Mach’s gut, schöne Shoppingwelt: Minimalismus im Kleiderschrank

Welche Frau kann sich nicht für Shopping begeistern?
Ich. Und ich denke, es geht vielen so. Denn: Wer setzt sich schon gerne stickigen Konsumtempeln aus? Neonlicht und Glitzerwelt mit jungen, überkandidelten – ich liebe dieses Wort – hungerhakigen Elfen, die sich vielsagend anschauen, wenn ich alte Frau (41) mit Kleidergröße 44 – Skandal! – angestampft komme.

Synonym für Erniedrigung: Umkleidekabinen
Winzig und mit Vorhängen, die immer zu kurz sind, egal, in welche Richtung man zieht, sodass ich mich auch gleich mitten im Laden vor den Augen aller ausziehen kann. Denn: Die Warteschlange beäugt schon kritisch mein Vitamin C Depot an Orangenhaut – HORROR!

Der Spiegel schreit mich an: „Schwaaaaanger?“
Wenn ich mich bisher nicht scheiße fand – dann jetzt! Im Neonlicht wirke ich wie ein Zombie: blass und kränklich. Da ich als Südländerin nicht blass werden kann, mache ich mir ernsthafte Sorgen. Also gönne ich mir noch schnell was: Kaufen. Marsch! Ihr seht: perfektes Marketing!

Shopping ist Körperverletzung
Onlineshoppen spart mir Zeit und Nerven. Eine kostenlose Farb- und Typberatung im Netz macht stilsicher und vermeidet Fehlkäufe. Als Wintertyp steht mir schwarze Kleidung am besten. Mit farbigen Accessoires in Hartweiß, Blau, Weinrot, Pflaume, Pink und Grau.

Stilvolle Nachhaltigkeit
Basics, die nie aus der Mode kommen, kaufe ich nachhaltiger und für längere Zeit. Modische Accessoires trage ich in kurzer Zeit auf. So wird keine Kleidung unnötig für mich produziert. Mein Outfit ist einfach, praktisch und gut zu kombinieren. Aufgepeppt durch bunte Röcke, Tücher und elegante Schuhe.

62 Teile oder mein Lieblingsoutfit
Seit 20 Jahren kaufe ich nur noch ein Lieblingsoutfit stapelweise. Gleiche T-Shirts, Sweatshirts. Pullis, Kleider, Jeans. Als Eyecatcher ein paar Solisten: ausgefallene Röcke, Jacken, Handtasche, Rucksack, Skihose, 6 Paar Schuhe. Bis jetzt ist noch keinem aufgefallen, dass ich meistens das Gleiche anhabe. Bei Schwarz fällt das nicht auf.

Wie viel Kleidung braucht der Mensch?

Wie viel Kleidung braucht der Mensch?

Magst du shoppen? Was ist dir wichtig beim Kleiderkauf? Hat Minimalismus deinen Kleidungsstil verändert? Ich freue mich auf deinen Kommentar. Gerne auch mit Foto.    

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5 Gedanken zu “Mach’s gut, schöne Shoppingwelt: Minimalismus im Kleiderschrank

  1. Uih, schön, dass Du auch hier schreibst.
    Ich war noch nie ein Shopping-Fan, doch ich merke zunehmend, wie schlecht „normale“ Geschäfte meine Bedürfnisse erfüllen. Ich kaufe oft 2nd Hand ein, das ist sicher zeitaufwändiger als online und funktioniert in der Regel besser für Eyecatcher als Basics.

    Ich habe in den letzten Monaten gemerkt, wie viel einfacher eine minimalistische Garderobe das Leben macht und hier ueber meinen einfachen Kleiderschrank geschrieben. Die Garderobe ist ein Bereich in dem für mich Weniger auf jeden Fall Mehr ist. Es wird mit der Zeit immer einfacher.

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  2. Meine Alternative ist der Tauschmarkt/Gratisbazar bzw. Kostnixladen – hier finde ich meine Lieblingsstücke und kann dafür Kleidungsstücke tauschen, die ich nicht mehr mag.

    Für mich ist das die perfekte Alternative zu „Neonlicht und Glitzerwelt mit jungen, überkandidelten hungerhakigen Elfen“

    lg
    Maria

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  3. Oh ich verabscheue shoppen, aber so richtig. Allerdings haben die meisten Läden glücklicherweise sowieso nicht das, was ich gerne anziehe 😉 Wo ich gerne kaufe, da ist es stressfrei, da guckt niemand auf meine Orangenhaut, und die Leute sind freundlich und ruhig. Gut, diese Hippieläden sind nicht jedermanns Sache, aber ich habe schon den ein oder anderen Lieblingsladen. Und glücklicherweise sind die weit weg, so an die 600 Kilometer 😀
    Ansonsten hasse ich shopping abgrundtief. Ich gebe gut acht auf meine Schuhe, denn Schuhe kaufe ich noch viel weniger gern.
    Gut daß es nicht nur mir so geht.

    Liebe Grüße,
    Sandra

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  4. Ich mag auch nicht shoppen gehen. Nicht mehr. Früher in meiner Jugend schon, aber ich brauche bei Oberteilen mehr als Größe 44 und dann macht das Einkaufen erst recht keinen Spaß. Ich trage teilweise Kleidung für Schwangere, obwohl ich nicht schwanger bin. Aber die passt mir am Besten.
    Aber momentan kaufe ich möglichst nichts. Wenn etwas kaputt geht, überlege ich, ob ich nicht noch genug Alternativen habe. Will mehr Secondhand kaufen, aber bisher habe ich dort eher nichts gefunden.
    Wir sind übrigens scheinbar der gleiche Farbentyp. Ich habe zwar keine Beratung gehabt, aber das sind die Farben in denen ich mich am Wohlsten fühle.
    Seit ich wieder zu Schwarz als Hauptfarbe zurückgekehrt bin, fühle ich mich wohler und das zusammenstellen der Kleidung jeden Tag ist einfacher.
    Aber ich benötige bisher noch viel mehr Schrank als du. Auch, weil es einige Kleidungsstücke gibt, von denen ich mich noch nicht trennen mag.
    Schön, von dir mehr zu lesen!
    Nanne

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  5. „Neonlicht und Glitzerwelt mit jungen, überkandidelten – ich liebe dieses Wort – hungerhakigen Elfen, die sich vielsagend anschauen, wenn ich alte Frau (41) mit Kleidergröße 44 – Skandal! – angestampft komme.“
    Keine Sorge, Shopping macht auch mit 26 Jahren und Kleidergröße 34 keinen Spaß. Ein frustrierender Spießrutenlauf aus „passt nicht“, „Material unangenehm auf der Haut“ und ähnlichen Problemen.

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