Von der Kunst, keine Bücher besitzen zu wollen

Hier kommt nun also meine Zusammenfassung zur 2. MinimaMuse-Blogparade “Mein Bücherregal„, für die Ihr zwei Wochen lang – vom 10. bis vorgestern, 24. August 2014 – wirklich bemerkenswerte 11 Beiträge geschrieben habt. Ein großes Dankeschön für diese sehrr persönlichen Einblicke! Ich huldige Euch mit einer Sammlung an Zitaten aus Euren Beiträgen – die hoffentlich die eine oder den anderen zum Nach- und Weiterlesen im Originaltext anregen. Denn das Besondere an all diesen Beiträgen sind wahrlich die Fotos, die einfach die ganze Vielfalt des Bücherlagerns auffächern! Die Top 3 der Bücher-Minimalistinnen (Tanja, mons7 und Nanne) besitzen übrgens 0 (null!), 2 bzw. 5 Bücher.

Ein Bookcrossing-Regal in Second Life - darüber blogge ich demnächst ...

Ein Bookcrossing-Regal in Second Life – darüber blogge ich demnächst …

Ein Beitrag hat mich besonders beschäftigt, und zwar der von traumspruch über ihr persönliches und ganz besonderes Bücherregal – und mit diesem Zitat von ihr versteht Ihr schnell, warum ich beim Lesen sehr nachdenklich wurde: „81.919 Neuerscheinungen gab es auf dem deutschen Buchmarkt im Jahre 2013 – davon mal eben ca. 1000 für Blinde als Hörfassung übersetzt…“ #mustread

Die Bücher-Minimalistinnen:

„Ich mag keine Bücher. Deshalb besitze ich keins.“
(Tanja Heller, bei der Bücher keine Aufenthaltserlaubnis haben)

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„Über jedes Buch, das ich mir kaufe, blogge ich.“
(Monika (mons7) trifft diese Verabredung mit sich selbst und sie macht recht plausibel, warum sie nur zwei Bücher besitzt und trotzdem nicht bücherlos zu Hause lebt)

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„Ein (richtiges) Bücherregal habe ich nicht mehr. Früher hatte ich zwei Billy-Regale in denen sehr viele Bücher standen. Heute sind es nur noch vier Ansammlungen.“
(Nanne Kick, die genau fünf Bücher besitzt, die sie nicht hergeben wird)

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„Achja, räusper, Hörbücher. Die sind hier nicht mitgezählt. Das sind mehrere Hundert.“
(Tikas Geständnis ist wirklich herzerfrischend… 🙂 )

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Eigentlich nicht als Beitrag für diese Blogparade geschrieben, passt der Post von einem meiner Lieblingsblogs hier doch sehr gut rrein, darum erlaube ich mir mal, ihn zu verlinken: sadfish listet HIER nämlich seine 10 Bücher auf, die er niemals hergeben würde. Solche Listen finde ich persönlich echt inspirierend – darum liste ich in den nächsten Tagen mal auf, welche 10 Bücher ich jüngst aus der Bücherei mit nach Hause genommen habe… 🙂

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Diejenigen ohne Minimalismus-Anspruch bei Büchern:

„Nie wieder mehr Bücher als vier Regalböden voll! Ich lud Freunde und Bekannte ein, sich an meinen Regalen zu bedienen und behielt nur wenige Bücher, für deren Transport ich keine Hilfe mehr brauchte. Was für eine Erleichterung!! Mir war, als hätte ich Ballast von 1000 Jahren abgeschüttelt […]“
(Claudia Klinger, die in den 80ern zur Bücher-Minimalistin wurde und diesem Prinzip seitdem treu geblieben ist – und dann immerhin doch noch 12 Bücher benennt, die sie niemals aussortieren würde)

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„In meiner alten Wohnung hatte ich das Ordnungsprinzip, die Autoren nach Zeitläufen zu sortieren (grobe Einteilung: vor dem ersten Weltkrieg, zwischen den Weltkriegen, DDR-Literatur, deutschsprachige Literatur nach 1989). In der neuen Wohnung habe ich ihnen gleich gesagt, dass mir das aufhört und wir alle voneinander lernen können. (Ja, ich “rede” mit meinen Büchern.)(abc-Freund besitzt genau 1.043 Bücher)

