Minimalismus: Gebt ihr weniger Geld aus?

Wenn man weniger kauft und nur noch das, was man braucht, multifunktionale Dinge besitzt, spart man bestimmt Geld. Ich denke, wir kaufen durch Minimalismus aber auch hochwertigere Dinge. Oder? Wenn ich den Preis für meine Seife sehe oder was das Jojoba-Öl kostet, frage ich mich öfter, ob es mir das wert ist. Ja, ist es mir!

Oder bei Outdoor Sachen. Auch da hab ich die Marke gewechselt. Hochpreisiger. Dafür hält die Kleidung auch länger und die Winterjacke wiegt nur 500 g. Spart man dann wirklich Geld? Was meint ihr? Wie ist eure Erfahrung? Reich werden wir sowieso. An anderen Dingen.

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15 Gedanken zu “Minimalismus: Gebt ihr weniger Geld aus?

  1. Ja, ich spare Geld, weil ich wesentlich bewusster konsumiere, d.h. gleichzeitig auch wesentlich weniger. Ich trage Sachen länger, ich benutze Sachen länger. Dieses Jahr möchte ich gar keine Bücher mehr kaufen, damit spare ich auch Geld. Ja, manchmal kaufe ich auch stattdessen Sachen, die teurer und qualitativ besser sind, aber letztlich spare ich. Das möchte ich auch, das ist eins meiner Ziele.

    Dieses Jahr will ich speziell an Ausgaben für Süßigkeiten sparen :o)
    Liebe Grüße
    Nanne

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  2. Bessere Qualität ist im Endeffekt günstiger als Billigware. Man trägt die gute Kleidung länger und benutzt gut gemachte Dinge länger. Ich werde den Minimalismus aber nicht leben. Ich gebe mein Geld meistens mit Bedacht aus. Und doch ist es gerade dann ein Genuss, wenn ich mir dann doch ein gutes Buch kaufe (z. B. den Ausstellungskatalog der Pompeji-Ausstellung hier, der mich mit Wissen und Eindrücken versorgt, die mir das Internet nicht bieten kann) oder wenn ich mir den Ausflug nach Rom gönne. In meinen Augen scheint mir der Minimalismus auch ein Verzicht auf Genuss und Lebensqualität zu sein. Ich arbeite und habe mir meinen Lebensstil samt Büchern, 5 Töpfen im Schrank und unterschiedlichen Gläsern für unterschiedliche Getränke usw. verdient. Trotzdem ist es immer wieder anregend, deinen Blog zu lesen, und ich nehme auch die eine oder andere Anregung mit.
    LG
    Ulrike

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  3. Ich denke man spart eine ganze Menge durch Minimalismus – wenn man möchte! Wenn man hochwertig kauft, dann kauft man nur einmal. Ausserdem fallen ganze Kategorien von Dingen weg, die man als Minimalist einfach nicht mehr kauft, das ist je nach Minimalismus unterschiedlich zum Beispiel können dies Dekoartikel sein, oder Bücher.

    Für mich gehören auch Kleidung mit dazu, da ich erst neue kaufe wenn die alte beschädigt ist und ausserdem Kosmetika, denn die brauche ich konsequent auf bevor ich neue kaufe (hätte mir das jemand vor 4 Jahren gesagt hätte ich ihn ausgelacht). Alles spontane Kaufen fällt weg und da auch Kleinvieh Mist Macht kommt da schon einiges zusammen was man potentiell sparen kann.

    Auf der anderen Seite sind durch meinen Lebensstil andere Ausgaben entstanden, die zwar nicht unbedingt direkt dem Minimalismus zuzuschreiben sind (weil man auch ohne Weltreise Minimalist sein kann) aber für mich dazu gehören, so wie eben das Reisen oder Ausgaben für Erlebnisse/Essen.

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  4. Hallo Tanja,

    gute Frage! Ich persönlich gebe deutlich weniger Geld aus, seit ich einfacher und bewusster lebe. Kann das ganz gut nachprüfen, da ich über mehrere Jahre immer wieder Haushaltsbuch geführt habe. Bei mir sind es über 500 Euro im Monat, obwohl ich mittlerweile sehr auf Qualität achte, viel Bio- und nachhaltige Produkte kaufe.

