Einen Gegenstand pro Tag ausmisten

eins

Es gibt ja diese Art Challenge, bei der man sich vornimmt, für eine bestimmte Zeit (also zum Beispiel einen Monat oder ein Jahr) jeden Tag einen Gegenstand auszusortieren. Eigentlich wollte ich sowas auch machen und dann täglich ganz stolz schreiben, was ich ausgemistet und aussortiert hätte.

Dann hielt ich kurz inne und dachte nach. Und beschloss, mich nicht mit solch einer Challenge zu belasten. Im Moment würde die mich irgendwie in meiner Freiheit beschneiden und ich fürchte, ich würde weniger ausmisten als ich es ohne Challenge tue.

Mich hält nämlich gerade das volle Aussortier-Fieber gefangen. Wenn ich einmal anfange (und das geht manchmal schon frühs los zwischen Frühstück und Kind in die Schule fahren!), höre ich so schnell nicht auf und ich möchte mich dann nicht auf einen einzelnen Gegenstand beschränken müssen, wenn ich doch gerade so in Fahrt bin.

Ich habe bereits Pläne geschmiedet, was als nächstes ausgemistet wird. Der Keller hat es nämlich dringend nötig und ich möchte da Tabula rasa machen. Angefangen habe ich schon und aus einem der Schränke die seit 2 Jahren nicht vermissten Jacken im Gebrauchtwarenladen abgegeben und den Schrank über Kleinanzeigen verkauft. Und schon ist mehr Platz im Keller. Aber da geht noch mehr.

Würde ich nun bei dieser Challenge mitmachen, würde ich wohl eher nicht 10 Jacken an einem Tag aussortieren. Oder vielleicht schon, aber ich hätte dann das Gefühl, diese 10 Jacken wären dann auch mal genug für heute und die kommenden 9 Tage und ich würde vielleicht nicht weiter aussortieren, weil ich fürchten würde, den Überblick zu verlieren, wie viel ich nun schon ausgemistet hab und für wie viele Tage das dann ausreicht.

Ne, im Moment läuft das Ausmisten super ohne Challenge. Ich behalt den Gedanken aber mal im Hinterkopf für die sicherlich kommende Phase, in der ich nicht mehr so motiviert bin. Dann kann ich mir gut vorstellen, dass mit so einem Anreiz das Aussortieren wieder besser laufen kann.

Und ihr so? Wie macht ihr das? Also, wer schon absolut minimalistisch lebt, kann ja gerne mal erzählen, wie er/sie sich motiviert hat, immer weiter Dinge auszusortieren. Ist ja auch ganz schön viel Arbeit. Und wer noch auf dem Weg ist, darf gerne Tipps geben, wie die Motivation bleibt, weiter auszumisten. Ich bin gespannt!

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20 Gedanken zu “Einen Gegenstand pro Tag ausmisten

  1. Hallo Bianka,
    ich hatte diese Messie-Sendung parallel zum Ausmisten geschaut. Mir montags einen Zettel mit 9 Sachen geschrieben für die Woche von denen ich 2 behalten durfte. Dann war der Druck nicht so groß. Bei Ausmistflows hab ich jede Menge aussortiert. Sonst halt nur die eine Sache. Pro Zimmer hatte ich 5 Durchgänge. Gerade am Schluss wenn die großen Regale wegkamen, zeigte eine Sache am Tag enorme Wirkung. Am Ende war meine Wohnung leer und mein Wohlfühlgefühl weg. Dann hab ich gestrichen und neu dekoriert. Jetzt tausche ich immer was aus wenn ich mir neue Sachen kaufe. Keller und Speicher sind leer geblieben. Ein gutes Gefühl! War viel Arbeit. Aber hat sich gelohnt. Viel Erfolg und nicht verzweifeln. So ab Ding 600 kam das Dauergrinsen. Auf 53 qm. Du hast ja, glaub ich, ein Haus. Dann dauert es etwas länger. 🙂

