Minimalismus ist kein Wettbewerb

Minimalismus soll sich gut für dich anfühlen
Es ist ein Prozess über Jahre. Jeder findet dabei seinen eigenen Weg. Sich von innen und außen keinen Druck zu machen, finde ich wichtig. Nur 100 Dinge zu besitzen, wäre nicht meins. Eigentlich geht es auch gar nicht um die Gegenstände, sondern um das, was in deinem Kopf und Herz passiert. Und dass du wieder deine Sehnsucht spürst und was nur dich ausmacht.

Minimalismus soll Spaß machen
Mit weniger auszukommen ist für viele eine Befreiungserfahrung. Das muss auf dich aber nicht zutreffen. Mach dir auch da bitte keinen Druck. Ich habe z. B. keine Sehnsucht nach einem einfachen Leben. Mein Minimalismus war immer, Abläufe zu optimieren und mir dadurch das Leben zu vereinfachen.

Wie denkt ihr darüber? 

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21 Gedanken zu “Minimalismus ist kein Wettbewerb

  1. Hallöchen,
    herzlichen Dank für diesen Beitrag! Der kam gerade zur rechten Zeit, denn ich habe mich just dazu entschlossen, auf diesen Zug aufzuspringen und minimalistisch zu werden. Und ich sehe das genauso!
    Dennoch, wenn man Blogs und Kommentare über Minimalismus liest, bekommt man manchmal schon ein bisschen Beklemmungen…
    Da tut ein solcher Beitrag richtig gut, und er bestätigt mich in meiner Überzeugung, das ganz nach meinem eigenen Befinden anzugehen. Nicht nur, den überflüssigen Ballast loszuwerden, sondern vor allem auch die Reise zu machen und zu erleben, wie mich das selbst verändert.
    Es ist mein Weg, den nur ich gehen kann, und ich werde sehen, wo er mich hinführt.

    Vielen Dank also nochmal!
    Liebe Grüße aus Hamburg
    Alexa

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  2. Ich denke genau so. Zwar habe ich aus Büchern wie die von Miss Minimalist und Marie Kondo wertvolle Tipps entnommen, aber so radikal möchte ich das für mich nicht, kann es auch gar nicht. Das ist auch der Grund, warum ich an keiner sog. ‚Challenge‘ teilnehme. Ich mag nicht nur 100 Bücher besitzen oder 30 Kleidungsstücke benutzen oder jeden Tag ein Teil entsorgen. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Genau so ist das.
    Liebe Grüße von meinem Weg zu deinem 😉
    Ingrid

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      • Ich denke, auch Vorräte sollte man mit Sinn und Verstand anlegen, nämlich nur das, was man sonst auch isst. Ich brauche z.B. keine Wurstkonserven (überhaupt keine Dosen wegen der Beschichtung), auch kein Knäckebrot. Irgendwann sind die Sachen nämlich ‚fällig‘ und dann muss man sie essen, wenn man sie nicht wegwerfen will.
        Eingeschneit? Echt?

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  3. Ich denke es ist so wie mit allem eigentlich – sich das nehmen, was zu einem passt und den eigenen Weg gehen.

    Bei mir ist das auch so in Phasen, mal intensiver, dann wieder den Status halten und dann wieder mal intensiver oder gar eine Auszeit davon. Es ist sicher auch einiges ausprobieren dabei. Selbst wenn man älter ist heißt das nicht, dass man alles weiß!

    lg
    Maria

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  4. Ich sehe das auch so, dass jede/r seinen/ihren eigenen Weg finden muss. Ich hab vor einiger Zeit Fotos von der Wohnung von Joshua Becker gesehen. Ich fand sie total unwohnlich. Ich will kein Gerümpel herum stehen haben, ich will nichts, was mir den Blick verstellt, ich will meinen Kopf entrümpeln aber ich will in meinem zuhause eine gemütliche Atmosphäre. Das können gepflückte Blumen in einem Glas sein, oder ein schönes Bild an der Wand. Dinge mit denen ich etwas verbinde, die eine Seele haben. Das passt für mich trotzdem gut zusammen. Mein persönlicher Zugang eben.

    Liebe Grüße,

    Birgit

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  5. Hallo Tanja,
    in dem Text finde ich mich auch total drin wieder und mal wieder wunderbar auf den Punkt gebracht. Den Leistungsgedanken in den Minimalismus einzubringen ist sowas von unsinnig. Dann gehts ja auch nicht mehr um Minimalismus, sondern der Minimalismus ist das Vehikel um sich selbst irgendwie besonders toll zu finden, sich von anderen abzuheben oder sonstwas. – Aber es gibt Leute, denen geht es mit maximal einem Rucksack an Zeugs supergut. Manchmal träume ich ebf. davon: Bloß weg mit dem ganzen Krams. Aber: Richtig durchdacht ist das dann auch Unsinn, zumindestens für mich. Ich will nicht immer Essen gehen, nur weil ich dann keinen Kochtopf Zuhause brauche – schon gar nicht, wo ich ohnehin Theater mit Allergien habe. Dann lieber ein paar Teile mehr. Minimalismus ist nunmal nicht um seiner selbst Willen da, sondern um das eigene Leben schöner, entstresster und passender zu gestalten.

