Gibt es so eine Art Phasen auf dem Weg? #minimalismus

Ich mag ja Ordnung, und in allerlei Welterscheinungen Muster erkennen. Deshalb kam ich drauf, ob es nicht so eine Art Phasen der Minimalisierung gibt?

Wie – bei den Meisten – alles anfängt: Zu viel, zu voll, zu sehr!

Irgendwann sind wir alle, die wir uns hier mit dem Minimalismus beschäftigen, ja auf die Thematik gekommen. Meist aus einer inneren Unzufriedenheit heraus. Die einen kommen aus der Richtung, dass ihnen alles zu voll, zu viel war, auf einmal.

Und dann versucht unsereins Wege, Challenges, ja, einfach sich zu berfreien. Z.B. von zu viel Klamotten. Hier ist ein guter Weg das Projekt 333. Wir haben hier drüber geschreiben. Oder mit Hilfe der KunMari Methode hier.

Andere aus einem Mangel heraus. Was ich über die Kommunikation mit euch gelernt habe ist, dass gefühlter Mangel und gefühlter Überfluss ganz unabhängig von einem bestimmten Geldbetrag ist, der einem im Monat zur Verfügung steht. (Außer, man bewegt sich hier wirklich am unteren oder ganz oberen Rand, aber das ist mir eher selten untergekommen, in euren Kommentaren.)

Und dann wurden wir tätig. Wir haben in der einen oder anderen Form „entrümpelt“.

Entweder unsere Haushalte, oder unsere Schulden. Manchmal auch beides. Und irgendwann haben wir das auch geschafft. Gut gemacht!

… und wieder von vorne

Bei manchen von uns (oder vielleicht bei allen?) kamen alte Verhaltenssmuster, obwohl wir unseren geschafften Platz total befreiend und super fanden, wieder durch. Die Kunst ist es also, den geschaffenen Freiraum auch zu erhalten. Und bei dem einen oder andern braucht es dazu halt den einen oder andern Durchgang. Aber irgendwann ist man dann soweit. Man hat es geschafft. Sich Strategien angeeigent, nicht dauernd, bloß weil man vielleicht mal traurig ist, einkaufen zu gehen. Man kann den Werbeprospekten, so die überhaupt noch an einen rankommen, widerstehen. Man hat es, oder zumindest diese erste Hürge, geschafft.

Geschafft! Und jetzt? Dabei bleiben…

Ja. Dabei bleiben. Manche von uns werden dann immer radikaler. Das führt bei wiederum anderen in anderen Lebensumständen zu ein bisschen Stress. Aber Stress ist es ja gerade, was wir nicht fördern wollen. Deshalb. Jeder nach seiner Manier. Und in seinem Umfang, was den Minimalismus betrifft. 🙂

Und dann… weg vom Materiellen … hin zu?

Ja. Was macht man, wenn man auf einmal Zeit, Geld, Leben hat? Auch darüber gibt es auf der MinimaMuse was zu lesen. Aber was Du dann machst, das solltest Du für Dich selber fragen/ wissen/ entscheiden/ erarbeiten/l ernen/ einfach machen. Lass uns teilhaben daran, im Kommentar. Die 4 Minimamusen plus Leser und Leserinnen freuen sich darüber! 🙂

Ergo

Der Weg, den Menschen gehen, die langfristig minimalistisch leben wollen, geht über 1) Entrümpelung über 2) Konsolidierung zu 3) ihr ganz Eigenes quer zum Minimalismus findend.

Oder was meint ihr? Entspricht das in etwa dem Weg, den ihr gegangen seid? Oder gibt es keinerlei Regel/Ordnung, wie Menschen mit der Haltung des Minimalismus – nicht enden, aber – ankommen?

Fragt sich

@mons7 von der Lernspielwiese.

