Minimalismus: die Kunst des Weglassens

Letztes Jahr um die Zeit stand ich in meiner Küche und dachte „Minus 30“. Irgendwie muss es in der Küche doch auch mit 30 Sachen weniger gehen. Wie viele Töpfe, Pfannen, Tassen, Teller brauche ich wirklich? Ich wollte nur noch Dinge besitzen, die ich auch jeden Tag in Benutzung hatte. Damit endlich diese ganze Rotation an Gerätschaften aufhörte, die mich immer so nervte. Ich hab dann 30 Sachen aussortiert und seitdem ist Ruhe!

Sachen wie Suppenkelle und andere Zwischengeräte hatte ich schon lange nicht mehr benutzt, weil ich keine Lust hatte, sie im Anschluss zu spülen und das konnte alles weg. Und habe ich seitdem auch nie mehr vermisst. Vor 3 Jahren ging zum Glück die Spülmaschine kaputt. Ich merke, von Hand spülen geht bei mir viel schneller als früher erst umständlich die Spülmaschine zu beladen, um sie später wieder leer zu räumen. Wie unsinnig.

Da ich Weihnachten nicht feiere, habe ich diese Woche genutzt und jeden Tag irgendwas in meiner Wohnung geputzt. Heute Morgen war der Küchenschrank dran. Das ging ratz fatz neben dem normalen Spülen. 3 Wohnungen vorher habe ich allein für den Küchenschrank 2 Tage gebraucht. Trotz Spülmaschine.

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8 Gedanken zu “Minimalismus: die Kunst des Weglassens

  1. Schöner Titel! Ja. Weglassen. Und dann den Freiraum nicht anderweitig belegen. Das fiel mir anfangs gar nicht so leicht, wie wenn Leer-Raum so ungewöhnlich wäre, dass man ihn spontan belegen möchte.

    In Bezug auf Trinkgefäße habe ich mir folgende Gedanken gemacht. Geht man weg von dem Gedanken, dass es für jedes Getränk eine ideale Form gibt (also so standardmäßig Sekt im Sektglas, normales Bier in der Tulpe, Weizen im Weizenglas, Kaffee in der Tasse, Tee in einer anders geformten Tasse…), dann stellt sich doch automatisch die Frage: Was ist das perfekte Trinkgefäß für mich?

    Ich schwanke noch zwischen zweierlei. Einer henkellosen gläsernen Tasse… oder einem Kelch.
    Deins?

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  2. Hallo Mons,
    den Freiraum hab ich damals gleich mit reduziert und mir kleinere Schränke gekauft. Wir haben nur Wassergläser. Alkohol trinken wir nicht. Sonst mit Karaffen oder so. Glas hält bei mir nicht lange. Muss mir schon immer die Gläser nachkaufen. 🙂
    Liebe Grüße – Tanja

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    • Hey.
      Na, da kenn ich noch einen ;-D
      Ich hab deshalb bei mir auf Edelstahl – Becher und – Tassen umgestellt.
      Hygienisch, unverwüstlich und kann ich sogar zum Wandern mitnehmen. Beim Umzug auch kein Streß mit Verpacken. Rin in Karton. Am Zielort raus aus’m Karton.
      Fertig…
      LG
      Frank

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  3. Genau diese Artikel musste ich jetzt für mich finden… ich hab viel zu viel Besitz und das nervt mich …mit Besitz meine ich mein kleiner Keller ist Randvoll… Und die Küche sowie das Schlafzimmer…. an Schränken Hab ich schon von meinen Eltern gelernt, als ich diesen riesen massiven Schrank damals immer putzen musste. Kaum war ich ausgezogen, kauften sie sich kleinere Kommoden…. das machte ich auch.Jetzt stöber ich hier drin und freue mich über jeden Artikel…. danke danke Dankeschön

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  4. spülmaschine (= über 70°C) tötet keime – handwäsche verteilt sie.
    wer zur desinfektion keine machine (mehr) hat kann besteck abkochen (drucktopf) und geschirr (zur pizza mit) in den ofen stellen.

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