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    • Hallo Gabi,
      fand ich nicht sexy, als ein Mann vor 15 Jahren meinte, „wenn du was essen willst, bring dir einen Teller mit. Ich hab nur einen.“ Der extreme Minimalismus geht mir dann zu viel in die Kulturhandlungen rein wie Gastfreundschaft, kochen, schenken.
      Liebe Grüße – Tanja

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  6. Hallo Tanja,

    Dein Text regt mich zu einer „Gegenrede“ an – daran feile ich noch, mal schaun, wann ich auf „Veröffentlichen“ klicke… 😉 Ich finde nämlich auch, dass Minimalismus Spaß machen soll, und ich finde, dass es völlig in Ordnung ist, wenn jemand als kleine Motivationsspritze ein bisschen Gamification in sein/ihr Leben holt und das Ganze in eine Art Wettbewerb mit sich selbst (Neudeutsch: Challenge) packt und andere zum Mitmachen einlädt. Dabei geht es meines Erachtens nie um ein Gegeneinander (à la „wer ist besser/schneller/weiter?“), sondern um ein Miteinander, einen Erfahrungsaustausch.

    Aber wie gesagt, ich arbeite noch an einer ausführlichen „Stellungnahme“. 🙂

    Liebe Grüße
    Dörte

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    • Hallo Dörte,
      ich bin sehr gespannt auf deinen Text. 🙂 Und ich freue mich auf Gartenbilder und -berichte von dir. Bei Blumenkauf muss ich mich eher zurückhalten. Seit ich mal in der Altstadt wohnte, sehr betonig, genieße ich unterwegs jedes Pflänzchen.
      Liebe Grüße – Tanja

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  7. An einem Wettbewerb wie „zehn Sachen weg in zehn Tagen“ kann ich mich nicht beteiligen, weil ich nicht mehr so viele Sachen habe, die ich weggeben kann. Ich bin bei meinem ersten „Tiefststand“ angekommen. Momentan fühle ich mich wohl. Das ändert sich bestimmt in einigen Wochen, wenn ich wieder Sachen loslassen kann oder möchte.
    Jetzt ist innerliches Loslassen gefragt. Manche Gewohnheiten ändern sich leicht, manche schwerer. Solange ich mich wohlfühle, ist alles im grünen Bereich.

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  8. Danke für die Erinnerung! Gerade bei dem Trend alles zu zählen, ist der Vergleich mit anderen Minimalisten natürlich naheliegend. An manchen Tagen kann das zur Alles-oder-Nichts-Mentalität beitragen.

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  9. Hallo Tanja,

    ich bin noch nie auf die Idee gekommen, meine Dinge zu zählen. Das artet wahrscheinlich auch schnell in Zerlegung in Hundertste und Tausendste aus. Ich glaube, so wirklich als Wettbewerb versteht das auch keiner, oder? Zumindest fällt mir spontan kein Beispiel ein.

    Was ich mir aber gut vorstellen kann, ist dass es ein unglaublicher Antrieb für viele Menschen ist, wenn sie sehen: „Klaus-Gunther lebt mit 100 Gegenständen und lebt jetzt viel bestimmter und intensiver, unbeschwerter und freier. Das will ich auch!“ Und dann hat man im Kopf so eine Vision, wie man sein Leben neu gestalten möchte.

    Oder was denkst du?

    Alles Liebe,
    Philipp

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  10. Größeren Ansporn gibt der Artikel : „Klaus-Gunther lebt mit 100 Gegenständen weniger und ist zufriedener, freier und besser drauf“. Denn mal schnell 10 unnötige, kaputte oder sinnlose Gegenstände auszumisten, stellt in den meisten normalen Haushalten, die wir auch einmal hatten, keine wirkliche Herausforderung dar.
    Ich behaupte sogar, dass diese erste Ausmist-Aktion innerhalb weniger Minuten erledigt ist. Auch 100 Gegenstände lassen sich innerhalb eines Tages finden.

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  11. Hallo Tanja!
    Minimalismus ist ein Thema, dass mich derzeit auch sehr bewegt und zu dem ich einige Geastbeiträge verfasst habe.

    Mich stört etwas, dass so ein persönlicher Prozess teilweise als Trend vermarktet wird. Und das dann auch noch leider ziemlich humorlos. Mein nächster Beitrag hat die Überschrift: „Lebensfreude ist eine todernste Angelegenheit“. Den Artikel habe ich mal den größten Fischen im Minimalismusbecken angeboten. Sehr lustige Absagen sind da gekommen! 😉 Man achtet doch sehr auf eine gewisse Bloghygiene.

    Das Leben ist bunt und kann tatsächlich Spaß machen. Da ist Minimalismus kein Hinderungsgrund.

    Gruß Axel

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    • Ja, ich spiele in einer Band. Das ist die ganz große Rockstar-Nummer, nur halt ohne Koks und Nutten. Musste ich meiner Frau versprechen und zudem wäre das auch irgendwie voll 80er.

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