September-Challenge: #7TageOHNE Warmwasserhahn…

Auf geht’s zur dritten  Challenge (dies war die Erste im Juli, dies die Zweite im August) – doch vorab für alle Newbies gibt’s hier:

ALLGEMEINE SPIELREGELN FÜR DIE MONATLICHE CHALLENGE

Immer am 1. eines Monats rufe ich zu einem herausfordernden Selbstversuch auf – den ich selbstverständlich meinerseits angehen werde. Innerhalb des laufenden Monats gilt es, für mindestens 7 Tage ein verändertes Verhalten zu erproben, und zwar in Bezug auf Konsum und Besitz (im weitesten Sinne). Spätestens am Ende des Monats berichte ich – und hoffentlich auch viele andere von ihren Erfahrungen. Mitmachen kann jede/r, der/die hier mitliest. Die Challenges werden nicht für jede/n eine Herausforderung sein. Was dem einen leicht fällt, ist für die andere eine enorme Überwindung. Ich suche mir natürlich immer etwas aus, was auf jeden Fall für mich ein Ansporn ist, meinen Lebensstil zu überdenken.

Kurzum Versuche, im Laufe eines Monats für 7 Tage am Stück (Du entscheidest, ab wann die laufen)Dein Verhalten zu ändern und nach den beschriebenen Minimalismus-Spielregeln zu leben!

Alles klar? Na, dann los:

Meine Challenge im September 2014

Dreh 7 Tage lang keinen Warmwasserhahn auf!

Nein, das hat jetzt rein gar nichts mit der IceBucketChallenge zu tun! 🙂 Ich hatte die Idee schon vorher, ich schör’s… Mir geht es um eine Bewusstwerdung und um eine Zäsur: Ich bin eine, die viel zu oft gedankenlos den Warmwasserhahn benutzt, wenn’s auch kaltes Wasser täte, und die viel zu lange heiß duscht (länger, als mein Gewissen sich dabei wohlfühlt). Dabei weiß ich (aus meinen Norwegen-Wander- und Schweden-Radelurlauben), dass ich auch anders kann – zum Beispiel eine Waschung in einem eiskalten Flusslauf oder See genießen. Doch kaum gibt es wieder einen Warmwasserhahn – zack: zurück in die Komfortzone!

Dabei ist es so einfach:

– Wenn Du sofort nach dem Essen bzw. Trinken Geschirr und Besteck abwäschst, lösen sich Reste auch in kaltem Wasser (erprobt unterwegs beim Wandern und auf Radtouren)!

– Wenn Du Wasser im Wasserkocher oder auf dem Herd zum Kochen möchtest, dann tut es nicht Not, dafür vorab schon den Warmwasserhahn aufzufrehen!

– Kaltes Wasser ist sowieso völlig ausreichend, wenn Du Dir nur kurz die Hände waschen oder den Mund nach dem Zähneputzen ausspülen möchtest!

– Mit kaltem Wasser verbrauchst Du beim Duschen echt weniger Wasser, mehrfach erprobt, echt wahr! 🙂

Beweisbilder wird es von dieser Challenge nicht geben – das erspar ich Euch mir. 🙂 Dafür werde ich versuchen, im Laufe diesen Monats ein bisschen Hintergrundinfos – Zahlen, Daten, Fakten – zum Thema Wasserverbrauch hier im Blog zusammenzutragen. Schließlich möchte ich endlich mal meine erste eigene Infografik – zum Beispiel mit visual.ly kreieren, damit liebäugle ich schon lange.

Und ich bin fix gespannt, von Eurem Umgang mit dem Warmwasserhahn zu erfahren! Also, Warmduscher/innen – traut Euch!

***

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14 Gedanken zu “September-Challenge: #7TageOHNE Warmwasserhahn…

  1. Da muss ich nicht mitmachen, das „zelebriere“ ich seit mindestens einem Jahr sowieso schon 😀
    Unser Durchlauferhitzer ist ständig kaputt (wärmt das Wasser nur noch 10 Sekunden oder gar nicht mehr) und irgendwann haben wir beschlossen, nicht alle paar Wochen jemanden zur Reparatur zu bestellen.

