#7tageOHNE Challenge Erfahrungsbericht

Liebes Challenge-Tagebuch,

Selbstklebefolie

ich wusste gar nicht, welch Glücksgefühle eine Rolle Selbstklebefolie in mir auslösen kann! Das Universum hat mich reich beschenkt – Ihr werdet es mir kaum glauben, was ich Euch jetzt erzähle…

Am vergangenen Donnerstag startete ich ja in meine persönlichen „7 Tage OHNE“ – sieben Tage lang keine Einkäufe außer notwendige Lebensmittel für den Eigenbedarf, so lautet die Grundregel meiner Juli-Challenge (an der sich jede/r noch bis Ende des Monats beteiligen kann!). Ich startete hochmotiviert, nahm an den ersten Tagen einfach kein Geld mit, wenn ich aus dem Haus ging, stopfte stattdessen genügend geschmierte Brote und vorgekochtes Essen in meine Tasche, um durch den Tag zu kommen – und beschäftigte mich statt mit Kaufen mit dem Tauschen (siehe Blogpost über die neue Tauschkiste in Hamburg) und dem Verkaufen (der Blogpost über den Flohmarkt kommt noch, versprochen!) von Überflüssigem.

Der Donnerstag lief super, der Freitag auch, ich hielt mich wacker, spürte keinerlei Versuchung, irgendwo für irgendwas nebenbei Geld auszugeben. Sogar auf dem Flohmarkt am Samstag blieb ich standhaft – nur der Klogang im Café kostete mich zweimal unvermeidliche 50 Cent, weil es vor Ort keine andere Lösung für die StandinhaberInnen gab. Am Sonntag schaute ich dann auf der altonale beim Bau der neuen Tauschkiste vorbei und schlenderte ein bisschen über die Kunstmeile. Dort traf ich zwei gute Freundinnen, die mich zum Latte Macchiato im Café einluden. Zugegeben, ich hielt das zunächst für einen Regelbruch angesichts meiner Challenge, bis ich begriff, dass die Großzügigkeit einer solchen Einladung nicht im Widerspruch stehen sollte. Schließlich war es ja nicht ich, die den aushäusigen Kaffee angestrebt hatte und die beiden hätten sich da sowieso auch ohne mich hingesetzt und nen Latte bestellt… Und wenn es Sünde war, dann doch eine, die ich mit meinem Flohmarktstand und meiner Patenschaft einer Tauschkiste wohl mehr als wett gemacht hatte an diesem Wochenende, oder? 🙂

bookcrossing-aufkleberAuch der Montag verlief reibungslos versuchungsfrei – doch dann kam der Dienstag: Im Briefkasten lagen endlich die ersehnten selbstgestalteten Aufkleber von bookcrossing.com, die ich mir vor mehr als zehn Tagen bestellt hatte. Und die weckten Begehrlichkeiten! Wenn ich nämlich diese Aufkleber außen auf einen Buchumschlag kleben würde und mit einem Kuli die Daten eintragen würde, dann wäre ja die Wahrscheinlcihkeit, dass diese Daten irgendwie verwittern, abgerubbelt oder sonstwie verschmiert werden könnten, relativ groß, es sei denn, ich klebte – genau! – Selbstklebefolie drüber. So wie wir früher alle unsere Schulbücher damit eingeschlagen hatten, damit sie nicht so versifften. Jedoch: In meinem Haushalt befand sich zurzeit keine Selbstklebefolie, ich muste sie also ….. KAUFEN! Doch halt! Nicht innerhalb der #7tageOHNE. Doch ohne diese Folie wären meine ersten Bookcrossing-Bücher einfach nicht wirklich perfekt für ihre lange Reise durch die Welt gerüstet.

