Minimalismus-Baustelle: Die Haarpracht.

Photograph 011 by Lauren Mancke found on minimography.com

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Ich dachte ja einige Jahre lang, ich hätte die minimalistische Form in punkto Haare erlangt. Die da war:

Raspelkurz. Einmal im Monat bin ich dafür zur Frisörin meines Vertrauens gepilgert. Manchmal zweimal, weil man bekam bei ihr keinen Termin, sondern sie fertigt nur Laufkundschaft ab. Dafür ist es (sehr) günstig (gewesen). Der Kurzkurz-Haarschnitt 15 EUR, 5 EUR Trinkgeld drauf. Ergibt 20×12 gleich 240 EUR im Monat.

Ja. Ich weiss. Ich hätte mir auch einmalig so einen Kurzhaarschneider kaufen können. Und das gleiche – nach einiger Übung – für umsonst haben können. Aber die monatlichen Termine waren ja auch doch irgendwie erfreulich, eine Konstante in meinem Leben.

Trotzdem.

Geht weniger beim Haar? Also außer dem Kurzhaarscheider?

Nach langer Überlegung komme ich drauf. Länger ist vielleicht besser. Man macht sich des morgens die Haare zu einem Dutt. Braucht keinen Frisör/keine Frisörin mehr.

Nur wie dahin kommen? Die ÜBERGANGSZEIT (ja, jede Frau weiss jetzt, warum ich das in Kapitälchen schreibe 😉 ) … ist gar unerträglich. Wie kann ich mir die erträglicher gestalten?

1. Kleber. Superkleber.

Mit Gel. Ich klebte einfach meine Haare dahin, wo sie sein sollten. Zunächst mit einem Gel namens Kleber. Und das funktionierte. 🙂 Dann wurden die Haare länger. Und es brauchte einen Superkleber. Funzte auch. Aber nach einem halben Zentimeter mehr… brauchte es mehr….

2. Spängchen. Eine Menge davon.

25 EUR habe ich mittlerweile ausgegeben, für Spängchen, Kämmchen, Klämmerchen. Vorwiegend in silber, ein paar in rosa und ein ganz wenig paar in schwarz. Und 25 EUR in Spängchen, … das sind schon ganz gar viele. 😉

Das Ziel ist im Übrigen nochmals ein Dutt (wie oben erwähnt), wie ihn meine Schwägerin trägt. Laut ihr total unkompliziert. Man hat so ein Schaumgummiteil, steckt die (entsprechen langen) Haare durch, macht einen Gummi drum,… und sieht *einfach* gut aus. 🙂

Wie haltet es ihr mit euren Haaren?

Und was sind eure minimalistischen Baustellen?

Fragt

@mons7

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24 Gedanken zu “Minimalismus-Baustelle: Die Haarpracht.

  1. Der Kurzkurz-Haarschnitt 15 EUR, 5 EUR Trinkgeld drauf. Ergibt 20×12 gleich 240 EUR im Monat.

    Du meinst sicherlich im Jahr. 😉

    Als Mann habe ich es dann noch ein Tick besser. Einmal eine Haarschneidemaschine für 20 Euro gekauft. Die hält drei bis vier Jahre. Das ganze dauert 5 Minuten in der Woche. Aufgrund meiner schwindenden Haarpracht, rapsel ich kurz drüber und fertig ist die Glatze. 😀

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  2. Ich habe lange Haare. Färbe selber, die Farbe kostet 14€ , ich brauche sie allerdings ein mal in paar Monaten. Spitzeschneiden tut meine Schwiegermutter. Hab ein Paar Haarspangen und – gummis. Kein Schnickschnack. Kamm aus Holz 4€, Bürste aus Holz 5€. Ich benutze entweder Lavaerde zum Wasschen oder Haarseife (6€). Laverasplüng 4€. Reicht f.zwei Monate. Fertig.

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    • Liebe Magdalena, oh, das mit der Lavaerde muss ich auch mal ausprobieren! Und noch eine kleine Rückfrage, … Deine Schwiegermutter, benutzt sie so eine Frisörschere zum Schneiden? Oder lang da schnippi schnapp auch ’ne Haushaltsschere?