    Viele Grüße

    Christof

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  5. Liebe Tanja,
    Du fragst mich persönlich, ob ich über meine minimalistische Lebenshaltung weniger Geld ausgebe. Und nur aus dieser Perspektive kann ich antworten. Also ich, ich persönlich, gebe wesentlich weniger aus. (Was auch gut so ist, da – minimalistisch wie ich bin 😉 auch viel weniger einnehme seit einiger Zeit.)
    Ich frage mich gerade, woher das wohl kommt? Dies meine ersten Gedanken dazu:
    1. Viele Sachen schaffe ich, nach einiger Überlegung, erst überhaupt gar nicht mehr an.
    2. Äußere ich laut mein Begehr eines Dinges in meiner unmittelbaren Umgebung ein paar Tage lang, bekomme ich immer einige Angebote, das Geschenkte vom Dachboden des Anbieters geschenkt zu bekommen oder auch auf unbestimmte Zeit geliehen.
    3. Da ich meine Sachen jetzt besser pflege und behandle, halten sie irgendwie länger.
    4. Da ich mich auf zwischenmenschliche Erlebensabenteuer verlegt habe, habe ich gar nicht mehr so die Gelegenheit, viel für ein Produkt auszugeben.
    Ist das jetzt alles Rationalisierung?
    Fakt jedoch ist: Obwohl ich wesentlich weniger einnehme, bleibt jetzt am Schluss was übrig.
    Und das ist der Beweis.
    Eine minimalistische Lebenshaltung schafft finanziell Luft. Zumindest bei mir.
    🙂
    LG m

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  6. Ich kaufe ja immer lange gar nix und dann einen ganzen Berg. Wo ist denn dieser Dachboden, Mons? Ich musste gerade so lachen. Ich finde Entspannung so unbezahlbar, dass ich auch für weniger Einnahmen sorge. 🙂 Fehlkäufe sind sehr viel weniger geworden und Produktenttäuschungen. Wahrscheinlich spare ich auch viel Geld. Ich frag mich nur, wo es ist. 🙂

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  7. Solange ich mein Budget nicht überschreite, rechne ich nichts aus oder so. Aber meinem Gefühl nach gebe ich mehr aus als früher. Wahrscheinlich weil ich nie viel gekauft habe, deshalb waren meine Ausgaben auch früher schon nicht allzu hoch. Aber auch weil ich noch in der Investitionsphase bin. Ich baue eine Basis an hochwertigen Klamotten etc. auf, kaufe die Bücher ide ich lesen möchte und würde nicht auf die Idee kommen einem Hobby aus Geldgründen nicht nachzugehen (solange es sich im zu rechtfertigenden Rahmen liegt natürlich). Außerdem esse ich sehr viel Obst und Gemüse und fast alles in Bio-Qualität. Ich könnte meine Ausgaben bestimmt halbieren, aber momentan sehe ich keinen Grund dazu. Es ist eine bewusste Entscheidung, die ich treffe, weil Geld mich auf der Bank nicht glücklich macht. Ich investiere in mich und das ist eine ganz andere Größenordnung 🙂

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  8. Hallo Lina, in manchen Bereichen hab ich mir auch erst mal Basics angeschafft, Z. B. 60 Gläser und Flaschen, als ich auf plastikfrei(er) umgestellt habe. Oder wenn ich jetzt eine Pflanze kaufe, verschenke ich noch eine. Wir genießen halt jetzt das Leben. Und verschenken Lebensfreude. Für Freizeit gebe ich nie was aus. Das fällt mir dann schon gar nicht mehr auf. 🙂

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  9. Ich gebe nicht weniger Geld aus. Jedenfalls nicht nennenswert. Allerdings ließ ich es bis jetzt noch nicht darauf ankommen. Das könnte für mich wichtiger werden, wenn ich fortgeschrittene Minimalistin bin :-). Bisher gebe ich für einige Dinge gar kein Geld mehr aus, für andere dafür etwas mehr. So spare ich z.B. kein Geld für gedruckte Bücher, weil ich seit ich eBooks für mich entdeckt habe, mehr lese als früher und auch wieder mehr Bücher kaufe. (Gerne würde ich die dann auch wieder weiterverkaufen, aber ob und wie das gehen könnte, ich weiß es noch nicht.) Außerdem gebe ich mehr Geld für Erlebnisse und gemeinsame Unternehmungen aus. Auch für hochwertigere Kleidung. Für mich ist das eine Frage, welche Art von Minimalismus man lebt und wozu. Man kann durchaus Geld sparen, muss aber nicht.

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  10. Für hochwertigere Dinge gebe ich mehr Geld aus, dafür kaufe ich weniger. Mein Geldbeutel leidet nicht mehr an chronischer Schwindsucht. Zugleich habe ich kaum noch Fehl- oder Frustkäufe und gehe meine Besitztümer regelmäßig durch. Es fällt mir leichter, mich von unnütz gewordenen Dingen zu trennen.
    Mein Haushaltsbuch weist ein leichtes Plus auf. Also spare ich mit überlegtem Konsum. Mit meinem Leben bin ich zufrieden, weil ich mir jederzeit einen kleinen Luxus* leisten kann – aber nicht muss.

    • eine Tasse Kaffee unterwegs, ein ungeplantes Buch, ein Eintritt zusätzlich

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  11. man spart beim minimalismus definitiv, da man lernt, impulskäufe komplett aus seinem leben zu streichen. auch die anschaffung von hochpreisigeren sachen rentiert sich auf lange sicht. durch meine radikale kleidungs-schmälerung und umstellung auf merino-produkte fiel mir erst auf, wie selten ich heutzutage meine kleidung erneuere.

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