Die Illusion der Zeitersparnis des modernen Lebens

Gerade hatte ich bemerkt, dass mir noch eine Ingredienz für das selbst gekochte Abendessen fehlt. Glücklicherweise weiß ich, dass es genau diese recht günstig und gut beim Aldi um die Ecke gibt. Ich sprinte also zur U-Bahn, um an der Anzeige zu erkennen, dass die U-Bahn des Begehrs just gerade abgefahren. Aber keine Panik, die nächste kommt ja in nur wenigen 8 Minuten.

Da ich ja im Moment so ein wenig mehr Bewegung in mein Leben bringen möchte, entscheide ich mich spontan, zum Aldi zu laufen.

Überraschung! Just, als ich genau dort ankomme, kommt mit mir zusammen die U-Bahn an. Ich war also – wirklich für mich überraschenderweise – nicht eine Sekunde länger auf Schusters Rappen unterwegs.

Ingredienz eingekauft.

Nein. Ich habe meine Fitness für heute getan. Mehr muss nicht. So denke ich bei mir, hüpfe vorm Aldi in die gerade einfahrende U-Bahn, mich freuend, dass das Timing so perfekt. … dachte ich zumindest.

Da vor uns irgend eine Störung irgend einer Art die Einfahrt in meine Haltestelle verhinderte, musste ich ganze 21 Minuten ausharren, bis ich drei Minuten vor meiner Haustür wieder aussteigen durfte.

Ja. Ich weiss, was ihr jetzt sagen wollt. Die Störung gibt’s ja nicht jedesmal und das Laufen zum Aldi bei Regen macht bestimmt auch keinen Spass. STIMMT.

ABER: Die Annahme, dass es mit der modernen Infrastruktur WIRKLICH und IMMER schneller geht, stimmt wohl offensichtlich auch nicht.

Wir scheinen das aber nur selten zu überprüfen.

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Laufen, mein minimalistischer Wohlfühlsport

Neulich schrieb die Mons schon etwas zum Thema „minimalistisch in Bewegung kommen„. Meine minimalistische Bewegung ist das Joggen. Minimalistisch deshalb, weil man nicht viel mehr braucht als ein gutes Paar Laufschuhe – und ein wenig Zeit.

Neulich im Wartezimmer bei einem Arzt sprach mich eine ältere Ausgabe des Focus an mit der Titelstory „Lauf dich gesund„. Was da über das Laufen steht, entsprach genau dem, wie ich es empfinde. Laufen ist super und unglaublich gesund – wenn man es nicht übertreibt. Lockeres Laufen für etwa 30 bis 45 Minuten pro Tag wird da empfohlen. Gerne auch täglich. Das kommt mir doch sehr entgegen. Mit Joggen tut man seinem Körper in relativ kurzer Zeit etwas wirklich Gutes, und zwar auf so vielen Ebenen.

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In Bewegung kommen und bleiben – ganz auf minimalistische Tour

Photograph 018 by Lauren Mancke found on minimography.com

Photograph 018 by Lauren Mancke found on minimography.com

Letzte Woche wurde mir schlagartig klar – und zwar als ich mich nach dem auf den Boden gefallenen Stift herunterbückte – dass ich mittlerweile einfach nur unfit bin. Ich habe mich seit Jahren nicht mehr ernsthaft sportlich betätigt. Und seit der Hund alt ist, ist es mit der Gassigeschwindigkeit auch nicht mehr weit her. Meine Erwerbsarbeit findet hauptsächlich an zwei Bildschirmen statt.

Ich möchte in mein Leben wieder mehr Bewegung bringen. Weiterlesen