Leserinnen-Umfrage: Wie ist/war das bei euch?

Wir haben unglaublich viele Zugriffe, pro Tag, von Menschen, die selbst minimalistisch leben, ihre Erfahrungen damit machen, und warum die hier nicht teilen? Wir wollen von euch wissen:

  1. Wann hat das bei Dir angefangen, mit dem Gedanken, minimalistisch leben zu wollen? War da ein Auslöser, oder war das eher schleichend?
  2. Deine ersten Schritte, etwas zu verändern, kannst Du Dich daran erinnern, uns berichten?
  3. Würdest Du Deine Anfangstätigkeiten auch anderen anraten, die gerade jetzt erstmals das Bedürfnis haben, mit weniger besser zu leben?
  4. Was hälst Du von diesem … jeden Tag ein Teil weniger-Ding?
  5. Dein(e) Gefühl(e) in Zusammenhang mit #minimalismus. Beschreibe sie uns!
  6. Was war Dein gefühlt schlimmster „Rückschlag“?
  7. Würdest Du sagen #minimalismus ist eine Lebenseinstellung?
  8. Was soll das denn sein, das „besser“ als Besitz ist?
  9. Benenne uns Deine größte Bereicherung, die durchs Minimalisieren geschah.
  10. Was findest Du immer noch hart, bei Deinem minimalistischen leben?
  11. Was beglückt Dich am meisten, bei Deinem minimalistischen leben?

Wir freuen uns auf Deine persönlichen Anmerkungen und Erfahrungen!

 

 

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27 Gedanken zu “Leserinnen-Umfrage: Wie ist/war das bei euch?

  1. Moin. Bei mir was es ehr schleichend. Ich hatte schon längst das Gefühl dass etwas nicht stimmt. Ich war frustriert und unzufrieden. Mir war alles zu viel: zu viel haben wollen, zu viel kaufen und konsumieren, zu viel Bekannte die mir nichts bedeuteten, zu viel Trübel und zu viele Reizen, zu viele schlechte Nachrichten und und und. …. Anderseits zu wenig Ruhe… ich habe mit Ausmisten angefangen, erstmal meine Wohnung, Kleider, Dinge. Dann Menschen, Kontakte

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    • Liebe Magdalena, aber das ist ja auch erst einmal eine Erkenntnis, auf die man kommen muss, dass es mit einem Weniger besser wird! Normalerweise handeln wir doch eher so… irgendwas ist nicht in Ordnung? Das was wir tun, intensivieren.
      Also: Respekt, einen anderen Weg einzuschlagen!

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  2. Verpflichtungen.
    Ich habe immer drauf geachtet mich gesund und nachhaltig zu ernähren. Auch meine Kinder. Das hat sich vielleicht ein bisschen verschärft. Allerdings lebe ich nicht vegan, mein Fleisch beziehe ich aber aus ökologischer Haltung und beschränke dessen Konsum.
    … Ich stehe immernoch am Anfang des Weges aber ich spüre jetzt dass es mir besser geht. Ich sehe mehr, ich empfinde mehr, bin nicht mehr durch diesen hirnlosen Konsum benebelt.

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  3. Ich kenne Minimalismus von zuhause. Meine Mutter ist Minimalistin.
    Kinder haben viel Equipment. Deshalb hatte ich in den Jahren mit Kind mehr Sachen, z. B. 2 Hochbetten.
    Ich kenne im realen Leben nur 3 Minimalisten.
    Mache ich gerade wieder in meiner Küche. Ist eine gute Methode wenn man eigentlich gar keine Zeit hat. So bleibt man dran und jeden Tag verändert sich was.
    Freiheit
    Vermisse ich was, kaufe ich es mir halt wieder.
    Lebenseinstellung und bei mir angeboren.
    Moment bewusst genießen, einscannen.
    Klarheit
    Minimalistische Lösungen sind oft teuer, aufwendig und gar nicht einfach umzusetzen.
    Macht kreativer.

