Sharing-Konzepte, die ich mag

Was mich im Moment magisch anzieht: Alternativen dazu, sich stumpf alles allein und nur für den Eigengebrauch anzueignen und bloß nicht wieder herzugeben. Ich begeistere mich für Konzepte, um etwas zu teilen, nach Gebrauch weiterzugeben, zu tauschen, zu verschenken oder ähnliches. In letzter Zeit laufen mir immer mehr solcher Initiativen über den Weg, meine neuesten Fundstücke stelle ich Euch heute mal vor. Was mir dabei auffällt: Ich scheine eine Vorliebe für private Initiativen zu haben – diese ganze Share Economy, die in den unten verlinkten Artikeln beschrieben wird, ist mir doch sehr suspekt (und darüber sollten wir auch mal ausführlicher bloggen, warum Sharing nicht immer automatisch Caring bedeutet…).

garten-teilen.deWeil ich mit meinem Liebsten zurzeit dabei bin, einen Schrebergarten zu pachten und diesen als Gemeinschaftsprojekt aufzuziehen (mehr dazu demnächst in diesem Blog!) und weil wir uns fragen, was wir machen, wenn nicht genügend Freundinnen und Freunde anbeißen, die mitmachen wollen (denn „allein“ zu zweit schaffen wir es definitiv nicht), hab ich spaßeshalber mal recherchiert und prompt diese Seite gefunden. Es gibt doch wirklich für alles eine Sharing-Plattform! 🙂

foodsharing.deIch bin einfach nicht diszipliniert genug, hier meine Lebensmittelreste anzubieten. Und ich bin nicht konserquent genug, erstmal hier nachzuschauen, bevor ich mir kaufe, was fehlt. Vielleicht wär es mal einen Versuch wert, dass wir uns alle verabreden, eine Woche lang Foodsharing zu betreiben…

mundraub.orgMich begeistert alles rund um Urban Gardening bzw. Guerilla Gardening und dies ist eine Vorstufe dessen. Seit dem Artikel in der SZ am 14. September 2014 ist die Plattform ja um einiges bekannter geworden – habt Ihr schon mal einen öffentlichen Obstbaum oder Beerenstrauch dort verewigt? Wüsstet Ihr überhaupt, wo etwas legal zu ernten wäre?

fachfrau-berlin.deDas ist zwar durchaus kommerziell angelegt, aber trotzdem irgendwie großzügig: Da betreibt eine einen Laden für alle Do-it-yourself-Treibende, die nicht nur für den Eigenbedarf produzieren, sondern IHre Unikate verkaufen wollen. Ich werde das nächste Mal in Berlin auf jeden Fall dort vorbeischauen und mir für einen Monat ein eigenes Fach gönnen. Noch verrat ich nicht, was da reinkommt. 🙂

whyownit.com – Hilfe, es ist eine App! 🙂 Ich hab kein Smartphone, ich nutze nahezu nie Apps auf meinem iPad – doch diese werde ich dann doch mal ausprobieren! Worauf ich neugierig bin: Ob die Menschen kreativ mnit der Idee umgehen, was man alles verleihen kann. Denn wer dabei immer nur an die Bohrmaschine denkt, braucht gar nicht erst so eine Ap zu programmieren. Was würdet Ihr verleihen – was Euch leihen wollen?

BookCrossing.comIch bin hier schon eine Weile aktiv und möchte Euch gern mein Bücherregal auf bookcrossing.com vorstellen: Noch habe ich zu keinem meiner in Freiheit entlassenen Bücher eine Rückmeldung bekommen. Ich hoffe, es geht ihnen gut, sie werden gelesen und geschätzt – und hoffentlich auch wieder freigelassen. Meine Bücher lasse ich meisten in der Tauschkiste Ottensen frei – es lohnt sich also immer, dort mal vorbeizuschauen… 🙂

Artikel zum Weiterlesen:

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13 Gedanken zu “Sharing-Konzepte, die ich mag

  1. Hallo Dörte!

    Ich bin auch Teil von foodsharing und Lebensmittelretten (seitdem es das auch in Ö gibt)

    Draufgekomme bin ich, dass das bei uns mit den Essenskörben nicht funktioniert hat. Es macht irgendwie auch wenig Sinn wegen einem halben Salatkopf durch die halbe Stadt zu fahren.

    Was hingegen sehr gut funktioniert und sich eingespielt hat sind die Fair-Teiler. Sie sind an mehreren Orten der Stadt aufgestellt und alles wird in diese Fairteiler gepackt.

    Sowohl Lebensmittel, die von Betrieben gerettet werden (Lebensmittelretten) als auch Lebensmittel, die privaten Personen übrig bleiben (foodsharing)

    Also bringe ich meine Sachen, die ich nicht brauche, zum Fairteiler und nehme gleichzeitig von dem, was da ist, mit, was ich brauchen kann.

    Übrigens wird es im Kostnixladen auch einen Fairteiler geben…

    lg
    Maria

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  2. Hallo Dörte,
    Ich frage mich immer: Muss da der Computer dazwischen sein? Das kann man doch auch alles unter Nachbarn und Freunden machen. Bücher tauschen, sein Essen noch schnell der Nachbarin geben, wenn man in Urlaub fährt oder die Partyreste. Ich füttere auch die ganze Woche eine Katze. Ich weiß nicht, wie das Leben gerade in der Großstadt ist. Mein Garten ist ja sehr öffentlich. Da darf ich kein Krümel Erde entsorgen, schon will ein Nachbar sie oder wenn ich Blumen ausgrabe. Die werden gleich weiter gereicht. Ein anderer braucht meine Steine. Weißt du, wie ich meine?

    Liebe Grüße – Tanja

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  3. Hallo Tanja,
    ich glaube, dass nicht überall so. Ich wohne in einem Haus, wo ein freundliches Untereinander unter den Alteingesessenen gibt, aber ich kenne das auch anders – total anonym. Ich habe gerade meine Nachbarin gefragt, ob ich Sonntag Stühle von ihr haben kann. Bei den anderen Nachbarn würde ich das aber nicht machen, die kenne ich zu wenig.
    LG Nanne

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  4. Hallo Dörte,

    Bookcrossing finde ich ja genial! Aber da müssen auch die Portokosten mitspielen. Wenn man bei uns (Österreich) ein Buch verschickt, kann man sich gleich ein neues darum kaufen. Irgendwie schade.
    Daher wird nicht getauscht, sondern gekauft.

    @ Tanja: Ja, stimmt natürlich! Muss wirklich immer ein Computer dazwischen sein? Ich denke nicht. Man hilft sich ja im Alltag auch gegenseitig aus. Allerdings bleibt es dann doch eher im Freundes- und engeren Bekanntenkreis, oder?

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    • Hallo Nicole,
      beim Bookcrossing werden die Bücher nicht verschickt, sondern an einem x-beliebigen Ort „freigelassen“ – wo auch immer Du gerade unterwegs bist und davon ausgehst, dass ein Buch auch gefunden und mitgenommen wird. Es gibt auch Offizielle BookCrossing Zonen (OBCZ), die entsprechend gekenzeichnet und auf Bookcrossing.com gelistet sind.
      Gibt es in Österreich denn gar keine Second-Hand-Kultur für Bücher?
      Liebe Grüße
      Dörte

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