Ein lehrreicher Verlust – oder DIE Sonnenbrille

Tieftraurig habe ich vor drei Wochen akzeptiert, dass ich sie wohl verloren habe. Für immer. Meine Schatulle mit 2 Brillen darin. Einer mit meiner Sehstärke, einer gleichen, nur als Sonnenbrille. Dies geschah, als ich meine dritte Ersatzbrille aufhatte, weil mein gesamtes Umfeld die beiden anderen für einfach nicht so schön hielten,… und ich was hermachen wollte, an dem Tag.

Das Problem

Das Ergebnis: Ich blieb nun zurück, mit (m)einer alten Brille, die ich im Vergleich nicht wirklich mochte, und ohne Sonnenbrille. Aus 3 mach eins.

Was tun – 1 – einfach ohne auskommen

Ich lebe also ein paar Tage fröhlich mit der einen Brille. Den anderen um mich herum gefällt die eh‘ besser. Und ich sehe mich ja von außen den ganzen lieben langen Tag nicht, außer ich schaue auf der Toilette mal in den Spiegel. Soweit so gut. Und dann kam der – erfreuliche im Übrigen 😉 – Wetterumschwung. Die geliebte Sonne scheint, der Mai ist da. Ich kneife draußen die Augen zusammen. Mein Freund meint lakonisch, ich bekäme Falten. Aber er übertreibt. Hoffe ich zumindest. Trotzdem keimte in mir der Gedanke, dass so eine Sonnenbrille vielleicht doch nicht das verkehrteste sei.

Was tun – 2 – das Einkaufserlebnis

Meine Freundin ist gleich Feuer und Flamme. Was? Du braucht (BRAUCHST WIRKLICH) eine Sonnenbrille? Aber das ist doch wirklich super, sich da ein stylisches Teil auszusuchen, kurz darauf zu warten… und sich dann wie die Queen fühlen, mit dem neuen Teil?

Ich zögere eine kurze Weile… dann eröffne ich ihr, dass ich einfach bei meinem Optiker angerufen hätte, die gleiche Sonnenbrille mir der gleichen Sehstärke, die ich vor 3 Jahren gekauft habe, einfach nochmals bestellen möchte.

Sie braucht zwei Minuten die Information zu verarbeiten. Aber: Das macht ja Deinen Verlust der verlorenen Sonnenbrille noch schlimmer. Einfach nur Ersatz, der Geld kostet, ohne weiteren Mehrwert?

Ja.

Ich frage sie, was sie von diesen Aufschieb-Teilen hält, die man früher so hatte. Sie: OMG. Und auch noch etwa zum Hochklappen? HÄSSLICH. Also H Ä S S L I C H.

Ich verabschiede mich, und versuche mein Glück beim Optiker meines Vertrauens.

Was tun – 3- die althergebrachte Alternative

Beim Optiker meines Vertrauens. Er schaut mich nach meiner Ansprache etwas wehleidig an. Ja, die gäbe es noch, diese Aufschieb-Teile. Aber da frage kaum jemand mehr danach. Also kaum jemand, das sei ich, so sein Nachsatz. Freundlicherweise empfiehlt er mir den Optiker zwei Straßen weiter. Ich vermute spontan, er hasst diesen, weil er mich mit meinem Anliegen an ihn verweist. 😉

Eine Straße weiter bekomme ich einen ähnliche Antwort, aber man habe noch drei Modelle. Eines passt nicht auf meine Brille. Das zweite ist 12 EUR teuer und das dritte ist so um die 45 EUR, in einem stylischen grün. Ich frage, ob es das auch in einem stylischen grau oder braun gäbe. Nein, denn der Preis bezöge sich ja auf das stylische Grün.

Es bleibt also nur der 12 EUR-Aufsatz. In stylischem Grau. 😉 Dafür das hässlich Aufklappbar inkludiert. Aber ich müsse das Teil ja nicht hochklappen.

Und wird für mich – oder besser gesagt meine Brille – auch gleich noch zugeschnitten.