    Liebe Grüße – Tanja

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    • Liebe Tanja, ja, ein Haus. Mit 200 qm Wohnfläche. PLUS 3 Keller. PLUs einen großen Dachboden. PLUS einen Anbau, in dem Gartensachen und Fahrradkram und so was steht. argh Mit 5 Durchgängen werden wir nicht hinkommen, fürchte ich. Wobei mir der obere Stock quasi nichts angeht, weil das alles die Sachen der Kinder sind und wenn sie ausziehen irgendwann, nehmen sie das vermutlich größtenteils mit. Also ist es doch nur die Hälfte an Wohnfläche, aber die ganzen Zusatz-Stau-Zimmer bleiben gleich. Macht nix, wir sind dran und es wird weniger. Wir haben Zeit, denn das Ziel ist es, von Krempel befreit hier auszuziehen, wenn das letzte Kind das Nest verlässt…

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      • Bei den ersten drei Durchgängen wird sich ungefähr die Hälfte des Zimmerinhaltes verabschieden. Dann seht ihr die ersten Erfolge, z.B. freie Fläche oder leere Kisten und Ecken. Erst nach dem fünften Durchgang werdet ihr mit den vorhandenen Sachen zufrieden sein.
        Ich habe in Wellen aussortiert: Wenn ich Ausmistfieber hatte, flog vieles ‚raus. Danach habe ich mich erst einmal an meinem Erfolg erfreut. Irgendwann kommt dann der Drang, wieder auszusortieren.
        Vergesst die Kinderzimmer nicht. Wenn der Rest des Hauses in einem ordentlich reduzierten Zustand ist, solltet ihr auch die Räume mit den Kindern zusammen durchsehen. Das ist schon deswegen nötig, weil die Kleinen wachsen und neue Kleidung brauchen. Dann ist ein Blick ins Bücherregal oder in die Spielkisten mindestens genauso wichtig, um Kaputtes zu entsorgen und nicht mehr Benutztes zu verkaufen oder zu verschenken.

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  2. Hallo!

    Ich bin derzeit auch wieder fleißig am Ausmisten, ein Ding pro Tag wäre mir definitiv zu wenig. Das sind ja gerade mal 365 pro Jahr. Es gibt auch die 3 Dinge pro Tag Challenge – das wären dann rund 1000 Dinge pro Jahr. Ich weiß nicht. ich fühle mich durch Regeln eher eingeengt.

    Heute habe ich die CDs durchsortiert und sich an die 100 Stück ausgemistet. Kleidung habe ich auch wieder aussortiert. Ich mache das eher thematisch. Also heute CDs, morgen Bücher, übermorgen …

    lg
    Maria

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  3. Hi Bianka,
    ich hab auch ein ganzes Haus zum entrümpeln. Mit nur einem Ding pro Tag wäre ich da vermutlich ewig beschäftigt.
    Wenn ich im Flow bin, wie zur Zeit grade, wieder fliegt erheblich mehr raus.
    Gester z. B, hab ich mir ein Bücherregel vorgenommen und es geschafft mich von 15 Büchern zu trennen (Bücher sind ein schwieriges Pflaster für mich, da werd ich sicher auch mehr als 5 Durchgänge brauchen, bis das Ziel erreicht ist)
    Ich hatte allerdings auch schon Tage dieses Jahr, wo ich gar nicht entrümpelt habe. Ich zähle inzwischen nicht mehr mit, aber wenn ich so hochrechne was schon raus ist komme ich dieses Jahr locker über 1000 entrümpelte Dinge..
    Als fortgeschrittene Minimalistin kann ich mich allerdings nicht bezeichnen. Ich hab halt auf einem verdammt hohen Gerümpelniveau angefangen seufz