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  4. Auslöser war die Trennung von meinem Ex. Ich hatte zu viele Dinge in der Wohnung. Also habe ich die Sachen aussortiert und weggegeben, die mich belastet haben. Damit habe ich mich zum ersten Mal freier gefühlt, auch wenn der Aufwand des Entrümpelns groß war. Genau das rate ich auch anderen Leuten: Befreit euch als erstes von den Sachen, die euch belasten und die in eurem Haushalt überflüssig sind, z.B. Bettgarnituren oder Gläsersammlungen oder unbenutzte Dinge in Kartons. Jeden Tag ein Teil auszusortieren, hätte bei mir nichts genutzt, weil ich gefühlte Ballastberge hatte. Da waren zwei „Großaktionen“ sinnvoller.
    Seitdem miste ich von Zeit zu Zeit aus, so dass ich mich auch von den Sachen trenne, die ich ein- oder zweimal noch als „behalten will“ zurückgestellt habe. Mit jedem entsorgten Teil ist mein Leben leichter, übersichtlicher und besser geworden. Leeren Platz fülle ich nicht mehr, sondern erfreue mich an weniger Putzen und Aufbewahrungsenergie. Interessanterweise habe ich mich später von belastenden Freunden getrennt und vermisse bis heute keine Sache, die ich weggegeben habe. Gut zwei Drittel meines ehemaligen Hausstandes habe ich bisher verschenkt, verkauft, gespendet oder weggeworfen.
    Hart ist für mich, dass mein Minimalisieren stellenweise immer noch langsam ist. Denn ich habe immer noch viele Sachen. Mein nächstes Ziel ist eine kleinere Wohnung. Dafür müssen noch einige Dinge einen neuen Platz finden. Was mein Leben bereichert, ist die Freude darüber, nein sagen zu dürfen und zu können. Ich muss nicht mehr alles kaufen, was mir gefällt. Der Anblick schöner Dinge reicht vollkommen aus. Und nebenbei habe ich einen größeren finanziellen Spielraum, weil ich weniger Geld verbrauche und obwohl ich weniger arbeite. Viel häufiger als früher frage ich mich, ob die Sache wirklich brauche oder einfach nur haben will. Luxus wie eine Tasse Kaffee in einem Café gönne ich mir und genieße das bewusst.
    Minimalismus bedeutet für mich: Ich gehe einen nachhaltigeren, ökologisch sinnvollen Weg, der zu meinen Bedürfnissen passt. Ich bin in meinem Leben angekommen und zufrieden.

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    • Liebe Christine,
      wow, was für ein reichhaltiger Kommentar, aus dem ich fast einen neuen Artikel machen möchte. Z.B. schon allein der Aspekt, dass eigentlich ein „Negativ-Auslöser“ (in der Regel mögen wir ja Ternnung nicht) so viel Positives nach sich zieht/mit sich bringt. Beeindruckend!
      Herzlich aus Frankfurt, die mons7

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  5. Hallo,
    das Thema beschäftigt mich eigentlich schon etliche Jahre. Irgendwie habe ich auch immer wieder mal ausgemistet, aber es hat mich nicht wirklich weitergebracht.
    Erst die Auseinandersetzung mit mir selbst, warum ich so bin, wie ich bin und trotz „schönen“ Dingen um mich herum nie so richtig zufrieden war/bin, hat den Knoten platzen lassen.
    Persönliche Krisen, Jobverluste und Mutlosigkeit führten mich in die Bücherei und zu einigen Lebensberatungsbüchern, die grob auch mit dem Thema „Entrümpeln“ zu tun hatten/haben. Auch einige Blogs zum Thema halfen mir weiter.
    Dadurch habe ich festgestellt, dass ich a) schlecht nein sagen kann, z. B. bei Mitbringseln und veerbten Sachen, b) mir mein Zuhause, in dem ich mich nicht wohlfühle, mit Sachen schönkaufen wollte und c) zuviel Hobbyzeugs angeschafft habe, weil mich so viel interessiert, ich aber nichts wirklich mal durchziehe.
    Seit gut einer Woche miste ich aus, vorwiegend erst einmal Haushaltskram und Klamotten, das fällt mir am leichtesten und fahre alles Gute ins Sozialkaufhaus. Jetzt komme ich so langsam an das Bastelmaterial und danach an den Kleinkram. Ich finde es zwar anstrengend, aber gleichzeitig tut es mir richtig gut!
    Ich habe noch ein gutes Stück vor mir und ich werde wohl nie eine 100-Dinge-Minimalistin, aber das ist auch nicht mein Anspruch. Ich habe eigentlich noch nie Billigkram gekauft, auch Klamotten kaufen ist mir ein Gräuel, weil ich selten das Richtige finde, aber ich habe über die Jahre dennoch einfach zu viel angesammelt (in den Schränken ist ja Platz) und nie mehr gebraucht.
    Um jetzt mal zum Ende zu kommen, ich entrümpele nicht nur Sachen, sondern auch mein Leben und befreie beides von Ballast. Das ist eine ganz neue, gute Erfahrung!

