Vom Wert der unnützen Dinge

Hier kommt meine Zusammenfassung zur ersten MinimaMuse-Blogparade „Unnütz & Unbezahlbar“, für die Ihr in den vergangenen zwei Wochen (vom 6. bis heute, 20. Juli 2014) wunderbare 17 Beiträge (zwei erreichen mich eben auf den letzten Rücker – siehe Liste unten) geschrieben habt. Danke für all die einzigartigen Einblicke in Eure Dingwelt! Was ich verstanden habe, versuche ich hier einmal in Worte zu fassen:

Was vom Leben übrig bleibt…

… sind die Dinge, die uns an Menschen erinnern und an unser eigenes erlebtes Leben – und die in uns damit verbundene gute Gefühle wieder aufleben lassen, wenn wir sie betrachten oder berühren. Diese Dinge waren Teil unserer Gegenwart, heute sind sie Brücke oder Anker für uns. Sie sind wertvoller als jeder Nutzgegenstand, weil sie unersetzlich sind. Unikate. Wie jeder Mensch und jedes Leben.

Das häufigste unnütze Ding dieser Blogparade: das Plütschtier. „Alles, was Augen hat, ist nicht unnütz.“ schreibt Miki. Recht hat sie. 😉 Die Plüschtiere sind zahlreich vertreten in dieser Blogparade, in allen Formen und Größen… Und wo Plüschtiere zu Hause sind, sind Kuscheldecken nicht weit.

Erinnerungen an Menschen…

… an den Vater und nochmals an den Vater, an die Mutter, den Bruder und überhaupt die ganze Familie. Sogar an den Ex-Ehemann. Es sind geliebte Menschen, an die wir uns liebend gern erinnern lassen – durch ein Foto, eine russische Puppe, ein Plüschtier, einen Brautstrauß, einen Elfenbeinarmreif oder die Sammlung handgeschriebener Liebesbriefe…

Liebe & andere gute Gefühle

Immer wieder schreibt Ihr in Euren Beiträgen von Liebe – dieses unbezahlbare Gefühl! Allen voran die elternliche Liebe und die Liebe zu den Eltern. Damit schließt sich der Kreis auch schon wieder zu den Erinnerungen an die Menschen (siehe oben)… Doch auch andere Gefühle spielen eine wichtige Rolle, geben den Dingen ihren Wert: Die Angst besiegen, die richtige Entscheidung treffen – was einmal gelang, soll auch in Zukunft gelingen – durch einen Talismann bestärkt.

Ereignisse & Orte des Geschehens – oder der Sehnsucht

… und damit verbunden sind oftmals ganz besondere Ereignisse: Auf der Straße vor dem Haus jeden Sonntag das Mittagessen mit Bedürftigen teilen. Tage der Jugend in Ostfriesland. Oder das Meer als Sehnsuchtsort, an dem man noch nie war, doch das einem die Oma mit einer Muschel nahebrachte. Oder die Ernte-Schlachten in der Nähe von Karl-Marx-Stadt. Solche Ereignisse bringen Dinge hervor, die bei uns bleiben dürfen – wie jene Kartoffelkombine den einen wunderschönen Stein… Und manchmal setzen wir uns hin und schreiben auf, was uns erinnerungswürdig ist.

Überhaupt: das selbst geschriebene Wort! Tagebücher und Briefe werden über die Jahre zu einem Stück Literatur, das wir genau so gern zur Hand nehmen wie ein Buch, das wir einst gern gelesen haben… Und so freue ich mich, dass diese Blogparade durch eine kleine Zitatesammlung gekrönt wurde.

***

PS: Ich bin mir sicher, dass auch Menschen, die von sich sagen, keinen solchen Gegenstand zu besitzen, die Dinge um sich herum mit Bedeutung aufladen. Vielleicht ist manches aber auch zu intim, um darüber zu bloggen… Andererseits: „Und so viele Gegenstände sind schon überflüssig geworden, da sich die damit verbundenen Erinnerungen tief in mir verwurzelt haben…“ schreibt Traumspruch. Auch da ist etwas Wahres dran: Wirklich reich ist also, wer keine Dinge mehr braucht, um das Leben ins sich zu spüren. 🙂

PPS: Du würdest auch jetzt gern noch ein unnützes und unbezahlbares Ding zu dieser Blogparade beisteuern? Dazu ist es nie zu spät! Schreib einfach den Link zu Deinem Beitrag in einen Kommentar. Ich ergänze gern die Liste und verlinke auch noch nachträglich in diesem Artikel…

***

Alle Blogparadenbeiträge im Überblick

Seifenblasen_4

Advertisements

3 Gedanken zu “Vom Wert der unnützen Dinge

  1. Vielen Dank. liebe Dörte, für die gute Idee und diese wunderbare Zusammenfassung! Besonders schön für mich ist die Erkenntnis, dass ich mit meinen Plüsch-Best-Friends nicht alleine bin! 🙂

    Gefällt mir

  2. Plüsch-Best-Friends sind unersätzlich, denn sie sind definitiv immer da! Aber im Verhältnis zu deinem Tier, liebe Miki, bin ich froh, dass meine drei etwas kleiner sind :o)

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s