Das Ergebnis

Runtergeklappt sieht sie für 12 EUR doch ganz und gar wie eine ordentliche Sonnenbrille aus. Ich stolziere aus dem Laden und bin zufrieden. Runter in die U-Bahn, um heimzukommen. Da ist es so gar nicht sonnig. Ich bin zu faul, um das Teil abzunehmen…… und klappe es hoch. Ihr ahnt es schon. Ich sehe sowas von hässlich aus.

Aber da ihr ja gerade nicht da seid, sondern in diesem Internet, halte ich das aus. 🙂 Foto gefällig?

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O.k., es geht auch besser. 🙂

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Ergo

Die Sonne scheine über euch und das Glück sei mit euch.  Punkt.  Mit oder ohne Sonnebrille!

 

Mein erster ernsthafter Versuch, im Alltag geldfrei zu leben

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Noch zwei Gehälter! Ende März wurde mir beim Anblick meines Lohnstreifens schlagartig bewusst, dass mein Konto ab Ende Mai in den kontinuierlichen Sinkflug gehen würde. Was ich bislang als „Challenge“ betrieben hatte – ein bisschen Konsumverzicht hier, ein bisschen Leben von Vorräten dort – war plötzlich mehr als nur eine postmoderne Lifestyle-Mutprobe. Was ich jetzt nicht spare, fehlt mir vielleicht im Laufe der zwölf Monate, die ab Juni nur mir und meinem wilden Ich gehören (darüber blogge ich, wenn ich soweit bin…).

Und so beschloss ich, im April radikal und ohne Ausnahme den Geldbeutel stecken zu lassen und außer den laufenden Fixkosten (Miete, Versicherungen usw.) und bereits bezahlten Rechnungen (z.B. für das VHS BarCamp 2016) im Alltag kein Geld für gar nichts auszugeben. Gar nichts? Genau! Null Budget für was auch immer – sogar essen und trinken will ich vier Wochen lang, ohne einzukaufen. Kühlschrank, Regale und Schränke erscheinen mir gefüllt genug – verhungern werd ich schon nicht.

Und wie Ihr seht, lebe ich noch und schreibe nach den ersten 14 Tagen, wie es mir bis heute ergangen ist. Weiterlesen

Ausgaben reduzieren

Ausgaben reduzieren

Da lese ich gerade bei der Mons drüben auf ihrer Lernspielwiese ihre Ideen, wie sie ihre Ausgaben reduzieren will und finde das ganz supertoll. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite überlege ich, was ich für mich selbst daraus mitnehmen kann und welche Ausgaben ich hier bei uns noch reduzieren könnte. Wenn ich den Artikel drüben so lese, habe ich das Gefühl, wir leben schon ziemlich ausgabenreduziert… Ich geh mal Mons‘ Liste für uns durch. Weiterlesen

Crowdsourcing-Spenden als Konsumersatz? Meine November-Empfehlungen

Sieben-Stufen-Loslassen

Geld ist Energie und Energie muss fließen. Das ist schon lange mein Credo. Sparen fällt mir deshalb echt schwer. Eigentlich bin ich zurzeit ja der Konsumauszeit-Challenge von Apfelmädchen und sadfsh verpflichtet… Trickse ich mich grad aus? Vielleicht ist Spenden ja das neue Kaufen, so als Minimalistin? (Auf meiner Karmapunkte-Skala bin ich damit jedenfalls erst auf der dritten von sieben Stufen des Loslassens angekommen… 😉 )

Vor genau einem Jahr hatte ich mir bereits vorgenommen, monatlich einen kleinen Geldbetrag in nachhaltige Projekte zu investieren, und zwar auf Crowdfunding- bzw. Crowdsourcing-Plattformen wie Startnext, Betterplace oder INDIEGOGO. Jetzt bin ich wieder an dem Punkt. (Das Leben verläuft eben zyklisch, nicht linear. 😉 )

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#Konsumauszeit im November – nichts leichter als das?

Bevor der erste Tag des neuen Monats zu Ende geht, kommt hier schnell noch meine Willensbekundung: Ich mach mit bei der November-Challenge, zu der das Apfelmädchen und der traurige Fisch aufgerufen haben!

Nach diesen Regeln, die die beiden in ihrem Blog aufgestellt haben, geht’s zur Sache: „Einen ganzen Monat lang wird nichts Neues gekauft, außer Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten*. Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht). Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht.“

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