Schrebergarten – ein Versuch

Seit dem Wochenende steht es fest: Rund 200 Quadratmeter darf ich ab in Kürze beackern. Gänzlich ungeplant und überraschend kam dieses Stückchen Land zu uns – ein Ort, an dem demnächst viel Sehnsucht das reale Leben berührt.

Schrebergarten-Zaunblick
Ich freue mich auf die Herausforderung, biologisch anzubauen und für das Gedeihen zu tun, was getan werden muss.  Doch ich freue mich nicht nur aufs Draußen sein, auf Erdkontakt, auf körperliches Tun. Das Projekt Schrebergarten hat für mich auch eine besondere soziale Komponente, denn allein (zu zweit) werden wir den Garten vor den Toren der Stadt nicht zufriedenstellend beackern können. Die spannende Frage lautet also: Finden die Menschen aus unserem privaten Umfeld, die wir zum Mitmachen einladen, auf Dauer auch Gefallen daran, selbst zu säen und zu ernten (mit allem, was dafür vorher und zwischendurch getan werden muss)? Wir gehen das Ganze sehr entspannt an und geben uns allen ein Jahr – mit möglichst wenig Regeln und Verpflichtungen, sondern einem hohen Maß an Freiwilligkeit – Zeit, das gemeinsam herauszufinden.

Parzelle-Licht
Und jetzt bin ich neugierig: Wer von Euch hat denn eigene Kleingartenerfahrungen bzw. baut eigenes Obst und Gemüse an? Ich bin für alle Tipps und Tricks zu haben! 🙂

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19 Gedanken zu “Schrebergarten – ein Versuch

  1. Wie toll, dass ihr an Land gelangt seid! Herzlichen Glückwunsch! Allerdings würde ich es nicht noch mit mehr Leuten teilen, wenn ihr euch möglichst weitgehend selbst mit Gemüse und Obst versorgen wollt. Allein Kartoffeln, Bohnen und Kohl brauchen ganz schön viel Platz. Und ein paar Sommerblumen und Stauden möchte man ja auch noch haben 🙂
    Ich wünsche euch ebenso nette Nachbarn, wie ich sie habe – da gibt es immer mal ein Schwätzchen überm Gartenzaun, man hilft sich mit Geräten aus und verschenkt das, was man zu viel an Erntegut hat – und bekommt vielleicht das, was man selbst nicht hat oder einem nicht gelingen will (bei mir Petersilie, die will bei mir einfach nicht wachsen…).

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    • Danke für die Glückwünsche, liebe Elisabeth! 🙂 Selbstversorgung ist nicht das erste Ziel – und wir haben auch die Option, die Größe des Gartens zu verdoppeln, wenn wir Gefallen daran finden und durchhaten… Bis jetzt gefällt uns die Atmosphäre in der Gartenkolonie sehr gut – alle sind sehr gelassen miteinander. 🙂 Viele Grüße, Dörte

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  2. 50 qm pro Person für Selbstversorgung, sagt man, Dörte. Kann mir ja keine Zahlen merken, aber meine Wohnung ist genauso groß. Ich hätte seit 4 Jahren lieber einen Garten alleine. + Privat-Mülltonne. Ich könnte ein Buch schreiben, was ich mit dem Garten schon alles erlebt hab. 😦

    Trotzdem: Schön, dass ihr das macht. Bin gespannt auf deine Berichte.

    Liebe Grüße – Tanja

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    • Ah, die Zahl 50 kannte ich noch nicht, Tanja! 🙂 Im ersten Jahr gehts uns vor allem um die Freude am Tun – Selbstversorgung ist noch nicht im Fokus. Ich bin vor allem gespannt, wie sich das Gärtnern in Gemeinschaft anfühlt und wann ich den garten als Rückzugsraum brauche und nutze. Ich halte Dich auf dem Laufenden! Liebe Grüße, Dörte

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  3. Liebe Dörte,
    ein eigenes Schrebergärtchen finde ich toll und wünsche euch jede Menge Spaß damit. Direkt Tipps kann ich dir nicht geben, außer einem Buch-Tipp:
    „Selbstversorgung aus dem Garten“ von John Seymour
    War für mich immer eine Hilfe, selbst wenn ich keine Selbstversorgung angestrebt habe. Es bietet einfach jede Menge Tipps, wie man auf kleinem Raum mit wenigen Mitteln Dinge zur Selbstversorgung anpflanzt. Einfach nur klasse! (Wir haben schon mehrfach die „Kartoffeln in der Tonne“ daraus angebaut.)
    Außerdem immer hilfreich für Menschen wie mich, die nicht so genau wissen, was wann im Garten gemacht werden muss: Der wöchentliche Newsletter von http://www.gartenkalender-online.de/ – der sagt einem jede Woche, was im Garten gerade zu machen ist.
    Ich bin sehr gespannt auf deine weiteren Berichte aus eurem Schrebergärtchen!
    Liebe Grüße,
    Bianka

