„Die Wohnung ist leer und man findet keinen Krümel Plastik“

Jaja. Meine Tochter macht gerne ihre Scherze. Besitz ist zeitaufwendig. Das merke ich, seit ich 70 % der Sachen reduziert habe. Alles, was nicht da ist, macht keine Arbeit. Und fehlt nicht. Ich wollte nicht nur weniger Sachen, sondern die Dinge sollten auch leichter werden. Die Möbel lassen sich jetzt auf einem Handtuch verschieben oder ich klemme sie mir einfach unter den Arm.

Die Küche kann ich in 10 Minuten abbauen und umziehen. Alle Geräte lassen sich vorziehen und dahinter sauber machen. Auch das ist für mich Freiheit. Ich mag keine EINBAUküchen. Ich esse Rohkost oder koche einfache Sachen aus 5 frischen Zutaten und würze nur mit Salz. Seitdem ist essen ein Geschmackserlebnis. Ohne Vorräte muss ich nix planen, räumen oder eine Kühltruhe finanzieren oder abtauen.

Ich habe keine Termine mehr in meiner Freizeit. Ich entscheide einfach 5 Minuten vorher, was ich mache. Endlich bin ich glücklich. Ich hatte schon immer gerne wenig Sachen. Meine große Ausmistaktion 2012 fing an mit 5 Büchern und 10 CDs. Viel zu viel.

 

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10 Gedanken zu “„Die Wohnung ist leer und man findet keinen Krümel Plastik“

  1. Das klingt sehr extrem, aber auch reizvoll. Ob ich mal so weit komme, weiß ich nicht, aber ich will auf jeden Fall weiter reduzieren. Ich finde es übrigens immer erschreckend, wie viel Zeit es kostet, das Zeugs verantwortungsvoll los zu werden. Das hilft mir, wenn ich etwas neu kaufen will.
    LG, Ingrid

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  2. „Endlich bin ich glücklich.“
    Das klingt doch schon etwas positiver als neulich bei Pia auf ihrem Blog („Was macht mich glücklich?“), findest du nicht? 🙂
    Ich meine, dass man nicht zwingend ein festes Hobby haben muss, um glücklich zu werden. Man kann in seiner Freizeit auch ja einfach spontan das tun, worauf man gerade Lust hat. (So, wie du es wohl gerade tust.)

    Herzlicher Gruß,
    Philipp

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  3. So radikal wie du das gemacht hast, kenne ich es bei niemandem sonst. Aber je weiter ich komme, desto mehr spüre ich, dass mein Weg auch in diese Richtung geht.
    Ich koche viel mit frischen Sachen und salze und pfeffere nur wenig. Beim Kontakt mit anderen stelle ich immer fest, wie ungewöhnlich das ist.
    Persönlich schön finde ich, dass es nicht so steril bei dir aussieht, auch wegen den Fotos oder weil du Obst als Deko verwendest.
    Was brauche ich wirklich in meiner Wohnung? Das ist für mich immer noch ein großes Thema.
    Liebe Grüße
    Nanne

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  4. Hallo Tanja!

    Ich war früher abhängig von Suppenwürfeln (Brühwürfeln) und habe das in jedes Essen getan. Ohne ging gar nicht. Ein ganzes Jahr habe ich gebraucht um davon weg zu kommen, habe langsam reduzieren müssen.

    Seitdem verwende ich auch nur noch Salz und freue mich, dass ich nun die Lebensmittel viel direkter schmecken kann. Ohne Geschmacksverstärker. Und interessanterweise schmecken sie in Wahrheit ohne Geschmacksverstärker intensiver. Komisch, oder?

    lg
    Maria

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