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    • Bücher sind bei mir auch ganz schwierig! Manchmal lagere ich dann welche in das Regal der Kinder aus, weil ich denke „Eigentlich hab ich die ja nur aufgehoben, damit die Kinder die auch noch lesen können“ – aber das ist schon ziemlich beschummelt, ne!? 😉
      Ich komm auch nicht täglich dazu, was auszusortieren. Dafür kamen wir am Sonntag Abend von nem Ausflug ins Elsass zurück, auf dem uns irgendwie bewusst wurde, dass wir unsere Knoblauchpresse eh nie nutzen und haben nicht nur die Knoblauchpresse aussortiert, sondern gleich mal alle Besteckschubladen in der Küche. Das waren auch mal schnell 15 Teile mindestens. Dafür gestern keines und heute auch nicht. Ist halt so… 😉

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  4. Hallo Bianka,

    ich gehe bereichsweise durch. Heute der Kleiderschrank, morgen das Bücherregal oder eben heute das Schlafzimmer, morgen die Küche. Ein Gegenstand je Tag wäre mir definitiv auch zu wenig, wenn ich gerade richtig in Fahrt bin. Wenn entrümpeln, dann gleich richtig.

    Alles Liebe,
    Philipp

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    • Bereichsweise find ich auch gut. Wobei ich dann tatsächlich weniger „in Zimmern“ denken würde als eher „in Schränken“. Also nicht „Heute ist das Schlafzimmer dran“, sondern eben „Heute ist der Kleiderschrank dran“. Damit komm ich irgendwie besser klar. Aber das ist ja alles immer sehr individuell…
      Und wenn dann richtig, so machen wir das auch! 😉

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  5. Hallo,
    ich bin auch noch mitten im Entrümpeln. Im März habe ich mir auch vorgenommen, ein Jahr lang jeden Tag ein Teil auszusortieren. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass auch für mich diese Regel zu steif ist. Daher habe ich eine Liste erstellt, die bis nächstes Jahr im März geht. Dort notiere ich alle Teile die ich aussortiere, egal wieviele es sind. Mittlerweile bin ich in der Liste schon im Dezember angekommen, sprich ich habe schon mehr als 1 Teil täglich aussortiert. Mal sehen wann ich die Liste bis März voll habe und ob ich dann motiviert weiter mache. Bis jetzt bin ich voll zufrieden.

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  6. Hallo Bianka,
    bei mir funktioniert auch keine Challenge. Wenn mich das Ausmisten packt, muss soviel wie möglich raus.
    „Arbeit“ macht ja eher, einen Abnehmer zu finden, um nicht nur Müll zu produzieren.
    Tritt eine Flaute ein, lese ich gerne in einem der vielen guten Bücher zum Thema und meine Motivation ist wieder da und es kann weitergehen.

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    • Abnehmer finden ist hier meist easy: unser Gebrauchtwarenlädchen freut sich! Als Motivationsschub was zu lesen find ich gut. Buchtipps zum Thema nehm ich gerne entgegen! 😉

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  7. Hallo Bianka,
    Jeden Tag ein Teil. Das war noch nie was für mich. Sehe ich ähnlich wie du, zu starr. Die Gefahr: Aussortieren als Selbstzweck. Ich habe jetzt gefühlt nichts mehr, was weg kann. Erfahrungsgemäß dauert es dann immer ein paar Wochen oder auch Monate bis ich herausfinde, dass da noch ein paar Sachen sind, von denen ich zuvor dachte, sie seien unverzichtbar.

    Einen lieben Gruß, Marco

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    • Hallo Marco, da hast du recht, manchmal denkt man, man hätte jetzt alles aussortiert und wenn man eine Weile später in die gleiche Schublade schaut, denkt man dann, eigentlich könnte doch dieses oder jenes auch noch weg. Aussortieren in Wellen. 😉 Als Selbstzweck und nur um eine Vorgabe zu erfüllen, find ich auch nicht gut…

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  8. Ich sehe die 1 Teil am Tag Regel als Mindestregel. Wenn ich nämlich mit Nullertagen anfange, werden es schnell viele Nullertage. Also ein Teil am Tag ist Pflicht, mehr geht natürlich. Und dann liege ich Abends im Bett und freue mich, dass ich nicht vergessen habe, mich von einem Teil zu trennen ( vorzugsweise zu verschenken)
    wegschmeißen liegt mir nicht…..

