„Ich nehme keine Tüte“

Seit 26 Jahren. Kannst du dir 2080 Plastiktüten vorstellen? Die habe ich – rein statistisch – durch diesen einen Satz gespart. Wahnsinn, oder? 2080 Nylontüten will ich mir gar nicht vorstellen!
 

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DIY: macht Selbermachen glücklich?

Was früher als spießig, altmodisch und lächerlich galt, avanciert gerade zum Trend. Wer hip sein will, macht seine Sachen selbst: Kräuter züchten, Seife sieden, Kleidung nähen. Produzieren statt Konsumieren lautet das Credo.

Ich frage mich, warum machen die Leute das und forsche im Internet:
„Man kommt der Freiheit ein Stück näher und verwirklicht sich selbst.“ Aha!
„So wird jeder zum Künstler und Modeschöpfer.“
Ich auch?
„Eine Demonstration gegen Konsumterror und für Individualismus, Recycling und Nachhaltigkeit.“

Bevor ich die Demo anmelde, schaue ich mich noch schnell auf daWanda um. Ich sehe niedliche Dinge – Taschen aus T-Shirts, Ringe aus Kaffeekapseln, Kleider aus Samt von alten Kinosesseln. Ich ahne, wie viel Arbeit da im Detail steckt. Zum Glück trage ich keinen Schmuck und habe schon eine Tasche und Kleider.

Eine Stunde später sitze ich vor meinem selbstgemachten Kuchen. Naja – mein Bäcker kann das besser. Miss-do-it-yourself putzt frustriert die Küche.

Was meint Ihr? Lohnt sich Selbermachen? Seid Ihr im Do-it-yourself-Fieber? Macht es wirklich glücklicher?