Und was ist nun dieses Wesentliche?

Auch wenn sich das, was (angehende) Minimalisten/innen unter Minimalismus verstehen und die Wege, wie man dahinzugelangen gedenkt sehr sehr unterschiedlich sein kann/können, sind sich viele über einen der Gründe, warum sie sich einer minmalistischen Lebensweise hingeben wollen, einer Meinung.

Vom Grund, minimalistisch zu leben

Dieser oft verlautbarte Grund ist, mehr Zeit für die wesentlichen Dinge des Lebens zu haben. Na ja, Dinge ist vielleicht nicht das richtige Wort dafür. 😉 Zeit zu haben, das zu tun, zu haben, das man als wichtig erachtet. Nicht mehr von Tätigkeiten und Dingen abgehalten werden, die einem als weniger wichtig erscheinen. Soweit so gut. Aber was ist das denn nun, dieses Wesentliche?

Die wesentlichen „Dinge“, was soll das sein?

Die @minimamuse hat, um diesem Wesentlichen auf die Spur zu kommen, in die Twitterrunde gefragt.

Die wesentlichen Erkenntnisse daraus, im Folgenden zusammengefasst und interpretiert.

Den Freiraum ungefüllt lassen

Das war die überraschendste Antwort. Aber auch eine sehr nachvollziehbare. Wenn auch etwas gegen den Zeitgeist, vielleicht. Aber das ist ja ein minimalistisches Leben auch irgendwie (noch). 😉 Die Antwort war, den Freiraum, die gewonnene Freizeit nicht anderweitig nutzbar zu machen, sondern als solche zu belassen. ABER, mit dem Unterschied zu solch ungenutzter Zeit, wie wir älteren sie eventuell noch aus unserer Kindheit kennen, nicht mit einem Gefühl der Langeweile verbunden. Sondern vielmehr mit dem Genuß, des nicht mehr be- und gedrängt seins. Des eben Luft habens, inklusive desm Bewußtsein, dass diese im konventionellen sinnvoll füllbar wäre, das frei lassen aber die eigene Entscheidung ist.

Verückten Ideen und kreativer Ader nachgehen/nachgeben

Oder auch hier

Den über eine minimalistische Lebensweise gewonnenen Freiraum nutzen @DowngradeDeluxe und die @goldgraeberin für solcherlei, das andere als fixe spontane Idee auch manchmal haben. Etwas zu Neues zu lernen, sich etwas anzueignen, für das im Alltagsleben normalerweise kein Platz ist. Bei dem es als Wunsch verbleibt. Ein Begehr, das immer wieder hinausgeschoben wird. Und zwar in der Regel bis zum eigenen Lebensende. Freiraum dieser Art zu nutzen, das können aber nur Menschen, die von ihrer Art her keine Faulen sind. Die etwas bewegen mögen, neue und bereichernde Erfahrungen machen möchten. Und zwar solche, die sie sich selbst erwählt haben.

Ein reicheres Sozialleben führen

Mit Menschen interagieren. Ein weiteres als wentlich empfundenes. Und auch hier wieder, wie bei den ersten beiden Punkten eine kleine Nebenbemerkung mit dabei: Wenn mir danach ist! Dem Wesentlichen inhärent ist anscheinend, dass es selbst erwählt, selbst bestimmt. Kein Unterricht auf einem Instrument, weil die Eltern das als pädagogisch sinnvoll erachten. Keine aufgezwungene Chemie-Stunde. Nein, ich tue das, weil ich es will! Weil es mich interessiert, weil es mich bereichert wenn ich es tue. Und/oder, weil es mir schlicht und einfach Freude bereitet.

Intensiveren und sinngebenderen eigenen Ruhe-Aktivitätsrhythmus leben

Sport und Schlaf. Also zwei „Tätigkeiten“, die genau entgegengesetzt sind. Das eine bedeutet Bewegung, Aktivität, sich anstrengen. Das andere zur absoluten Ruhe kommen. Sich erholen, entspannen. Ausschlafen. Aber genau dieses Gegensatzpaar macht unser Leben im Grunde aus. Diesen Gegensatz können Menschen, die einem minimalistischen Leben frönen, intensiver Leben.