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    • Danke für die beiden Tipps, liebe Bianka! Buch und Newsletter werden ab sofort studiert! Zugegebenermaßen les ich im Moment so viel zu dem Thema, dass ich bald besser ne Doktoarbeit drüber schreiben statt konkret in der Erde wühlen kann… 🙂

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  4. Na 200qm ist doch schon eine ganze Menge. So viel Platz sind es bei uns hinter dem Haus leider nicht. Aber ich darf nicht klagen, denn als Sohn eines Landwirtes hätte ich durchaus andere Möglichkeiten 😉
    Als tipps nach meinem ersten Garten Jahr kann ich definitiv folgendes fest halten:

    1. Finger weg von Samen die in irgendeiner Form das Wort „riesig“ beinhalte. Habe da mit meinen diesjährigen Sonnenblumen und Kürbis meine Erfahrungen gemacht. Die Sonnenblumen waren später über 4m groß und sind dann nicht mehr so schön und halten auch nicht besonders lange. Kürbis und Zucchini etc. brauchen viel Platz.
    2. Alles was unterirdisch wächst kann auch unbemerkt angegriffen werden. Das kann man leider nicht verhindern. Also nicht zu sehr ärgern lassen.

    3. Erdbeeren müssen auf jeden Fall sein. Am besten gleich verschiedene Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten Früchte tragen. So kannst du über mehrere Monate ernten.

    4. Fruchtfolgen beachten. Dann könnt ihr auf der gleichen Stelle hintereinander verschiedene Sorten pflanzen die sich ergänzen.

    5. Kommt bei eurer Fläche wohl nicht, oder nur Teilweise zum tragen: Schneckenzaun!
      Da ich Schneckenkorn ablehne und auch keine Fallen oder dergleichen aufstellen wollte, ist bei uns um den Garten ein Schneckenzaun. Dieser wird mit einem 3V Akku gespeist und mittels Solarzelle aufgeladen. So müssen keine Schnecken sterben und sie bleiben dennoch dem Garten fern.

    6. Auf jeden Fall Pfefferminz pflanzen (Achtung: Verbreitet sich sehr gerne). Super für frischen Tee, Eistee und später zum Trocknen.

    Das sollte erst einmal reichen, auch wenn mir noch viele andere Dinge einfallen würden 🙂

    Gruß und viel Spaß
    Matthias

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    • Hallo Matthias, danke für die tollen Tipps – wir bleiben im Gespräch! 🙂 Ich möchte auf jeden Fall viele Kräuter anbauen, da ist Pfefferminze dan auch dabei. Und Erdbeeren sind ein MUSS, das sehe ich genau so. Über Schnecken und andere Mit-Esser, hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, Ich hörte, dass Kanickel die eigentlichen Nervtöter in dem Garten sind. Umbringen möchte ich am liebsten auch nichts und niemanden. mal schaun, weöche Erfahrungen wir da machen. Ich halte Dich auf dem Laufenden! Liebe Grüße, Dörte

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      • Über die Kaninchen würde ich deinen Meinung nächstes Jahr gerne nochmal hören. Nach drei – vier Monaten Garten mag ich die Kaninchen nicht mehr und wir haben sehr viele davon. Überall immer wieder angefangene Löcher für den Kaninchenbau und alles, was gepflanzt wird, wird weggegessen, wenn es nicht gut umzäunt ist (Kanichen können springen, auch über Zäune).
        Das ist einfach schon ärgerlich und schade, teilweise gehen einige Sachen deswegen auch kaputt.

        Ein Maulwurf macht aber auch Spaß :o) Den hatten wir auch.
        LG Nanne

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  5. Na dann herzlich Willkommen bei den Kleingärtnern! 🙂
    Ich hab zusammen mit meinem Partner zwei aneinander liegende Parzellen, zusammen über 800m².
    Eine üblich Größe ist 400m², ich sehe also kein Problem darin, 200m² zu begärtnern (Pflicht ist ein Drittel kleingärtnerische Nutzung) – eher wäre mir das zuwenig! Steht da nicht auch noch ein Gartenhaus drauf? Meist kann oder wil man auch nicht alles voller Gemüsebeete haben, es gibt ja noch Hecken, Wiese (Rasen mögen wir nicht), Wege, Blumenbeete und und und. Da willst du wirklich noch andere Leute beteiligen? Ich fürchte, Ihr werdet Euch auf die Füße treten… 🙂
    Was das „schaffen“ angeht, kommt ja auch viel auf den Gartenstil an, den man wählt. Wir praktizieren ein naturnahes Gärtnern und sind in der Anlage „die Ökofreaks“.

