Was wir alles haben.

Die Entrümpelungsphase habe ich hinter mir gelassen. So freue ich mich immer wieder. Denn im Grunde meines Herzens mag ich wegwerfen überhaupt nicht.

Ich denke ….. …. ich dachte, dass ich nun, da ich nunmehr im Verhältnis zu früher recht wenig an Dinglichem besitzte (ja, ich kann sogar aus dem Stand meine 9 Paar Schuhe aufzählen, die ich besitze), wüsste, was ich denn so besitze.

ABER.

Es geschah heute. Aus einem gewissen Anlass heraus handelte ich meiner #project333-Regel zuwider, um heute etwas anderes anzuziehen. Ich griff also in die Kiste verbleibender Kleidung, derer Kleidung, die nicht gerade zur aktiven Nutzung sich in meinem Schrank befindet, um ein nobles Jackerl herauszuholen. Dies hatte keinen Eingang in die 33 gefunden, da es vorne nicht zu verschließen ist. Es hat keine Knöpfe.

Ich mag das nicht. Wenn ich ein Jackerl offen lassen will, dann stören doch die Knöpfe nicht daran. Und in mir grummelt es dann, dass wohl der Produzent die Knopflöcher und die Knöpfe einfach weggelassen hat, um Geld zu sparen (was stimmen mag oder auch nicht).

Aber zum Punkt.

Ich ziehe also heute knopfloses Jackerl an, um mich über die fehlende Verschlussmöglichkeit zu ärgern. Spontan klappe ich meinen Laptop auf, rufe dawanda auf, surfe nach selbstgemachten Broschen, die ich dazu verwenden könnte, das Teil wieder liebbar für mich zu machen. Ich werde fündig. Schließe aber den Browser bevor ich kaufe, denn so habe ich es mir durch lesen eurer Tipps zum minimalistischen Leben angeeignet. Ich bin sehr stolz auf mich.

Aber jetzt wirklich zum Punkt.

Ich weiss nicht was mich reitet. Ich gehe zu meinem Schmuckkasten, in dem sich nunmehr fünf Stücke befinden sollten. Ich mache ihn auf, schiebe die Stücke hin und her…. da blinkt mich von unten rechts eine kleine Engels-Brosche an. GENAU! Die hatte ich doch zu Weihnachten von meiner Nachbarin – aus Gründen – geschenkt bekommen. Ich erinnere mich sofort daran, dass ich den Impuls hatte, ihr von meinen minimalistischen Tendenzen zu erzählen. Mir dies dann aber verkniffen zu haben, und mich doch irgendwie über die Geste gefreut hatte.

Engels-Brosche

Und das Teil dann kurzerhand in meine Schmuck-Schatulle verstaut hatte.

Kann es sein, dass wir gar nicht wissen, was wir alles haben?

Nachklapp. Doch, ich kenne Menschen, die viel mehr haben als ich. Die auch wissen was sie haben. Und wo sich jedes Teil gerade in ihrem Hausstand befindet. Ich bin offensichtlich nicht so. Und wohl auch deshalb zur Minimalistin geworden.

Ihr so? Eure mons.

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3 Gedanken zu “Was wir alles haben.

  1. Ich habe es mir zur Regel gemacht, IMMER zuerst nachzusehen ob ich das, was ich mir gerade in den Kopf gesetzt habe, bereits besitze ODER etwas ähnliches zweckentfremdet verwenden kann.

    Mehrfachnutzen von Dingen ist mein allerliebste kreative Beschäftigung geworden 😉 (also was kann ich für etwas anderes auch noch nutzen und ersetzt möglicherweise dadurch ein anderes Teil)

    lg
    Maria

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  2. Ich hab’s auch von Maria übernommen. 1 Jahr lang hab ich Dinge nur aufgebraucht. Seitdem lebt es sich ganz anders. Man kriegt auch einen ganz anderen Bezug zu den Dingen. Wobei ich leider sagen muss, dass ich die meisten Fehlkäufe wegen Allergien habe. Die neuen Salatschüsseln und ich, das wird wieder nix. Im Edelstahl ist wieder Chrom oder Nickel. Ich werde doch nur noch Glas kaufen und das hat bei mir keine lange Haltbarkeit. Genauso mit Seifen. Hatte wieder 2 in Bioqualität. Ich bleibe bei meiner teuren Allergieseife. So macht shoppen natürlich keinen Spaß! Vielleicht finde ich es deshalb auch so LÄSTIG und bin froh, wenn ich nichts brauche!!!! Ich überlege mir immer erst 3 Argumente dagegen, wie mich ein Produkt enttäuschen könnte, bevor ich was kaufe.

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  3. Hallo Monsi,

    ich hatte auch grad so ein Schmuckstück-Erlebnis und trage seit ein paar Tagen im Rahmen meiner Project 333 Challenge – mit wachsendem Glücksgefühlen – mein 34. Stück: eine türkis-farbene Perle an einer schlichten Silberkette. Ein kombiniertes Geschenk zweier lieber Freundinnen (Kette von der einen, Perle von der anderen), zu denen ich den Kontakt ein wenig verloren habe, den ich in diesem Jahr jedoch gern wieder aufleben lassen möchte. #hach

    Ansonsten kann ich nur sagen: Ich miste zurzeit derart gründlich aus, dass ich bald wirklich jeden Gegenstand, den ich besitze, einmal in die Hand genommen habe. Wirklich Erstaunliches ist dabei zum Vorschein gekommen (keine Details…).

    Ich freue mich auf den Tag, an dem ich alles, was ich besitze, in einem Raum überblicken kann. DAS ist tatsächlich, das habe ich in den letzten Tagen gemerkt, meine persönliche Vision (ohne darüber nachzudenken, ob das dann 100 oder 1.000 Gegenstände sind).

    Liebe Grüße
    Dörte

    PS: Der gestrige Gedanke aus unserem Telefonat lässt mich nicht mehr los… 😉

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