Durchaus verzichtbar: Die Spülmaschine und der Urlaub zu fünft

spuelmaschine

Ich hatte ja angekündigt, dass es eventuell eine Fortsetzung geben wird zu meinem Post zum Thema Spülmaschine. Nun will ich also mal kurz schreiben, wie das war, im Urlaub, zu fünft, ohne Spülmaschine.

Kurz gesagt: Es war gar nicht schlimm!

Zum gemeinsamen Frühstück gab es meist Brötchen, da fielen fünf kleine Teller, fünf Messer, zwei Kaffeetassen und eventuell noch maximal 2 Kakaotassen an. Spülzeit: höchstens fünf Minuten, in denen auch die zwei oder drei kleinen Schüsselchen vom ersten Frühstück (die Frühaufsteher unter uns – also die Erwachsenen und der Sohn – hatten oft schon ein kleines Müsli vor dem eigentlichen Frühstück) gleich mit gewaschen wurden.

Als Mittagessen hatten wir zum Beispiel Pellkartoffeln oder auch Spaghetti mit Veggie-Bolognese. Also schon ordentlich gekochte Sachen. manchmal auch einen Salat dazu. Abwasch: fünf Teller, fünf Messer/Gabeln/Löffel, eventuell ein oder zwei Töpfe, die Salatschüssel, ein Schneidbrett und ein großes Messer. Spülzeit: vielleicht 15 Minuten.

Abends gab es dann meist wieder Brote. Wenn es mittags keinen Salat gab, dann spätestens abends. Abwasch war dann wie zum Frühstück und vielleicht halt noch die Salatschüssel dazu, also auch leicht in wenigen Minuten machbar.

Ich gebe zu, wir haben nicht täglich gekocht. Wir waren einmal unterwegs essen, als wir einen Ausflug nach Eisenach gemacht haben. Wir waren zwei Mal Pizza essen, weil die Pizzeria im Ort sehr gut und sehr preisgünstig war. Wir haben einmal unterwegs Pommes (bzw. die beiden Kleinen wollten lieber belegte Brote vom Bäcker) als Essen gekauft. Aber auch an den Kochtagen hat sich nicht so viel Geschirr und Besteck summiert, dass uns das Spülen Ewigkeiten an Zeit gekostet hätte.

Es gab auch keinen Spülplan. Ich halte nichts von solchen Spül- und Putzplänen. Wir Erwachsenen haben schnell gespült. Manchmal hatte von uns Erwachsenen einer etwas anderes zu tun, dann wurde eines der Kinder aufgefordert mitzuhelfen. Da es sich wirklich nur um vielleicht fünf Minuten Aufwand gehandelt hat, war das auch nie ein Problem.

Was es bei uns aber auch nicht gibt, was in einem Kommentar gesagt wurde: fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag. Gibt es weder im Urlaub noch zu Hause. Also, klar darf jeder essen, wann er will und Hunger hat. Es gibt aber drei „feste“ Mahlzeiten, manchmal auch nur zwei (Brunch und Abendessen). Wer zwischendrin Hunger hat, darf sich gerne am Obst bedienen oder macht sich eine Schüssel Müsli oder ein Brot.

Das erhöht das Abwaschvolumen nicht wirklich sehr, zumindest nicht so, wie wir es handhaben. Es liegt ein Messer zum Obstschneiden bereit, das genutzt und danach kurz unterm Wasserhahn abgespült wird und dann wieder auf dem Schneidbrett in der Küche auf seinen nächsten Einsatz wartet. In die Spülmaschine kommt das meist am Abend und am nächsten Morgen nehme ich ein frisches, wenn ich die Vesperdosen der Kinder bestücke. Außerdem liegen noch ein bis zwei Messer zum Broteschmieren auf dem Schneidbrett, die alle gemeinsam nutzen. Auch hier sollte das Messer jeweils eigentlich grob gereinigt werden nach Benutzung, oft reicht es ja aber, wenn es am Brot abgestrichen wurde. (Daher gibt es meist zwei: eines für süße Sachen und eines für herzhaftes *ggg*) Auch diese/s Messer wird dann am Abend in die Spülmaschine gepackt und am nächsten Morgen durch ein frisches ersetzt.

Gläser verwenden wir mehrere Tage, da wir eh meist Wasser trinken. Die werden zwischendurch mal schnell per Hand gespült. Tassen für den Kaffee ebenso, die kommen nur einmal pro Woche in die Spülmaschine und werden ansonsten nach Benutzung kurz ausgeschwenkt und neben dem Kaffee abgestellt.

Alles in allem KÖNNTEN wir durchaus locker nicht nur im Urlaub ohne Spülmaschine leben. Wir hätten weniger in den Schränken und kämen trotzdem sehr gut klar. Sollte die Spülmaschine je kaputt gehen, werden wir zwar wohl eine neue bekommen (wir wohnen ja zur Miete), aber ich könnte mir gut vorstellen, es auch mal eine Weile ohne zu versuchen. Mal sehen, ob ich meine bessere Hälfte von einem Versuch überzeugt bekomme… 😉

Als Schlussworte noch das, was mir eine Freundin schrieb: „Wir haben ganz wenig Geschirr und ich spüle mit der Hand. Eher unfreiwillig, weil der Geschirrspüler vor Monaten ausgefallen ist. Aber ich will auch keinen Neuen. Es hat etwas sehr Meditatives für mich.“

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3 Gedanken zu “Durchaus verzichtbar: Die Spülmaschine und der Urlaub zu fünft

  1. Ich finde auch, dass es ganz gut ohne Geschirrspüler geht. Derzeit fällt bei uns manchmal etwas mehr an, weil gerad Einkochzeit ist. Auch wenn ich Kuchen backe muss viel mehr abgewaschen werden. Aber wenn man das immer gleich macht, dann ist das wirklich nicht so viel Aufwand.

    Finde ich super, dass Du im Urlaub so gute Erfahrungen damit gemacht hast!

    lg
    Maria

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  2. Das es ohne Spüli im Urlaub mit fünf Nasen gut funktioniert, kann ich bestätigen.
    Zuhause durften wir das Experiment vier Monate durchführen. Unser Spüli hatte endgültig den Geist aufgegeben. „Das geht auch ohne und wir haben mehr Stellfläche!“ habe ich begeistert verkündet…
    Vier Monate später habe ich aufgegeben. Es gab täglich Streit mit dem Nachwuchs und unsere kleine Küche sah immer rummelig aus, da wir, anders als im Urlaub nicht nach jeder Mahlzeit spülen konnten.
    Mit unserer Neuen ist wieder Ruhe und Ordnung eingekehrt.
    Trotzdem werden wir in (hoffentlich erst) vielen Jahren eine erneute Anschaffung nochmals überdenken.

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  3. Was für ein toller Beitrag! Er spricht mir insofern aus dem Herzen, als ich auch denke, man kann – selbst wenn man verschiedene Getränke über den Tag einnimmt – dies aus einem Gefäß tun. Was mich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht hat, war der Kommentar auf einem Geburtstag, auf den ich eingeladen war: Esskultur entwickle sich aus der Diversifizierung der Teile, aus denen man das Essen entnimmt.
    Nein.
    Esskultur ist, aus unseren Grundnahrungsmitteln mit einfachen Mitteln ein wundervolles Essen zubereiten zu können. Oder?

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