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  9. Bianka, man hört regelrecht dein Seufzen im Schreiben wenn du von deinen Kellerräumen schreibst.
    Wir haben ein ähnlich großes Haus mit vielen Räumen da neues Haus an altes angebaut – aber wir haben weder Keller noch Boden. Auch keinen „Schuppen“ oder sonstigen Anbau, nur einen großen Carport in dem allerdings nicht mal unsere Fahrräder mit hinein passen.

    Eigentlich dachte ich, das sei gut weder Keller noch Boden zu haben weil man dann eben nichts aufheben kann von dem man denkt, man könnte es irgendwann mal noch brauchen oder es sei zu schade zum wegwerfen – weit gefehlt!

    Es passierten in den letzten 10 Jahren eben seltsame Sachen wie der Einzug eines Zwischenbodens in der Dachspitze und genau da geht jetzt kein „Äppel mehr zur Erde“ wie man hier sagt wenn etwas wirklich voll ist.

    Seit genau drei Jahren versuche ich der schleichenden Verrümpelung des Hauses beizukommen – indem ich eigentlich Überflüssiges auf eben diesen Zwischenboden räume und noch nie ein Stück wieder herunter geholt habe.

    So habe ich mich jetzt auch zu tabula rasa entschlossen und es steht ein 5qm – container auf unserem Hof. Da soll nichts weiter hinein als der Inhalt des Zwischenbodens und was sonst noch so anfällt.

    …..übrigens gab es vor zwei Jahren schon mal einen Sperrmüllconainer ohne besonderen Anlass hier, der wurde voll aber vom Zwischenboden kam kein Stück herunter….manchmal ist es wirklich unglaublich, was sich so in einem Haus aufhalten kann…

    LG
    Lina

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  10. Sehr interessant zu lesen, wie ihr das alle macht 🙂 Ich habe vor über einem Jahr angefangen auszumisten, weil ich irgendwann in eine kleinere Wohnung ziehen möchte. Damals hatte ich noch nichts über Minimalismus und Entrümpeln gelesen. Meine Herangehensweise ist sehr pragmatisch, da ich wenig freie Zeit habe und in ’nem Kaff wohne und es nicht so einfach ist, Sachen loszuwerden. Der Samstag ist eh so kurz und einige Einrichtungen in erreichbarer Nähe haben Samstags nicht geöffnet. Wenn ich also höre, das eine Freundin oder Kollegin sich auf den Flohmarkt stellt, suche ich verkaufbare Sachen zusammen und gebe sie mit – selbstverständlich darf diejenige den Erlös behalten oder spenden. Hab ich mal mehr Zeit in Aussicht, sortiere ich rechtzeitig Sachen für soziale Einrichtungen, also Geschirr und brauchbare Klamotten aus und fahre sie zeitnah weg, verbunden mit einem für mich seltenen Stadtbummel. Steht die Restmüllleerung an und es ist noch Platz in der Tonne, wird am Wochenende davor Zeugs weggeworfen, mit dem gewiss niemand mehr was anfangen kann, bis die Tonne voll ist. Muss ich eh zum Glascontainer, schaue ich öfter mal vorher, ob ich nicht noch einige sehr aufgetragene Kleidungsstücke für den danebenstehenden Kleidercontainer finde. Ich habe herausgefunden, dass Handtücher sehr gerne von Hundesalons genommen werden – da liegt einer auf meiner Strecke. In zeitlich ungünstigen Zeiten werden dann in Halb-Stunden-Einheiten Sachen aussortiert, die wenig Platz benötigen und auch in Kartons mal eine Weile in einer Ecke stehen können, ohne zu nerven. Oder halt Altpapier für die Haustonne. Komme jetzt in einigen Bereichen an den zweiten Durchgang (einige warten noch auf den ersten) und man sieht in der Wohnung schon, das etwas anders ist…
    Grauen tut’s mir vor einigen (Erb-)stücken, die ich verkaufen sollte. Nicht vor der Trennung, sondern vorm Aufwand.

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