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8 Gedanken zu “Gibt es so eine Art Phasen auf dem Weg? #minimalismus

  1. Ich denke diese 3 Schritte treffen ziemlich gut zu auf Minimalismus. Irgendwann kommt jeder an den Zeitpunkt wo alles reduziert und konsolidiert ist. Momentan befinde ich mich in Phase 3, dem was nach dem Minimalismus kommt, wenn man diesen Lebensstil übernommen hat.
    Ich habe mich nachdem ich Phase 1 und 2 abgeschlossen habe auf eine Reise aufgemacht. Zuerst war nur ein halbes Jahr geplant, nun bin ich schon 2 Jahre unterwegs. Ich denke wenn man dem Minimalismus folgt sind Dinge wie eine Weltreise auf einmal nicht mehr unmöglich, sondern sehr real umsetzbar, wenn man sich einer guten Gesundheit erfreut. Natürlich braucht auch das eine gewisse Vorlaufzeit, aber es ist möglich.
    Bin schon sehr gespannt wie das mit dem Minimalismus weiter geht wenn ich wieder zurück komme.

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  2. Das Buch „Choosing Simplicity“ ist da ganz interessant. Hier werden ganz viele verschiedene Minimalisten und ihre Geschichten vorgestellt: wie sie zum Minimalismus kamen, wie es ihnen damit ergangen ist. Manche sind auch durch Ereignisse zum Umdenken gekommen – Minimalismus hilft ja auch, einfach mal anzuhalten in der „Rush Hour des Lebens“ und zu überlegen, was möchte ich eigentlich wirklich im Leben erreichen?
    Ich bin auch dadurch zum Minimalismus gekommen, weil ich mit meinem Leben und dem Stress darin nicht mehr zufrieden war: es ging mir nicht nur um die Ordnung zu Hause, auch um meinen Beruf, meine Freunde – alles war stressig, auch weil ich drei Kinder habe :-). Jetzt bin ich auf einem guten Weg: bin immer noch am aussortieren (durch die Kinder kommt immer neues dazu), habe den Job aufgegeben und mich selbständig gemacht, um mehr Zeit für die Kinder zu haben, und treffe mich nur noch mit Freunden, die mir wichtig sind. Jetzt geht es mir schon besser, ich bin aber noch nicht am Ende. Minimalismus ist stetige Entwicklung für mich 🙂

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    • Liebe Sina,
      diese stetige Entwicklung ist es wahrscheinlich, die es so interessant macht, von und über euch zu lesen. Das Leben und die Haltung bleiben nicht irgendwann stehen und sind sozusagen eingefroren zu einem Dogma geworden. Nein, lass uns #minimalismus weiter leben. 🙂
      LG
      m

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  3. Das Pferd kann man aber auch von hinten aufsatteln, wenn das richtige Ziel dahinter steckt.

    Ich träume seit meiner Kindheit von einer Reise mit dem Segelschiff. Als Freund grüner und nachhaltiger Ideen, war mir zwar Konsum immer suspekt, aber trotzdem wurde mitgemacht. Und es sammelt sich viel an (wem sag ich das). Vor fast 10 Jahren fing ich an, meinen Traum umzusetzen. Mit viel Arbeit und viel sparen, und der Gewissheit, dass am Schluß nur 14 qm Platz zum leben bleibt. Damit fiel Punkt 2 komplett weg. Obwohl nicht ganz, denn als mir die Schufterei an dem alten Boot zuviel wurde, und ich nicht mehr an die Verwirklichung des Traumes geglaubt habe, bin ich einmal! für mich Power-Shoppen gegangen.

    Ich geb aber zu, daß ich zweimal im Jahr mit meinen Töchtern oder Nichten bummeln geh und ihnen was Hübsches oder Praktisches, aber immer hochwertiges kaufe. So kann ich meine Bedürfnis nach shoppen stillen und mach anderen ne Freude. Einkaufen als seltenes persönliches Event.

    Also es geht auch: 1) das richtige Ziel, ein Traum 2) erste Entrümpelung 3) Rest leert sich über den Zeitfaktor

    Beste Grüße
    Ulli

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