    Gruß, Conny

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  6. Sehr schöne und spannenden Fragen. Sehr Interessant zu lesen, wie es so bei den Anderen ist. 🙂
    Da ich einen neuen Blog gestartet habe, habe ich es direkt mal genutzt um daraus einen Beitrag zu machen. http://wildundfrei.blogspot.de/2015/04/minimalismus-umfrage-bei-minima-muse.html

    Liebe Grüße
    Jasmin

    Und hier auch nochmal meine Antworten.

    Wann hat das bei Dir angefangen, mit dem Gedanken, minimalistisch leben zu wollen? War da ein Auslöser, oder war das eher schleichend?
    Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich angefangen habe minimalistisch zu leben. Es fing alles Anfang 2015 an. Ich hatte das ganze letzte Jahr sehr mit mir und meinem Leben zu kämpfen, steckte in einem Loch fest und habe mich deshalb mit neuen Lebensformen und Wegen zu einem einfachen und glücklichen Leben beschäftigt. Ich habe mich immer mehr mit dem Thema Minimalismus beschäftigt und Anfang 2015 dann für mich umgesetzt.
    Deine ersten Schritte, etwas zu verändern, kannst Du Dich daran erinnern, uns berichten?
    Ich habe zuerst direkt mit meinem Kleiderschrank begonnen. In meiner schlechten Phase habe ich mir sehr viel Kleidung gekauft, mit der Hoffnung, dass ich mich damit besser fühle, das blieb natürlich aus. Also habe ich an einem freien Tag angefangen auszumisten und nach und nach immer weiter gemacht. Zwischendurch fiel mir dann auch in meiner Wohnung Kleinkram in die Hände und der kam dann auch gleich weg.
    Würdest Du Deine Anfangstätigkeiten auch anderen anraten, die gerade jetzt erstmals das Bedürfnis haben, mit weniger besser zu leben?
    Ich bin meinen Minimalismus mit wenig System angegangen und habe immer mal wieder das aussortiert, was mir einfiel oder in die Hände gekommen ist und bin auch immer noch dabei. Für mich, ist das sehr gut. Ich würde es auch weiter empfehlen, an diejenigen die es nicht so eilig haben und wie ich keine vorgegebenen Systeme mögen.
    Was hälst Du von diesem … jeden Tag ein Teil weniger-Ding?
    Für Leute denen es schwer fällt sich zu trennen, ist dieses System vielleicht nicht schlecht. Ich kann es schwer beurteilen. Für mich ist es eher nichts. Ich habe Tage an denen miste ich gar nichts aus und andere Tage an denen fliegen gleich mal viele Teile raus.
    Dein(e) Gefühl(e) in Zusammenhang mit #minimalismus. Beschreibe sie uns!
    Unabhängigkeit und Freiheit. Glück.
    Was war Dein gefühlt schlimmster “Rückschlag”?
    Ich hatte bis jetzt noch keinen Rückschlag, aber wie gesagt ich bin auch noch nicht so lange dabei und immer noch in der Phase des aussortierens.
    Würdest Du sagen #minimalismus ist eine Lebenseinstellung?
    Ja. Man verzichtet ja bewusst auf einige Dinge und ändert sein Konsumverhalten.
    Was soll das denn sein, das “besser” als Besitz ist?
    Zeit und Freiheit. Meine Lebensfreude ist wieder da, ich fühle mich nicht mehr erdrückt, weil ich statt mich um meine Dinge zu kümmern und shoppen zu gehen mit ganz anderen Sachen beschäftigen kann. Ich bin wieder viel mehr draußen und tue etwas für mich.
    Benenne uns Deine größte Bereicherung, die durchs Minimalisieren geschah.
    Einen anderen Blickwinkel auf mich und mein Leben. Ich vergleiche mich nicht mehr mit anderen Leuten und eifere ihnen nach. Sowie mehr Zeit für mich.
    Was findest Du immer noch hart, bei Deinem minimalistischen leben?
    Dass es mir manchmal nicht schnell genug geht, ich möchte jetzt eigentlich schon viel mehr aussortiert haben und in einer kleineren Wohnung leben, an diesem Schritt arbeite ich aber gerade.
    Was beglückt Dich am meisten, bei Deinem minimalistischen leben?
    Dass, ich endlich wieder bei mir angekommen bin. Ich muss mich nicht irgendwelchen Äußeren Zwängen anpassen und jede Mode mitmachen.

    Gefällt 1 Person

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