Wie wenig ist genau richtig?

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Drei Mal umgezogen ist wie ein Mal abgebrannt. Sagt man. Einmal getrennt und gegangen ist genauso. Weiterlesen

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Back to basics – wie wenig braucht es wirklich

Jedes Mal, wenn ich krank bin, bzw. dann endlich wieder gesund bin und klar im Kopf, nehme ich mir vor, demnächst mehr auf mich zu achten. Ich kann jetzt nicht sagen, dass die Vorsätze der letzten Male nichts gebracht hätten, dennoch: Es kommt immer wieder der Punkt, wo ich sie dann doch vergesse oder vernachlässige und prompt habe ich den Salat. Jetzt, wo ich den Minimalismus für mich entdeckt habe, führt die Frage für mich weiter:

Was brauche ich wirklich, damit es mir gut geht?

  • regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend trinken
  • genügend Schlaf
  • Bewegung

Das sind die absoluten Basics, die nötig sind, damit alles andere geht. Soziale Kontakte sollte ich noch ergänzen, denn auch wenn ich sehr gerne alleine bin, ohne ist doch nix. Wenn ich mir mein Leben derzeit so anschaue, dann fällt es  mir schon ziemlich schwer, überhaupt diese 3 bzw. 4 Säulen stabil zu halten. Dennoch gibt es in meiner Wohnung immer noch große Mengen an Büchern, CDs, Vorräte für mein Lieblingshobby Nähen und und und. Ganz ehrlich: Ich will all diese Dinge gar nicht aus meinem Leben und meiner Wohnung verbannen. Aber in den Mengen, wie sie hier liegen, kann ich sie nie und nimmer nutzen. Daher heute also wieder einmal mein fester Vorsatz: Zuerst kommen Essen/Trinken, Schlaf und Bewegung. Dann soziale Kontakte und dann der ganze Rest.

Da auch mein Tag nur 24 Stunden hat, werde ich also den ganzen Rest noch ziemlich reduzieren müssen, um genau so viel zu haben, wie ich dann auch in meine Tage hineinpacken kann.

Wie macht ihr das? Schafft ihr es, auf euch zu achten und auch noch Zeit für den ganzen Rest zu haben? Minimalismus ist ja auch eine echt zeitaufwändige Sache, oder?

Neugierig ist
die beckerin

Mein minimalistisches 2014

3 Dinge, die ich 2014 losgelassen und dadurch viel gewonnen habe:

  • Zeug, sehr viel Zeug
  • das Gefühl, jede Minute mit Aktivitäten füllen zu müssen
  • den Hang zum Perfektionismus – ok, er ist nicht verschwunden, aber etwas kleiner geworden

3 Erlebnisse, die mich 2014 ganz besonders berührt und verändert haben:

  • Menschen kennen zu lernen, denen ich etwas schenken durfte
  • der Mann vom Bahnhof, obdachlos, und was zur Unterstützung von Obdachlosen hier in Darmstadt getan wird
  • viele kleine und große Glücksmomente mit meiner Familie

Menschen, denen ich 2014 ganz besonders dankbar bin

  • das sind schon einige. Ob die das eigentlich wissen? Ich geh dann die nächsten Tage mal danke sagen …

Menschen, die ich 2014 kennen und schätzen gelernt habe:

  • Ganz klar, die MinimaMusen, allen voran Dörte, die ich noch nie persönlich getroffen habe. Trotzdem scheint es mir, als ob wir uns schon ganz gut kennen. Genauso aber Tanja, in für mich ungewohnter Radikalität, und die Mons7, an deren Urlaub in der eigenen Stadt ich mich besonders erinnere.

Dinge, die ich 2014 gelernt habe:

  • einfach mal machen
  • es gibt meistens weniger Probleme, als man denkt
  • es geht auch anders

Worauf ich mich 2015 in Sachen Minimalismus besonders freue:

  • mehr Minimalisten persönlich kennen zu lernen – vielleicht ja beim Jahrestreffen im Sommer?
  • noch mehr Dinge loszulassen und sinnvoll loszuwerden
  • hier bei den MinimaMusen wieder aktiver zu sein

#Minimalismus – warum ich Facebook wieder schätzen lerne

Mit facebook-Gruppen minimalistischer leben.Besitz reduzieren, nachhaltiger leben, verantwortungsvoll mit den Dingen umgehen – es gibt viele unterschiedliche Motivationen, minimalistisch(er) zu leben. Oft stellt sich jedoch die Frage: wohin mit den Dingen? Wem nützen sie noch etwas und wie finde ich diesen jemand? Für mich tut sich, als Antwort auf diese Fragen, gerade eine neue Welt in Facebook auf. In den letzten Monaten war Facebook nicht gerade mein liebstes soziales Netzwerk. Verglichen mit Twitter war es mir dort einfach zu ruhig und auch zu viel und zu bunt, zu wenig fokussiert. Zufällig habe ich aber entdeckt, welche tollen Möglichkeiten Facebook-Gruppen bieten

  • free your stuff Darmstadt – Dinge verschenken oder geschenkt bekommen, es findet sich für fast alles ein Abnehmer
  • Foodsharing Darmstadt – Essen weitergeben statt es wegzuwerfen
  • Obdachlosen helfen (Darmstadt) – hier werden regelmäßig Sammlungen und andere Aktionen veranstaltet, um Obdachlose zu unterstützen. Aktuell beispielsweise kann man durch Sachspenden oder Plätzchenbacken helfen.
  • Frag Darmstadt – weiß einer einen, der einen kennt – Tipps zu Orten, Veranstaltungen …
  • Givebox Darmstadt – eine Gruppe von Nutzern, Bestückern, Unterstützern der Givebox

Bestimmt gibt es auch in deiner Stadt ähnlich Gruppen. Ich habe in den letzten Tagen einige Dinge über diese Gruppen verschenken können und damit mehreren Menschen eine große Freude machen können. Klar hätte ich die Sachen auch verkaufen können, aber das wäre deutlich aufwändiger geworden und das Gefühl, jemandem etwas wirklich Gutes tun zu können, hätte ich auf dem Weg auch nicht gehabt. Gleichzeitig lerne ich meine Stadt so auf eine ganz andere Weise kennen. Und der Nachteil? Es gibt keinen, wenn man bereit ist ein wenig Zeit zu investieren und sorgsam mit den eigenen persönlichen Daten umgeht. Man muss diese ja nicht an jeden weitergeben, wem das nicht geheuer ist, der kann sich zum Tauschen auch an einem neutralen Ort verabreden. Ich jedenfalls finde es schön, die Dinge, die ich weggeben will, auf so persönliche Weise loszuwerden und bin gespannt, welche Kontakte ich auf diesem Weg noch knüpfen werde.

Und bei euch? Habt ihr ein ähnlich dichtes Netz von Initiativen, die von aussortierten Dingen profitieren könnten? Nutzt ihr Facebook-Gruppen, um Dinge loszuwerden? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Bildquelle: pixabay.com – PDPics