7 Tage ohne … meine Herausforderung in der letzten Woche

Sieben Tage ohne … oder sollte ich lieber sagen, sieben Tage „nur mit“? Eine Woche lang nur Geld für die nötigsten Lebensmittel ausgeben, das kann doch nicht so schwierig sein. Oder doch? Für die ganz neugierigen meine Antwort schon einmal vorweg: Doch, aber man muss das schon wirklich wollen und so habe ich mich in der letzten Woche zwei Mal nicht an die Regeln der Juli-Challenge gehalten.

Aber von vorn.

7-tage-ohne-challengeDa ich zurzeit eine neue Stelle suche, gibt es kein Büro und folglich auch keinen Arbeitsweg, der mich verlocken könnte zum Geldausgeben. Ich arbeite vormittags zuhause an meinen Projekten, mache mir einen Kaffee und öffne den Kühlschrank bei Bedarf. Das schwierige Thema, mich morgens zu organisieren oder schnell noch Frühstück unterwegs zu holen, bleibt mir also erspart.

Leicht gefallen ist mir auch der Gang zum Zeitschriftenregal, nur mal gucken, ob es auch wirklich nichts Interessantes gibt ;-). Gab es nicht, Regeln der Challenge eingehalten. Um Drogerien u.ä. habe ich einen großen Bogen gemacht, die im Juli zahlreich benötigten Geburtstagskarten und  ein Geburtstagsgeschenk hatte ich vor meinem Start gekauft. Ein Mal, ich war Brot kaufen in der Bäckerei, hätte ich mir fast ein extra Stück Kuchen gegönnt als Belohnung für einen sehr gelungenen Tag. Es gab keinen Pflaumenkuchen mehr und ich konnte mich gerade noch zurückhalten, als Ersatz irgend etwas anderes, nicht so Leckeres zu kaufen.

Also alles ganz einfach?

Nein, natürlich nicht. Zwei Mal habe ich mich nicht an die Regeln gehalten, obwohl es möglich gewesen wäre. Duschgel und Zahnpasta waren alle, wir haben ein paar Tage kleine Fläschchen aus diversen Hotels aufgebraucht und die Zahnpasta von Sohnemann genommen. Als ich beim Einkaufen daran gedacht habe, nahm ich beides auch gleich mit, weil ich einfach keine Lust hatte, beim nächsten Einkauf wieder daran denken zu müssen.

Noch ein weiteres Mal gab ich Geld aus in dieser Woche, eine Freundin lud zum Eisessen und ich hatte Lust auf ein Treffen, aber keine auf Diskussionen über Minimalismus und die Challenge. Ich habe dann den leckeren und bequemeren Weg gewählt und mir ein Eis gegönnt. Das war zwar gegen die Regeln aber trotzdem in meinem Sinne, weil ich schon lange dran bin, mehr mit Freunden zu unternehmen, auch mal spontan etwas zuzusagen und Geld in gemeinsame Unternehmungen zu stecken. Sagen wir also, ich habe das Level der gemeinsamen Unternehmungen ohne Geld diese Woche nicht erreicht oder erreichen wollen.

Was habe ich gelernt?

  • Organisation ist alles!
    Wenn ich weiß, was an einem Tag ansteht, kann ich auch gut einschätzen, wo ich unnütz Geld lassen könnte und entsprechend vorbeugen.
  • Alleine ist doof, lieber Familie und Freund ins Boot holen!
    Ich hätte Zahnpasta und Duschgel leicht auch auf den nächsten Einkaufszettel schreiben können und der Mann hätte sicher noch ein paar Tage länger irgendwie auskommen können. Aber ich war gar nicht dazu gekommen, ihm in Ruhe von der Challenge zu erzählen. Für den August bin ich besser vorbereitet, da werde ich den Mann zum mitmachen herausfordern :-). Mit Freunden etwas zu unternehmen ohne Geld auszugeben, ist natürlich auch einfacher, wenn die Freunde wissen, was man da gerade so macht. Nicht, weil sie einen dann unbedingt einladen würden, aber weil man gemeinsam nach alternativen geldfreien Unternehmungen suchen kann.
  • Frustkäufe sind meine Sache nicht (mehr), aber ich will mich öfter mal mit etwas belohnen und gebe dafür Geld aus, da könnte ich ja mal überlegen, welche Alternativen es gäbe ohne Geld auszugeben
  • „Denke nicht an rosa Elefanten!“
    Und? Du hast garantiert einen vor deinem inneren Auge, oder? So ging es mir mit dieser Challenge. Ich kann eine ganze Weile mit sehr wenig Geld leben, während dieser Challenge ist es mir aber schwer gefallen, weil ich ständig das Thema Ausgaben vermeiden im Kopf hatte.