Das was man ohnehin tut, mit mehr Muße tun

Last but not least, die Dinge die man ohnehin tut, wie z.B. das @apfel_maedchen, nämlich studieren (alternativ das einsetzen, was Du ohnehin tust), mit mehr Muße und damit Freude tun.

Und ihr so, die ihr nicht mitgetwittert habt? Was sind für EUCH die Wesentlichen Dinge?

Fragt die @mons7 von den @minimamuse n

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9 Gedanken zu “Und was ist nun dieses Wesentliche?

  1. Hallo!

    Für mich war es wichtig, mehr Zeit für meine Hobbies zu haben, die ich lange Zeit sehr vernachlässigt habe und auch neue Hobbies zu entwickeln.

    Und der zweite wichtige Aspekt war, mehr Zeit zu haben um in die Natur zu gehen, das ist mir auch ganz wichtig.

    Mich weniger gestresst und gehetzt zu fühlen sowie mehr Entscheidungsfreiheit zu haben sind auch wichtiger Antrieb dafür.

    lg
    Maria

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  2. Mit sich im Reinen sein zum aktuellen Zeitpunkt.
    Aktuell achte ich darauf Dingen die mir Spaß machen mehr Zeit einzuräumen bzw. andere Hobbys die ich nur noch aus „pflichtgefühl“ mache zu beenden. Manchmal brauch das auch einen gewissen Grad an Mut, da man Leute enttäuscht oder vor den Kopf stößt aber es lohnt sich. Am Ende richtet sich alles!

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  3. Freiheit und Freiraum – das ist auch meine Antwort. Es muss eben nicht alles bis ins letzte vollgepackt werden. Einfach mal „nichts“ tun. Was bedeutet: In Ruhe ein Buch lesen. Spontan ein Rezept ausprobieren. Kazis verknüscheln… den Mann auch 🙂 Eben einfach Platz haben. Raum für Neues, für das Nicht-Geplante.
    Es einfach genießen (!) nicht mehr (so sehr) „belastet“ zu sein. Gestern habe ich eins meiner Bücherregale gründlich aussortiert und jedes Mal, wenn jetzt mein Blick drauf fällt, kann ich tief und frei durchatmen, es ist so viel Luft, so viel Platz – wohlgemerkt das war erst das erste von vielen Bücherregalen. Hier ist mir der Befreiungsseffekt bisher jedoch mit Abstand am Wirkungsvollsten aufgefallen!

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  4. Hallo mons7,

    ein kleiner Nachtrag zu meinem Tweet, der ein gutes Beispiel dafür ist, dass 140 Zeichen manchmal nicht ausreichen, um einen Sachverhalt zu erklären. Wäre ich nämlich keine Minimalistin, könnte ich gar nicht studieren. Durch den Minimalismus habe ich herausgefunden, was ich wirklich in meinem Leben machen möchte. Und erst durch das Geld, was ich durch die letzten Jahre und das nachhaltig-minimalistische Leben gespart habe, ist es mir jetzt möglich in Vollzeit genau das zu tun, was ich möchte: mein Wissen ausbauen und mich für einen Beruf qualifizieren, der mir am Herzen liegt 🙂 Natürlich tue ich das mit mehr Muße und Zeit als es vielleicht all den Studenten möglich ist, die sich nebenbei aktiv um ihren Lebensunterhalt kümmern müssen.

    Liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

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  5. Draußen sein! Im Garten die feine Zeichnung der Krokusse wahrnehmen, in weiß und zartem violett. Einem Vogel beim Singen zuhören. Im Garten arbeiten – Laub harken hat etwas wunderbar Meditatives.
    Und auch: der Wahrnehmumg meiner Kinder folgen. Mit ihren Augen die Welt neu entdecken. An einer toten Maus nicht achtlos vorüber gehen, sondern sie genau inspizieren. Auf diese Weise ist jeder Weg voller Abenteuer. Wunderbar, wenn man sich dafür Zeit nehmen kann!
    Letztlich heißt das alles: im Augenblick präsent sein!

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