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„Auf dem Klo liegen immer ein oder zwei Bücher.“
(Ulrike vom Bambooblog schreibt über ihr Prinzip, ihre Bücher über die ganze Wohnung zu verteilen)

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„Ich habe so viele Bücher, dass ich ganz übersehen habe, dass ein großer Teil meiner Bücher aus Reiseführern und vor allem aus Literatur zu China besteht.“
(Ulrike vom Bambooblog über ihre China-Büchersammlung)

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“ … natürlich auch nach Farben sortiert …“
(Bianca Blavustyak mit einem wirklich schönen Fotobeweis 🙂 )

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„Alle die, an die ich schon lange keinen Gedanken mehr verschwendet habe, kamen sofort auf einen “Wir haben und leider nix mehr zu sagen und müssen uns trennen”-Stapel. Dann gab es noch einen “Eigentlich wäre eine Trennung das Beste für alle”- und einen “Hmmm, das ist echt eine schwerwiegende Entscheidung”-Stapel.“
(Silja Moser-Salomon beschreibt die Trennung von ihren Büchern)

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„Sobald es den öffentlichen Bücherschrank hier in Maintal gibt, werde ich auch hier einige Bücher in die Welt entlassen.“
(Juliane Benad teilt heute übrigens die Ansichten ihrer Mutter in punkto Wohnzimmer 🙂 )

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9 Gedanken zu “Von der Kunst, keine Bücher besitzen zu wollen

  1. Danke, da waren sehr interessante Beiträge dabei! (wie Ulrike wollte ich nicht mitmachen, weil es nicht so recht zu meinem Blog passt – sie hat die Kurve noch bekommen, ich beglücke (?) einfach mit einem Kommentar ;-))

    Mich hat das Auswandern zum (Bücher)minimalisten gemacht. Anfangs fand ich es gut, meinen Buchbesitz an einer Hand abzählen zu können, hat es die wenigen Bücher doch so wichtig scheinen lassen. Irgendwann wurde mir das fad und inzwischen tummeln sich doch wieder einige Romane in meiner Wohnung. Allerdings nerven sie mich schon wieder – ein Teufelskreis! Es sind nämlich Bücher, die ich aus einer Not heraus gekauft habe: Ich wollte lesen, das Angebot englischsprachiger Bücher ist hier nicht so hoch, also muss man nehmen, was da ist – die üblichen Bestseller, die man einmal liest und dann wieder vergisst. Wie werde ich die jetzt wieder los? So viel ist nämlich sicher: Behalten will ich die wenigsten.

    Ob man gern viele oder wenige Bücher um sich hat, könnte also auch Gewohnheitssache sein. Früher habe ich kein Buch weggegeben, egal was für ein Schund das war, heute will ich nur ein paar wenige Perlen um mich haben.

    LG
    Shaoshi

    Gefällt 2 Personen

  2. Eine wundervolle Blog-Parade! Nur leider, liebe Dörte, funktioniert in deinem Beitrag die Verlinkung zu traumspruch nicht. Ich würde es aber doch soooo gerne lesen …. Kannst du das vielleicht reparieren? :):)
    Viele liebe Grüße von einem niegelnagelneuen Fan 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. Schöne Beiträge, die ich gerne besichtigt habe!
    Aber warum sortierst du mich unter „ohne Minimalismus-Anspruch“ ein? Du zitierst ja dann
    „“Nie wieder mehr Bücher als vier Regalböden voll!….“
    Was ist denn Minimalismus anderes als das Bemühen, deutlich weniger Dinge zu besitzen? Gibt es da eine Schwelle, z.B. „nur 10 Bücher“, ab der man zu „Minimalismus“ zählt?
    Von einer gefüllten Bücherwand auf nurmehr 4 Regelbretter runter zu kommen erscheint mir durchaus minimalistisch. 🙂

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    • Oh Claudia, das ist mir ausversehen passiert, weil ich während der Zusammenstellung die Sortierkriterien und die Zwischenüberschriften geändert habe… 😉 Ich Steck dich gleich in die andere „Schublade“. 😉 Sonnige Grüße aus Hamburg!

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  4. Bei mir nimmt das Bücherregal eine ganze Wand ein.
    Ich hätte heute am besten aus dem Raum gehen müssen um es zu fotografieren.

    Da kann ich nicht wirklich viel weggeben. Brauche ich ja noch. Lese ich wirklich immer wieder.

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