7 Tipps: Minimalismus bei Hochsensibilität

Jeder 5. Mensch ist hochsensibel. Wir können Reize nicht filtern. Deshalb nehmen wir mehr Informationen wahr und intensiver. Also brauchen wir länger zur Verarbeitung. Eine ganz normale Geräuschkulisse im Café kann für uns schon eine Überforderung sein. Wir nehmen auch Gerüche, Berührungen, visuelle Eindrücke und Stimmungen intensiver wahr. Kratzende Kleidung oder Schmuck tragen grenzt bei mir an Körperverletzung. Unser Körper hat Grenzen und will gut behandelt werden. Wie mir Minimalismus hilft, mein Leben zu vereinfachen:

1. Reduzierte Wohnung
Weiße Wände entspannen mich. Genauso: weißes Geschirr. Textilien ohne Muster, indirektes Licht, leicht veränderbare Deko in einem passenden Farbkonzept. Ich halte Ordnung. Nichts Unerledigtes liegt rum. Kaputtes entsorge ich sofort oder repariere es innerhalb einer Woche. Ich habe nur Dinge, die ich liebe oder brauche.

2. Tu-Du-Liste oder Friedhof: was ich nie tun werde
Listen erzeugen bei mir nur ein schlechtes Gewissen. Das meiste davon kann man streichen, ohne dass es jemand merkt. Besser: „Was sind die 3 wichtigen Dinge heute?“ Und jedem Tag ein Motto geben: Gartenarbeit – Steuererklärung – Putzalarm.

3. Störgeräusche meiden
Gut zu wissen: Geräusche treten bei HSP nicht in den Hintergrund. Baustellenlärm, schrille Konzerte, Kindergeschrei klirrt durch mich durch. Wie kann ich das umgehen? Muss ich unbedingt zur Rush Hour in ein Einkaufscenter gehen? Events: Mag ich überhaupt noch laute Partys und Menschenmassen?

4. DIY: Ich will doch nur chillen
Ich bin auch Supermama, wenn der Bäcker meinen Kuchen herstellt. Ich muss keine Ziege halten für meinen Milchkaffee, um besonders öko zu sein. Oder Seife sieden und meine Kleidung selbst nähen.

5. Ich bin monotask
Mein besonderer Luxus: Ich tue Dinge, wann ich will und in meinem eigenen Tempo. Typisch für Hochsensible: immer sehr gründlich und perfektionistisch. Große Projekte stressen mich nicht mehr: Ich arbeite jeden Tag ein Stück weiter daran und belohne mich im Anschluss.

6. Zeitfresser? Weg damit!
Erst war ich in 9 Xing-Gruppen. Jetzt reicht eine. Ich sage nein zu selbst auferlegten Verpflichtungen wie Elternsprecher oder Ehrenamt. Das können andere besser!

7. Müßiggängster
Ruhe statt Raubbau. Dinge kosten Zeit und Energie. Bewegung und frische Mahlzeiten aus einfachen Zutaten sind wichtig für Hochsensible. Sogar in Urlaub muss ich nicht mehr fahren. Ich habe ja immer ein Urlaubsgefühl in meiner reduzierten Ferienwohnung.

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