    Und ja, insbesondere beim Duschen kann man so eine Menge Wasser sparen! Vor allem im Winter. Lässt man da auch noch die Heizung aus (wir haben keine im Bad) und muss man mit eiskaltem Wasser bei kuscheligen 1°C duschen, kann man außerdem noch eine ganze Menge Zeit sparen …

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    • Hallo Shaoshi, hallo Dörte,

      dein Bericht vom kalten Duschen kommt mir nur allzu bekannt vor. Bei uns muss man morgend meistens das Wasser in der Dusche mindestens fünf Minuten laufen lassen, ehe es in die Nähe von angenehm warm kommt. Über die Zeit habe ich mir angewöhnt, das kalte Wasser schon mal zum Haare waschen (Kopf nach vorne gebeugt) zu benutzen, damit es nicht sinnloss in den Abfluss läuft.

      Zum Händewaschen, Zähneputzen etc. benutze ich schon mein ganzes Leben lang kaltes Wasser, weil wir das zuhause so vorgelebt bekommen haben.

      @Dörte: Ich bin schon gespannt auf deinen Erfahrungsbericht und werde selbst in den nächsten Wochen darauf achten, zu welchen Zeitpunkten ich eigentlich den Warmwasserhahn benutze.

      Liebe Grüße, Svenja/Apfelmädchen

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  2. Hallo!

    Also ganz ehrlich, da mache ich nicht mit. Kalt duschen, das mag ich nicht. Im Sommer ja, das ist ok. Aber bei uns ist es echt arg kalt inzwischen.

    Ich muss mir das auch nicht beweisen, denn ich habe 1 Monat in der Wildnis mit eiskaltem Bergwasser gelebt und werde das nächstes Jahr wieder machen. Insofern verschiebe ich die Challenge 😉

    lg
    Maria

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  3. Oha, das klingt zwar nach einer spannenden, doch für mich sehr schwierigen Herausforderung. Nicht einmal so sehr das Händewaschen oder Zähneputzen mit kaltem Wasser, das mache ich sowieso schon. Sondern das Duschen! Ich bin Warmduscher durch und durch. Mmh, ich weiß gerade noch nicht so recht. Ich werde mir den Post definitiv abspeichern und mal im Verlaufe des Monats sehen, ob ich Lust auf eine Challenge habe. Aber grandiose Idee, das muss ich dir lassen. 😀

    Liebe Grüße,
    Karo

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  4. Bei uns in der Wohnung ist vor ein paar Jahren, als es so ein recht knackig kalter Winter war, die Heizung ausgefallen. Also komplett. Weil Vermieter Öl vergessen hatte nachzufüllen. Das war am Anfang ein Schock. Dann ärgerlich. Und am Schluss hatte ich echt Strategien gegen die Kälte entwickelt, die umweltfreundlich waren und funktoinierten.
    (Vielleicht sind auch meine Ansprüche runtergegangen udn ich bin einfach länger auf Arbeit geblieben. 😉 )
    Anyway. Was ich sagen will. DAS Abenteuer gönn ich mir.
    Denn ich vermute nach vorgeschriebener Erfahrung, dass es eins werden wird.

    Ich mach mit!!!!

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    • … und? 😉 Also, zugegeben, ich wollte kneifen – und dann ging vor ein paar Tagen mein Warmwasser kaputt. Es kam doch bisher immer aus der Leitung. Und plötzlich wars nur noch ein bisschen wärmer als eiskalt, egal wie lange ich den Warmwasserhahn aufgedreht ließ. Dann gehts plötzlich auch mit dem kKltduschen (als Alternative zum Gar-nicht-duschen nämlich). 🙂

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  5. Das erinnert mich an das alte Ehepaar, dass ich jeden Morgen in einem See schwimmen gehen sehe. Bin gespannt, wie lange die das machen (das ganze Jahr?). Beim Händewachen mag ich sogar kein warmes Wasser. Bei meinen Eltern gab es nur einen Kaltwasserhahn.
    Aber ohne Warmwasser duschen… brrr….

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  6. Nun ja… Unser warmes Wasser wird von der Sonne zubereitet. Kostenlos. Wir sind sehr froh, uns beim Heizungsbau dafür entschieden zu haben. Im Winter ist das warme Wasser ein Nebenprodukt der HolzHeizung, mit umweltfreundlichen Pufferspeichern ausgestattet. Die Waschmaschine und die Spülmaschine haben einen Warmvorlauf, damit die Geräte nicht so viel Strom verbrauchen.