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      • Hallo Mons,
        wir haben eine Schere die zusammen mit einer Rasiermaschine im Set war. Ich nehme an dass sie eine Frisörschere ist.
        Probier unbedinkt Lavaerde. Mit kürzeren Haaren ist es noch einfacher. 🙂 Alternativ kannst Du such Heilerde nehmen. Bei mir taugt die aber nichts.
        Lg

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  3. Oh nein! Bei meiner Haarpracht hat der Minimalismus einfach keine Chance, ich habe gern eine „richtige“ Frisur mit allem Drum und Dran und komme trotzdem „nur“ auf 460 Euro im Jahr. Im Vergleich zur minimalistischen Haarpracht finde ich das jetzt wenig, weil ich das volle Programm durchziehe: – waschen, färben, schneiden, föhnen, Augenbrauen & dann gibt’s sogar noch einen Kaffee dazu. 😉

    Die Übergangszeit von den kurzen zu den langen Haaren ist wirklich mühselig. Ich habe das einmal durchgemacht und es ist ganz schön zeitaufwendig und kostenintensiv. Man darf die Geduld nicht verlieren, muss die morgendlichen Techniken verfeinern, dann zahlt es sich bestimmt aus.

    Hast du dir wirklich Kleber ins Haar geschmiert? Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

    Wünsche dir einen schönen Tag!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  4. Ich dachte auch lange Zeit, dass kurze Haare pflegeleichter wären. Aber sie lagen nach dem Aufstehen nie so, wie sie sollten und sie sahen deutlich schneller fettig aus als erhofft. So musste ich sie deutlich häufiger waschen, manchmal täglich. Nervig! Und zum Nachschneiden muss man auch ständig, weil nix mehr so sitzt, wie es soll.
    Inzwischen hab ich seit vielen Jahren die Haare lang. Ich wasch sie maximal zwei Mal die Woche, eher drei Mal in zwei Wochen inzwischen. Beim Friseur war ich seit Jahren nicht mehr. Ich hab mir eine gute Friseurschere gekauft und schnippel zwischendrin immer mal an den Spitzen rum. Oder wenn es mich packt (so wie gestern) schneid ich auch schon mal gute 10 cm selber ab. Ist mit ein wenig Übung kein Problem. Und ich kann frühs aufstehen, mach die Haare zum Pferdeschwanz und alles ist fein. Und wenn ich es doch mal etwas schicker will, steht mir ein umfangreiches Sortiment aufwendiger Hochsteckfrisuren zur Verfügung…also theoretisch, denn praktisch bin ich dazu meistens zu faul. hust
    Die Übergangszeit fand ich auch doof von kurz auf lang. Spängchen mochte ich noch nie, die Haare baumelten halt derweil nervig in der Gegend rum. Ist ja nur ne Phase, die geht vorbei. Wobei ich die Haare schon seit ewigen Zeiten nie wirklich raspelkurz hatte, sondern meist halt so ne niedliche Meg-Ryan-Frisur…

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      • Das kommt ganz drauf an, wie kurz sie vorher waren (bei dir ja eher sehr kurz) und wie schnell sie wachsen. Im Allgemeinen geht man wohl von einem Wachstum von 0,5 bis 1 cm pro Monat aus, kannste dir also grob ausrechnen, dass es von ganz kurz schon ungefähr ein Jahr braucht, ehe man ein Zöpfchen hinbekommt. Ja, das ist recht lange, andererseits kann man in der Ziet ja mal diesen mal jenen Kurzhaarstyle ausprobieren… 😉

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  5. Ja, langes Haar ist schnell zusammengebunden. Andererseits dauert das Waschen/Fönen dann wesentlich länger. Ich brauche Pflege, sonst kann ich sie nicht kämmen….und ich möchte auch, dass es „gut“ aussieht. Also habe ich einen Pony, den ich dann doch noch „stylen“ muss. Nur zusammenbinden sieht bei mir doof aus, ein Dutt eher wie bei einer „Oma“ und überhaupt nicht schön oder stylisch.
    Kurzes Haar ist fix gewaschen (Kopf kurz unter den Wasserhahn halten), schnell trocken gerubbelt und in Form gebracht….
    Nichtsdestotrotz trage ich mein Haar lang. Und versuche gerade, es nicht allzu oft waschen zu müssen. Ist auch mühsam….die Kopfhaut juckt dann, ich muss bürsten, und dann wieder versuchen, die Frisur einigermaßen „frisch“ aussehen zu lassen. Frisch riechen tun sie dann auch nicht mehr…also, auch „aufwendig“ und manchmal fühle ich mich dann nicht ganz so „gepflegt“…

    Ich finde, bei den Haaren hat jede Form Vor- und Nachteile! Einfacher ist es sicher, wenn man dickes Haar hat, das nicht allzu oft gewaschen werden muss….

