Befreiendes Loslassen – #Minimalismus und Achtsamkeit | Gastbeitrag von @Gabi_Raeggel

Gabi Raeggel

Gabi Raeggel

Dies ist ein Gastbeitrag von Gabi Raeggel aus Dortmund, die als @Gabi_Raeggel auch auf meiner Twitter-Liste „Minimalismus“ zu finden ist. Mit MBSR (Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) beschäftigt sich Gabi seit 2011. Minimalisiert hat sie jedoch immer schon ganz gerne – früher war sie sich dessen nur nicht bewusst. So hat sie beispielsweise als 15-Jährige Dekozeug geschenkt bekommen, damit mal was auf ihrem Schreibtisch steht… 

Seit April 2014 bloggt Gabi auf  www.einfach-leben-jetzt.de über ihren achtsam-minimalistischen Lebensstil: Stressbelastungen reduzieren, sich immer wieder neu zentrieren, fokussieren, Klarheiten gewinnen über das, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist. Ich freue mich, dass sie uns einen Gastbeitrag zu diesem Thema schenkt! Danke, Gabi!

***

Befreiendes Loslassen – Minimalismus und Achtsamkeit

Irgendwann war es zu viel: Der überfüllte Kleiderschrank, die tausend „Stehrümchens“ im Wohnzimmer, das sich biegendes CD- oder Bücherregal. Oder auch: der überfüllte Terminkalender, der überorganisierte Tag, die Arbeitsbelastung, nicht endend wollender Stress. Vielleicht aber auch die Unzufriedenheit mit dem eigenen Single-Dasein einer zugestellten Wohnung oder auch eine zerbrechende Beziehung.

Irgendeinen Auslöser hat es in der Regel, warum Menschen auf die Idee kommen: Es ist mir zuviel und die sich danach sehen, reduzierter, ruhiger und zufriedener zu leben.

Ich sehe im Minimalismus und der Achtsamkeits- und Meditationspraxis sehr viele Ähnlichkeiten und Überschneidungen. Den in beiden Fällen geht es um eins: ums Loslassen, um mehr Freiheit und Selbstbestimmung zu gewinnen.

Für mich ist Achtsamkeit, der Minimalismus der Seele. Sich selbst genauer spüren: Den eigenen Atem in einer Sitzmeditation ebenso, wie den Boden unter meinen Füßen bei einer Geh-Meditation. Nur hier geht es erstmal nicht um die die äußeren Besitztümer, sondern eher um die vielen Dinge, die ich in meinem Inneren festhalte: den inneren Lärm, die tausenden von Gedanken, Sorgen, Grübeleien, Ablenkungen, Gefühle, Wünsche, Träume, Phantasien. Und all diese inneren Dinge mal nicht festhalten, grübeln, sich „kirre“ machen, sondern freundlich registrieren, sich davon verabschieden und sich z.B. wieder zur Beobachtung des Atmens zurückzukehren.

Letztlich ist es so, wie ich vielleicht gerade einen Kleiderschrank entrümpelt habe und mich auf dem Weg zu der Verabredung mit einem Freund, möglicherweise plötzlich im Geschäft vor einem T-Shirt-Stand wiederfinde („dieses eine T-Shirt noch …?“), dann aber doch an den T-Shirts, an den anderen Dingen vorbei gehe und mich auf das eigentliche Vorhaben, nämlich die Verabredung besinne. – In der Meditation und jede anderen Achtsamkeitspraxis ist es ähnlich: das, was mich gerade jetzt in diesem Moment beschäftigt und ablenkt, loslassen. Hundert Mal, tausend Mal, zehntausend Mal. Das ist völlig normal und nicht ungewöhnlich. Zu Sitzen wenn ich sitze, zu gehen, wenn ich gehe – das klingt leicht, ist es aber nicht. Schon gar nicht für uns Europäer. Aber es führt dazu, weniger im eigenen So-bin-ich verstrickt zu sein und sich innerlich besser befreien zu können von Meinungen, Trends und Moden um mich herum.

Ich empfehle jede/m, der bzw. die sich für Achtsamkeit näher interessiert oder dies mal ausprobieren möchte, dies nicht nur alleine zu versuchen, sondern sich hierzu achtsamkeitserfahrene Unterstützung zu suchen (es lohnt sich!). Ob das dann ZEN-Meister oder ausgebildete MBSR-Lehrer sind (Adressen: http://www.mbsr-verband.de), ist eine Frage der persönlichen Präferenz. Wer sich außerdem auch mit anderen Übenden austauschen möchte, hat diese Möglichkeit beispielsweise in einem 8-wöchigen MBSR-Kurs.

***

Advertisements

Ein Gedanke zu “Befreiendes Loslassen – #Minimalismus und Achtsamkeit | Gastbeitrag von @Gabi_Raeggel

  1. Hallo Gabi,
    was für eine tolle Überraschung heute Nacht!
    Zwischen Wäscheberg, Interview, Staub jagen, denke ich drüber nach wie recht du hast und wie sinnlos es immer wieder ist, 3 Sachen gleichzeitig zu machen. Hab ich jetzt überhaupt Waschmittel zur Wäsche getan?
    Liebe Grüße – Tanja

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s