Lebensmittel wegwerfen

Das wollte ich irgendwann nicht mehr. Für jedes Lebensmittel, das ich kaufe,  wurde bereits eins vernichtet. Z. B. weil es irgendwelchen Schönheitsidealen nicht entsprach (die ich gar nicht an es stellte) und es deshalb nicht auf den Markt kam.

Mein Kühlschrankinhalt ist seitdem übersichtlich. Ich sortiere morgens automatisch nach oben, was an dem Tag weg muss. Das dauert 1 Minute. Vorher gibt’s einfach nichts Neues. Nicht immer habe ich dann Lust, genau diese eine Karotte oder Paprikaschote zu essen. Dieses kleine Drama schätze ich mal als Luxusproblem ein.

Im Laden freue ich mich, wenn ich mal eine welke Petersilie finde. Dann nehme ich gleich 2 und zahle nur eine. Das wissen die Verkäuferinnen schon an der Kasse. Ich freue mich, wenn ein Artikel ausverkauft ist. Ein schönes Gefühl, das nicht immer alles verfügbar ist. Ich mache keine Großeinkäufe mehr. Meistens kaufe ich mir 5-10 Sachen. Dann ist auch das Wichtigste dabei und reicht schon wieder für 1-2 Tage.

Auch auf Partys rette ich Lebensmittel vor dem Müll. Ich finde es einfach dekadent, wenn während dem Essen schon besprochen wird, was anschließend im Müll landet. Auch wenn ich dafür belächelt werde, ich nehme alles mit. Ich muss mir am nächsten Tag nix kochen und Gerettetes schmeckt viel besser!

Weggeworfen habe ich seitdem nichts mehr. Ich habe einfach meinen Verbrauch beobachtet und den Bedarf neu ermittelt. Insgesamt habe ich ein neues Bewusstsein für Lebensmittel. Ich habe gemerkt, exotische Sachen brauchen wir nicht. Ich freue mich, wenn ich nachts ein Ei finde und mir einen Pfannkuchen machen kann.

Und Ihr so? Wie geht Ihr mit dem Thema um?

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13 Gedanken zu “Lebensmittel wegwerfen

  1. Oha,. wie vorbildlich! Ich möchte das auch, aber bei mir ist der innere Schweinehund stärker und ich kaufe mir schon mal etwas, was ich dann nicht essen mag. Und letzte Woche habe ich glatt vergessen, dass ich schon eingekauft hatte! Und hab noch mal eingekauft! Aber glücklicherweise handelt es sich um Produkte, die sich halten wie Margarine oder Wurst. Alles doppelt und reicht bis mindestens nächste Woche!
    LG
    Ulrike

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  2. Wie Du weißt, ist das für mich auch ein sehr wichtiges Thema. Darüber habe ich auf meinem Blog auch schon mal geschrieben.

    Finde ich super, dass Du das so konsequent durchziehst! Bei mir laden auch ganz oft die Sachen, die keiner mehr haben will. Und das ist ganz ok so.

    Ich verwende vor allem auch ganz viele Sachen, die vor dem Müll gerettet wurden und in den Fairteilern von Lebensmittelretten landen.

    Der Lebensmittelhandel macht kaum noch Geschäft mit mir.

    lg
    Maria

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  3. Das ging uns auch irgendwann so und so haben wir auch bewusster darauf geachtet, wieviel wir essen, was gut funktioniert. Manchmal verbaseln wir leider immer noch was. Aber grade, was Gemüse oder Obst angeht, bzw. schnell verderbliches, sind wir wesentlich besser geworden 🙂 Und dann gibt es ab und zu exotische Rest-Mixe, was ich immer als kreative Herausforderung ansehe 🙂

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  4. Ich kaufe meist im Bioladen ein, die auch sehr darauf achten, dass keine Lebensmittel verschwendet werden. Einiges wird günstiger angeboten, z.B. Brot vom Vortrag gibt es für 1 € weniger. Es gibt auch die Möglichkeit Brot zu bestellen, was für den Laden kalkulierbarer ist (das nutze ich viel)
    und ich weiß, dass auch Überreste, die nicht mehr verkauft werden, noch weiter gegeben werden.
    Ich habe meine Vorräte noch nicht aufgebraucht, aber komme deiner Variante immer näher.
    Finde die Leere im Kühlschrank sehr angenehm,
    lg Nanne

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  5. Passiert das wirklich so oft?
    Gut, ab und zu wird wirklich mal was schlecht, verschimmelt … vielleicht einmal alle zwei Monate? Und seit wir gutes (!) Brot kaufen bleibt auch da nichts mehr übrig.

    Inzwischen weiß ich was wir regelmäßig brauchen und was spielereien sind die dann doch nicht wegkommen (das ist mir früher häufiger passiert). Aber wegschmeißen würd ich das dann auch nicht. Manchmal muss man halt kreativ sein.

    Mir geht es wie Maria, der Supermarkt verdient an mir nichts. Die meisten Regale lass ich links liegen

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  6. Mich wurmt es jedes Mal, wenn Lebensmittel weggeworfen werden! Eine Zeit lang habe ich unter diesem Umstand sogar noch die fleischigen Reste von Kommilitonen gegessen, wenn sie es wegwerfen wollten. Aber mittlerweile finde ich auch häufig jemand anderen, der das übernimmt.

    Ich beschränke mich schon einige Zeit auf frische Lebensmittel oder welche, die man selbst haltbar macht. Hier in Israel ist das dann allerdings noch mal auf eine ganz andere Ebene gehoben wurden, weil ich hier gar nicht die Möglichkeit habe, selbst Dinge haltbar zu machen und deshalb viel Rohkost esse. (Ich habe über meinen derzeitigen Speiseplan auch erst diese Woche auf meinem Blog geschrieben.)

    Deshalb steht jetzt noch mehr frisches auf dem Programm, dass ich dann innerhalb von zwei Tagen aufbrauchen muss. Die erste Zeit musste ich mich erstmal an die kurzen Haltbarkeitszeiten gewöhnen, aber mittlerweile stelle ich häufiger überrascht fest, dass mein Fach im Kühlschrank leer ist, wenn ich gerade Hunger schiebe. 😀

    Lieber Gruß,
    Philipp

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  7. Über alles, was ich in den Keller in den Vorrat räume, führe ich Buch. Das erfordert ein bisschen Disziplin, aber es geht. ich habe ja mal einige Artikel darüber geschrieben, Teil 4: http://kunterbunt11.wordpress.com/2014/05/08/lm-4/
    Schlampe ich, vergesse ich, folgt die Strafe auf dem Fuß: Chaos und mehr Arbeit. Also lieber gleich aufschreiben, denn das geht ganz schnell.
    Frische Sachen sind im Kühlschrank und bevor ich festlege, was ich koche, gucke ich, ob etwas weg muss und koche dementsprechend. Gemüsereste werden dann oft zu Eintopf oder zu Suppe, püriert.

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  8. Ic h habe mich gerade erst daran gewöhnt für nur eine Person zu kochen und einzukaufen. Leider ist mir da schon Brot verschimmelt, weil das gute Brot ja schon nach 4 Tagen gegssen sein muss. Bin aber dazu übergegangen die Hälfte vorgeschnitten einzufrieren und gebe mir Mühe nichts wegzuschmeißen. Was mich ärgert ist, wenn ich etwas kaufe, dass schon im Laden verschimmelt war und ich es übersehen habe.

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