Minimalismus: Es fühlt sich richtig an

Das hier ist für Nanne

Karo Kafka hat gefragt:
Welche minimalistischen Züge könnt ihr in eurem Leben wahrnehmen?
Was hat sich bei euch dadurch verändert?

GIFT
Ich hatte ständig kribbelige, rote Hände beim Kontakt mit Papier, Plastik, Nickel (Geld). Seit das alles rausflog oder ich damit nicht mehr lange in Berührung komme, geht es mir richtig gut.

FUTTER
Der Kühlschrank ist voller Salatblätter. Ich esse 6 kg Orangen die Woche. Unter uns: So Leute fand ich früher komisch! Jetzt fühl ich mich total gut mit Rohkost! Ich war nur 1 mal in 2 Jahren krank.

TECHNIK
Ich wollte mein Leben einfach nicht mehr mit Technikproblemen verbringen. Diese Statussymbole braucht kein Mensch! Weg damit! Ich hab noch nicht mal ein Ceranfeld. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt als Mensch gelte. Mein alter Herd geht einfach nicht kaputt!

PERFEKTIONISMUS
Die ständige Selbstoptimierung habe ich wegreduziert! Ich bin genug und muss nicht perfekt sein! Ich habe Macken. Und die will ich auch behalten.

LUXUS
Ich bin total langweilig in meiner Freizeit. Und das macht so Spaß! Ich höre stundenlang Musik. Mit Kopfhörern. Luxus pur!

BEFREIUNG
In der Wohnung ist keine Rotation mehr. Dafür sind es zu wenig Dinge. Für Wäscheberge fehlt das Material. Es ist alles übersichtlich und leicht zu managen.

TRÄUME
Ich warte nicht mehr. Ich lebe.

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Wie geht Glück?

„1) Vermeiden Sie negative Effekte, an die man sich auch nach langer Zeit nicht gewöhnt: Pendelverkehr, Lärm, chronischer Stress.

2) Erwarten Sie nur einen kurzfristigen Effekt von materiellen Dingen – Autos, Häuser, Boni, Lottogewinn, Goldmedaillen.

3) Dauerhafte positive Effekte haben überwiegend damit zu tun, wie Sie Ihre Zeit verbringen. Sorgen Sie für möglichst viel Freizeit und Autonomie. Tun Sie, was Ihrer Passion am nächsten kommt, auch wenn Sie einen Teil Ihres Einkommens einbüßen. Investieren Sie in Freundschaften.“

Für anhaltenden Effekt von beruflichem Status, nie die Vergleichsgruppe wechseln. 🙂

Rolf Dobelli, „Die Kunst des klaren Denkens“, S. 191, dtv