Die nächste Challenge kommt bestimmt

Na klar und ich bin wieder dabei. Dörte hat es ja schon angekündigt, ab dem 1. August gibt es hier die nächste Challenge und ich kann euch schon mal verraten, wir werden diesmal zu Helden mit dem Kochlöffel.

Und ihr so?

Habt ihr auch mitgemacht? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht und wie geht es euch, wenn ihr versucht, möglichst nur Geld für das Nötigste auszugeben?

Bildquelle: pixabay.com – HotelMonacoMuenchen

 

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3 Gedanken zu “7 Tage ohne … meine Herausforderung in der letzten Woche

  1. Ich finde, du hast das super gemacht. Duschgel und Zahnpasta waren nötig. Sowie ein Eis bei einer Unternehmung als etwas Besonderes und eine tolle Erinnerung an den schönen Sommertag. Würde sonst an Geiz grenzen, finde ich. Eis gehört halt zum Sommer dazu. Wer hat was davon, wenn du dir keins kaufst? Deswegen halte ich nicht soviel von den Konsumverzichtschallenges. Ich hab mir ja auch 1 Lavendel gekauft, weil sonst die Hummeln traurig sind und nicht mehr auf meinen Balkon kommen.

    Und 2 Bücher in der anderen Woche. Sehe ich als Materialbeschaffung. Weil ich keine 2 Monate Zeit hab, mir die Infos im Internet zusammen zu suchen. Wenn man gar nix mehr ausgibt, kann man ja gleich aufhören zu leben. Wem soll das was bringen? Wie sehr ihr das? Solange man Dinge kauft, die man dann auch nutzt, ist doch alles super!

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  2. Hallo Tanja,

    da bin ich ganz deiner Meinung. Ich denke mal, jeder wird selbst wissen oder ahnen, welche Ausgaben sinnvoll sind und welche nicht. Für mich absolut unnütze Ausgabe sind z.B. die für irgendwelche unterhaltsamen Zeitschriften. Die habe ich meist in 1-2 h gelesen und ärgere mich dann, dass ich mir schon wieder mehr erwartet hatte. Wenn ich doch mal eine lesen will, kann ich das im Wartezimmer beim Arzt oder beim Friseur machen ;-).
    Gestern hätte mich der Ich-muss-doch-mal-wieder-was-kaufen-Teufel fast erwischt. Wollte ich doch tatsächlich ein Fußmessgerät für Sohni bestellen, um den Schuhkauf zu vereinfachen?! Wie gut, dass mein Mann mich davon abgehalten hat, wir werden weiterhin Füße auf Papier umranden oder das Messgerät im Schuhladen nehmen. Geld gespart, Platz gespart, kein Plastik gekauft …
    Gar nix mehr ausgeben wird ja eh nicht passieren. Aber ich denke mir schon, wenn ich weniger für irgendein unwichtiges Zeug ausgebe, kann ich mir dafür hochwertigere Lebensmittel oder Kleider leisten. Oder einen Urlaub … so gesehen ist es für mich schon attraktiv, nicht für alles und jedes Geld auszugeben.

    Viele Grüße und auf ein Neues – ab morgen gibt es die August-Challenge!

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