, kurz vor den Feiertagen über Müllvermeidung zu sprechen.

***

Gelber-Sack-2015
Wette in 2015: Nur 2 gelbe Säcke in 1 Jahr*

Eines Tages waren mir mal wieder die gelben Säcke ausgegangen, und im Supermarkt um die Ecke gab es auch keine mehr. Irgendwie wäre doch der restliche Plastikmüll noch in den letzten Beutel zu bekommen, ging es mir durch den Kopf. Und tatsächlich war es einfacher als gedacht.

Einige Joghurt-Becher gleicher Marke ineinander gestapelt und schon war wieder Platz. Einige Tüten in leere Plastikflaschen gestopft und der Beutel war nur noch zur Hälfte gefüllt. Warum eigentlich nicht immer so? Wie viele gelbe Säcke könnte man sparen? Wie viel weniger Müll läge auf der Straße? Wie viel weniger müsste transportiert werden?

Schon merkwürdig, wie achtlos wir das wegwerfen, was uns beim Verkauf noch so sehr angesprochen hat: die Verpackung.

Der letzte verbliebene gelbe Beutel reichte übrigens noch für zwei weitere Monate, und es kam mir dabei folgende Idee: Nur zwei gelbe Säcke in einem Jahr*. Wäre doch gelacht, wenn das nicht hinzukriegen wäre.

* in einem Single-Haushalt

***

Advertisements

Plastikfrei(er) leben: geht das überhaupt?

Als das bunte Plastik nach Paraguay kam, ließ eine Indianerin wie gewohnt ihren Müll auf die Erde fallen. 3 Jahre lang beobachtete sie verwundert die Plastikflasche. Denn sie war immer noch da.

Mehr Plastik als Plankton
1 Million Seevögel und 100 000 Meerestiere sterben jährlich auf grausamste Weise an großen Plastikteilen und kompletten Plastiktüten.

Plastic Ocean
Bestimmt habt ihr von der Plastikinsel im Pazifik gehört. Ein Teppich, so groß wie Zentraleuropa. (-> mehr Infos: hier, hier oder auch hier (Video))

Plastik bleibt für immer   
Man kann es nicht wegwerfen. Es bleibt selbst in der Luft als giftige Partikel. Na fein! Aber: Was können wir tun?

Ich kann die Welt nicht retten
Aber ich kann versuchen, meine Welt und die meines Kindes etwas besser zu machen und immer plastikfrei(er) zu leben. Denn: Plastik ist auch giftig für unsere Körper. (–> mehr Infos: hier (Video))

80 % weniger Plastik im Blut
Durch Plastikreduktion Zuhause. Ich kaufe Lebensmittel und Kosmetik plastikfrei oder fülle sie zumindest zur Lagerung um. Plastik habe ich durch Glas, Holz, Stein, Keramik, Edelstahl, Papier ersetzt.

Der tägliche Verpackungswahnsinn
Besonders der Bioladen ist ein Plastikdschungel. Paradox, oder? Den Sinn von eingeschweißten Bananen habe ich noch nicht verstanden. Ihr?

Plastik reduzieren ist anstrengend
Ein Projekt, das mich regelmäßig überfordert. Doch: Wer Delfine einmal in Freiheit gesehen hat, den lassen die Bilder von verelendeten Tieren einfach nicht los.

Und jetzt Ihr! Vermeidet Ihr Plastik? Wie geht Ihr mit dem Thema um?

 

Plastikfrei(er) leben

 

Keine Angst vor Haarseife

Lange Zeit hatte ich richtig Angst vor Haarseife. Das Wort fand ich schon so gruselig. Denn: Wie soll man das Zeug wieder aus den Haaren kriegen? Dann war ich mutig. Immer wieder sprang mich im Internet eine vegane Citrus Seife an. Jetzt hat sie mich gefunden!

Ich habe einfach bei Savion gefragt, ob ich sie testen darf. Mit Neurodermitis ist es ja schnell kostspielig, neue Produkte auszuprobieren. Und schon kam nette Post mit dem Wunsch für ein schönes Wascherlebnis. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert!

Endlich eine Seife, die keinen Duft im Bad verströmt. Sie schäumt sehr gut. Die Haare fühlen sich schon beim Waschen weich an und werden sauber. Die Seife trocknet gut auf meiner DIY-Seifendose, ehemals Thunfisch. Von glitschig keine Spur. Ich hab sogar eine Frisur im Anschluss. Das Haar riecht nicht nach Citrus, sondern neutral. Genau das hab ich gesucht. Jetzt hab ich ein richtig gutes Gefühl, wenn ich dem Abwasser hinterher schaue.

10617777_680437758716669_2021099820_n

 

Vegan & plastikfrei: Kokosöl – Naturkosmetik selbst gemacht

Du möchtest plastikfrei(er) leben und suchst preiswerte Naturkosmetik? Mach Deine Beauty-Produkte doch einfach selber. Ich zeige dir, wie: Mit Kokosöl – ein wahres Naturtalent. Es gilt in Asien und Ozeanien seit Jahrtausenden als Heilmittel in der Haarpflege, Kosmetik und (ayurvedischen) Medizin.

Achtung: lecker!
Kokosöl duftet exotisch nach Urlaub. Ich würde mich am liebsten selbst vernaschen. Schade, dass es kein Duft-Internet gibt. Erleb es einfach selbst. Das kalt gepresste Öl kostet im Bioladen unter 3 Euro und hält im Kühlschrank 2 Jahre. Weiterlesen