    Als ich mit dem ersten Garten anfing, hab ich auch gleich ein Gartenblog begonnen, das ist nun schon im 8. Jahr:
    Das wilde Gartenblog – vom faulen Gärtnern und der Liebe zu allem was wächst
    Jedenfalls wünsch ich viel Freude und gutes Gelingen!

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    • Hach, Claudia,

      Bloggen ist einfach großartig, weil es so viele Offenbarungen gibt – wie Dein Gartenblog! Ich bin jetzt schon Fan, nachdem ich nur kurz ein bisschen reingestäbert hab!

      Wir hoffen sehr, die Fläche schon im Laufe der nächsten Monate verdoppeln zu können. Das wir ein Gemeinschaftsprojekt draus machen, liegt auch daran, dass wir uns nicht so komplett dem Gärtnern verschreiben wollen und auch Respekt vor der Entfernung haben – immerhin 40 Minuten mit Bahn/Rad für eine Strecke, das schaffe ich innerhalb der Woche nur hin und wieder.

      Mir geht es darum, gemeinsam Freude am Tun zu haben – „alles meins“ ist als Minimaistin ja genau das, was ich mir abgewöhnen möchte. 🙂 Na, Du wirst es hier ja mitbekommen, wie es weitergeht.

      By the way: Wie wärs mal mit einem Gastbeitrag von Dir hier in der Minima Muse? Gern auch was zum Gärtnern.

      Liebe Grüße
      Därte

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  6. Wie schön! Wünsche euch ganz viel Spaß dabei. Ein bisschen neidisch bin ich auch, denn ich werde wohl erst im Frühjahr meinen Kleingarten beziehen können – wenn ich bis dahin einen Platz bekommen habe… Liebe Grüße!

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    • Hallo Inga, na, aufs Ganze gesehen haben wir da doch nur einen klitzekleinen Vorsprung von wenigen Monaten… Hast Du denn schon Erfahrungen oder bist Du Greenhorn wie ich? Ich ahne, dass die Minima Muse eine eigene Rubrik für den Austausch von Gartenpflegetipps bekommen wird. 🙂 Liebe Grüße – meld Dich, wenn es bei Dir losgeht! Dörte

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  7. Ich habe in diesem Jahr erst mit einem Quadratmeter angefangen, und so wirklich geerntet habe ich noch nicht viel. Allerdings habe ich es auch versäumt die Pflänzchen rechtzeitig auszusetzen, dank meines Umzuges. Nächstes Jahr wird alles besser, und ich schaffe mir wegen der Schneckenplage ein Hochbeet an 🙂

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    • Oh, Sandra, ein Quadratmeter – das ist wahrlich minimalistisch. 🙂 Hast Du Dich mittlerweile vergrößert? Und wo ist dieser Qudratmeter denn? Auf dem Balkon? Hinterm Haus? Ein Hochbeet hab ich auch vor… Liebe Grüße, Dörte

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      • Hehe, das war keine Absicht 😉 Ich war ein wenig spät dran mit Umgraben, und da das Ganze richtig umgegraben werden musste und noch ganz viel Gras dort gewachsen ist, habe ich nach einem Quadratmeter einfach aufgegeben. Nächstes Jahr wird es größer 🙂

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  8. Hallo ihr Lieben,
    Jetzt wo es langsam losgeht mit dem Gärtnern, wollte ich hier auch was hinterlassen.
    Ich habe seit November 2013 ca. 90qm Garten und habe dort schon die erste Saison mit Obst und Gemüse hinter mir.
    Mein größter Tipp: Unser Ziel war es mit den Pflanzen und Samen 50% Erfolg zu haben. Also keine zu großen Erwartungen. Und das haben wir mehr als erreicht. So war die Freude größer als der Frust.
    Elisabeth: Petersilie schaffe ich großzuziehen, dabei haperts mit dem Dill.

    Es ist für mich wie Meditation und ich freue mich schon sehr auf diese Saison. Die ersten kleinen Tomatenkeimlinge sind schon da!! =) =) =)

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