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    • Hallo Uhuohnehu, ja, das stimmt, ich hab wohl auch einfach Glück mit meinen Haaren. Sie verwuscheln nicht und ich muss sie oftmals nicht mal kämmen oder bürsten. Gewaschen sind sie auch flott einfach unter der Dusche. Geföhnt hab ich sie seit Jahren nicht mehr. Ich nehm nicht mal ne Spülung. Also meine Haare machen es mir pflegemäßig echt minimalistisch einfach!
      Dabei hab ich eigentlich echt dünnes Haar! Meine Oma hat sich immer beschwert darüber, WIE dünn das ist. Wobei sie sich in den letzten Jahren ändern. Sie werden lockiger und damit auch dicker. Sehr spannend! 😉

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  6. Ich empfinde lange Haare auch als deutlich minimalistischer als kurze Haare. Meine sind etwas über taillenlang, ich wasche zweimal in der Woche mit handgesiedeter Seife und pflege die Spitzen mit Alverde-Condi und Kokosöl. Fön oder anderes Equipment brauche ich nicht, ich lasse lufttrocknen.

    Im Laufe der Jahre hatte ich schon jede Haarlänge, und die einzige noch pflegeleichtere Variante war die Glatze, die ich mal chemobedingt hatte :-). Die wäre mir aber auf Dauer zu wenig abwechslungsreich gewesen.

    Die langen Haare werden morgens durchgebürstet und dann entweder offen getragen oder zu einer Banane oder einer Duttvariation hochgetüdelt. Das geht schnell und ich habe Spaß an schönem Haarschmuck.

    Viele Grüße
    Sunny

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  7. Meine Erfahrung ist, dass es auch sehr individuell ist:
    Bei mir funktionieren lange Haare erstens nicht, weil sie zu dünn und zu weich sind. Hatte letzten Winter versucht sie mir wachsen zu lassen – geht gar nicht, sieht doof aus und sie sind dann auch wesentlich pflegebedürftiger. Erstens dauert das Lufttrocknen zu lange und ich bin zum Föhn greifen gezwungen, außerdem müssen sie häufiger gekämmt werden und benötigen auf jeden Fall Spülung. Habe sie mir dieses Frühjahr wieder auf ungefähr Ohrläppchenlänge schneiden lassen und das funktioniert minimalistisch und einfach. Alle drei Monate zum Friseur – was ich wirklich gerne mache, habe eine total nette Friseurin, die auch fair bezahlt wird.
    Gewaschen werden sie alle zwei bis drei Tage, und liegen tun sie total gut (ist aber auch Naturwelle/locke). Ich brauch nicht mal nen Zopfgummi :o)).

    Die Häufigkeit des Waschens hängt aber auch stark damit zusammen, wie oft sie gewaschen werden – früher als ich aufgrund von häufigen sportlichen Aktivitäten nahezu täglich duschen war und auch immer die Haare gewachsen habe, war das auch immer nötig, weil die Haare so nachgefettet haben. Jetzt habe ich nach und nach den Abstand erhöht, und könnte das noch ausweiten, aber beim Duschen mal eben Haare mitzuwaschen, mache ich ganz gern.
    Liebe Grüße
    Nanne

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    • Ja, so sind meine auch, dünn und „seidenweich“….das erhöht den Aufwand. Leider sehen sie bei mir kurz nicht so gut aus, da muss ich noch mehr stylen als bei lang (rundes Gesicht braucht etwas Volumen im Haar…und mein Haar „hängt“ halt wie Schnittlauch runter und hat NULL Volumen….). Von so einer Frisur wie Deiner träume ich, einfach waschen und sie fallen von alleine gut….hach!

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  8. Ich hatte lange eine Haarlänge bis zum Ohrläppchen, weil ich lockige Haare habe und es dann am schönsten aussah. Zur Hochzeit wollte ich dann doch etwas längere Haare haben und habe sie wachsen lassen… und war seitdem (halbes Jahr) nicht mehr beim Haare schneiden. Aber meine Spitzen wollen unbedingt geschnitten werden…. aber selber schneiden hab ich mich noch nicht getraut :/
    Haare waschen tu ich alles 3 Tage mit Rogenmehl und mit Apfelessigspülung.