    Händewaschen kalt ja, Zähneputzen auch… generell nicht soviel Wasser verbrauchen. Grauwasser zum Klospülen nutzen. Brunnenwasser zum Wollewaschen. auch. Aber kalt duschen.?… nee, das kann ich nicht. LG Gitta

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    • Es ist wirklich etwas anderes, ob ich im Sommer im Urlaub am Ende einer Wanderung oder einer Radtopur in den nächsten See oder Fluss springe – egal wie kalt der ist. Oder ob ich zu Hause unter die Dusche steige und mir künstlich verkneife, den Warmwasserhahn aufzudrehen. Eines hab ich auf jeden Fall mit der Challenge für mich erreicht: Ich drehe den Warmwasserhahn jetzt wirklich nur noch sehr bewusst und gezielt auf und nicht mehr gedankenverloren auch dann, wenn es gar nicht Not tut.

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  7. Leider kann Warmwassersparen auch Folgen haben, an die man erst mal nicht denkt. Im Frühjahr durften ich (und der Rest der Wohnungen am gleichen Wasserstrang) eine Woche lang jeden Abend eine halbe Stunde das Heißwasser direkt in den Abfluss schicken, um die Legionellen auszuspülen. Die geben sich halt in wenig genutzen Warmwasserleitungen fröhlich der Vermehrung hin.

    Wobei ich mein Legionellen-Problem letztlich wohl weniger meinem Wassersparen, als eher geschickter Lobbyarbeit zu verdanken habe, die dafür gesorgt hat, dass jetzt jedes Mietshaus überprüft werden muss, bei gleichzeitiger drastischer Reduktion der zulässigen Grenzwerte. Die Labore freuts ungemein. Und die Gesundheitsämter bekommen auch neue Stellen.

    Hausbesitzer sind seltsamerweise von dieser Hygiene-Zwangsbeglückung ausgenommen.

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      • Ja, deshalb mussten wir ja spülen.

        Dank der neuen Trinkwasserverordnung müssen die Wassertanks von Mietshäusern ja jetzt alle 3 Jahre kontrolliert werden. Bei mehr als 100 von den Viechern auf 100ml Wasser ist der Vermieter zu einer ‚Gefährdungsanalyse‘ verpflichtet. Erste Gegenmaßnahme ist dann das ordentliche Durchspülen der Leitungen.
        Bei mehr als 10000 Legionellen pro 100ml gibt’s dann ein Duschverbot.

        Ist nur so, dass neben der allgemeinen Kontrollpflicht der Grenzwert auch noch so absurd niedig angesetzt wurde, dass da bei vielen Mietshäusern Alarm geschlagen wird. Öffentliche Einrichtungen mussten ja zuvor schon regelmäßig kontrolliert werden, aber das war der Grenzwert bei 10000.

        Und das Problem trifft offenbar nicht gerade wenige:
        „Von allen Häusern im Kreis, die auf Legionellen untersucht werden, schlägt der Test bei 25 Prozent an.“
        http://www.merkur-online.de/lokales/fuerstenfeldbruck/landkreis/anrufe-monat-legionellen-hotline-2909001.html

        Siehe auch:
        http://www.neues-deutschland.de/artikel/931777.unter-den-achseln-lauert-gefahr.html
        „Aber mit der Furcht vor einem Erreger lassen sich Behörden beschäftigen und Märkte schaffen.“ (ich vermute: genau darum ging’s)

        Oder auch:
        http://www.regensburger-nachrichten.de/news/74826-legionellen
        „Prof. Tobias Welte, Experte für Lungenheilkunde an der Medizinischen Hochschule Hannover, hält die Trinkwasserverordnung für überzogen und überflüssig. „Ob der Wasserendnutzer etwas davon hat, ist unklar. Damit werden unter dem Deckmantel, etwas Gutes erreichen zu wollen, Kosten generiert und bestimmte Industriezweige gefördert.“

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  8. Ich trau es mich ja gar nicht zu sagen, aber: Eigentlich wollte ich mich mit vielen tollen guten Gründen aus dieser Nummer rauswinden, da geht doch glatt bei mir im Mietshaus die Warmwasserproduktionsdingensbummens kaputt! Jetzt dusche ich also zwangsweise kalt und betrachte es als ein Zeichen des Universums, dass ich mit meinen Challenges nicht scherzen soll. 😉 Nichtsdestrotrotz betrachte ich meine Challenge als „gescheitert“ (weil klat duschen angesichts der Möglichkeit, wenigstens lauwarm zu duschen, wirklich absurd ist im Herbst) und gleichzeitig als erfolgreich, denn es hat mich sensibilisiert – und das ist letzztlich bei jeder der monatlichen Aufgaben, die ich mir stelle, das Ziel. So, nun kennt Ihr die ganze Wahrheit – ich schreibe derweil an der Oktober-Challenge und versuche, mit etwas mehr Demut daran zu gehen, das Thema auszuwählen. 🙂

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