Was nun…?!? Ich schwankte und haderte und ließ heute, am Mittwoch, meine ersten bei bookcrossing registrierten Bücher schweren Herzens frei, ohne Selbstklebefolie über den beschrifteten Aufkleber gezogen zu haben…

Zweimal widerstand ich seit gestern der Versuchung, Selbstklebefolie zu kaufen, ich war jedes Mal schon auf dem Weg zum Laden und dreht doch wieder ab. Es musste eben – vorübergehend – auch so gehen, die sieben Tage wären ja irgendwann auch mal um, dann könnte ich mir ja Selbstklebefolie kaufen, so viel ich wollte…

Vorhin auf dem Nachhauseweg passierte dann das Wunder. Ich hatte morgens mein Rad am Bahnhof Altona abgestellt, nachdem ich meine Bücher in die Tauschkiste gebracht hatte, holte es jetzt dort wieder ab, um noch einmal kurz bei der Tauschkiste längs zu fahren – schließlich wollte ich wissen, ob die Bücher schon mitgenommen wurden. Wieder fand ich einen fast rundum erneuerten Inhalt vor, alles liebevoll hineingelegt – es war einfach toll zu sehen, wie gut die Tauschkiste angenommen wurde! Ich ordnete sie Sachen noch ein wenig gefälliger an und nahm dabei auch eine längliche Platsiktüte mit ein paar undefinierbaren Rollen darin in die Hand. Ich schaute genauer hin und entdeckte – Ihr ahnt es schon – eine Rolle SELBSTKLEBEFOLIE.

Ich bin mir ganz, ganz sicher, dass das ein Zeichen ist. Alles, was ich mir wünsche, kommt zu mir, wenn ich nur loslasse. Oder so. Auf jeden Fall bin ich heute Abend sehr glücklich.

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7 Gedanken zu “#7tageOHNE Challenge Erfahrungsbericht

  1. Wow! Einfach wun.der.voll!!!! Das Universum ist unglaublich!

    Und du hast durchgehalten! Yeah! Tschakka! Whoooohooooo! \o/ So einfach ist das!
    Ich bin stolz auf dich!

    LG
    Bianka

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  2. Hallo Dörte

    Wow, ja, das sind immer ganz besondere Momente. 🙂

    Ich klebe die Bookcrossing-Aufkleber immer IN das Buch, also ganz vorne, wo es in der Regel sowieso eine leere Seite gibt. Bei einem „Ich tu mal so als ob ich das Buch finde und blättere darin herum“-Versuch fand ich, dass man auf den Aufkleber aufmerksam wird … weil die Seite nun ja auch dicker ist.

    Schön, dass du nun auch Bookcrosserin bist!

    Herzlich

    Barbara

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  3. Glückwunsch, Dörte! Du hast es geschafft. Eine Woche. Hast du denn Montag oder Dienstag dann ein Nachholbedürfnis gespürt? Ich hab mir in der Woche auch nur 1 Lavendel für die Hummel auf dem Balkon gekauft. Der alte war hinüber. Ich wollte die Hummel nicht enttäuschen. Das fällt unter Tierschutz. Widerstehen musste ich einem Loopschal. 3 Stunden lang. War echt ein Kampf. Das ist meine persönliche Schwäche. Ich kenne das mit der Folie. 2 Sachen waren in einem Paket, die ich nie erwähnt habe. 1 veganes Shampoo und 1 Linkshänderspitzer. Beides hab ich mir so gewünscht.

    Mir einen Monat nix zu kaufen, wie das wohl ist? Das hab ich mich gefragt neulich und lange darüber nachgedacht Ich finde aber, dass das nix bringt. Ich will ja auch am Leben teilnehmen. Sonst fehlt mir ständig das Material. Der Aufwand wäre dann maximalistisch. So hab ich mir gerade 2 Bücher gebraucht gekauft. Weil das Thema zu exquisit ist und ich keine Infos im Internet finde.

    Liebe Grüße,
    Tanja

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  4. Ich finde ja, dass es mit der Zeit immer leichter wird. Je länger ich nur noch das Nötigste kaufe, desto weniger brauche ich. In den letzten 9 Monaten hat sich mein Konsum gegen 0 reduziert und mir geht überhaupt nichts ab, im Gegenteil, ich fühle mich reicher als vorher.

    lg
    Maria

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