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    • Hi elveangel,
      oh, das ist ja interessant, Rogenmehl? Wo kriegt man das? Und wie wendet man das an? Ansonsten, ja, bei mir auch so. Wenn meine Haare bis zu den Ohrläppchen gehen, sind sie lockig, aber schon länger,… hängen sie sich irgendwie aus… ist das bei Dir auch so? LG m

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      • Rechtschreibfehler…. wollte Roggenmehl schreiben^^ Das bekommst du eigentlich überall im Supermarkt. Mit Weizen- oder Dinkelmehl geht es übrigens nicht…. da verklebt nur alles. Für meine Haare brauche ich 2 Esslöffel Mehl und dann mit Wasser verrühren bis eine Konsistenz entsteht ähnlich wie Shampoo aus der Flasche. Dann rein ins nasse Haare (vor Allem auf die Kopfhaut) fünf Minuten einwirken lassen und dann mit viel Wasser wieder ausspülen. Hatte bisher keine Rückstände in den Haaren. Anschließend spüle ich noch mit Apfelessigwasser (2 EL Essig auf 1 Liter Wasser)… Haare sind superweich und lassen sich auch ohne Probleme durchkämmen.

        Ja bei mir hängen sich die Locken auch raus…. trage die Haare dann meistens zum Zopf oder geflochten und wenn ich sie offen trage dann föhne ich sie glatt…… alles andere sieht komisch aus. Vielleicht muss ich mehr Stufen reinschneiden lassen damit die Locken wieder mehr rauskommen. Was die Locken ein bisschen betont ist Haaröl… ein/zwei Tropfen ins feuchte oder trockene Haar und die Locken kommen etwas definierter zum Vorschein. Hilft auch bei trockenen Spitzen 🙂

        VG

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  9. Die Übergangszeit von kurzen zu langen Haaren ist ätzend, das stimmt. Habe ich zum Glück vor über 10 Jahren hinter mich gebracht. 🙂 Nun sind sie tailienlang.
    Damals hatte ich einfach keine Lust mehr zum Frisör zu gehen (und war zu geizig). Ich denke der beste Weg zu langen Haaren ist sich nicht darum zu kümmern. (ist natürlich nicht immer möglich, schon klar) Spitzenschneiden gibt es bei mir nicht. Ich habe kein Problem damit dass meine Spitzen dünn sind. Und Spliss macht mich auch nicht krank.

    Ich hatte immer recht dünne und fettige Haare. Vor etwa drei Monaten habe ich aufgehört Shampoo zu benützen und wasche meine Haare nun nur noch mit Wasser. Nach einer Übergangszeit von etwa einem Monat hat sich meine Kopfhaut darauf eingestellt und fettet nun viel weniger.
    Ich wasche meine Haare nun etwa einmal in der Woche mit Wasser. Bei Bedarf benütze ich dazwischen Trockenshampoo (Zimt, Stärke oder Kakao). Einmal pro Monat wasche ich mit Roggenmehl (was ‚elveangel‘ vermutlich auch meinte) wenn ich es für angebracht halte.
    Nun muss ich allerdings deutlich mehr bürsten um den haartalg gleichmäßig zu verteilen und habe mir auch eine neue wildschweinborstenbürste (nicht so toll) kaufen müssen (6 Euro).

    Etwas dreimal im Jahr färbe ich mit Henna (5 Euro).

    Ich Alltag mache ich mir gerne einen Dutt, Pferdeschwanz oder benütze einen Haarstab. Alles ganz einfach.

    Ich bin sehr zufrieden mit meiner Lösung und denke minimalischer wirds für mich nicht mehr werden.

    Grüße
    Die IRis

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  10. Gibt unter Langhaarträgern den Kalenderspruch: Lange Haare kann man frisieren, kurze Haare muss man stylen–
    Kenne beides, lange Haare sind def. eine Zeit- und Kostenersparnis.
    Dutt-Tip: Google mal „Wickeldutt“ bzw. „Lazy Wrap Bun“.
    Lass dir allg. nicht einreden, du müsstest erst wieder fünzigdrölf naturnahe Zaubersachen kaufen und das Rad der Pflege nun nochmal neu erfinden. Genau das Gegenteil ist der Fall. Nur eines sollte man: Gut essen! Ins Haar investiert der Körper im Zweifelsfall zuletzt.
    Liebe Grüße, kontext

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