Minimalismus zwischen Egoismus und Altruismus | Ergebnisse der Umfrage

Acht Tage lang lief meine kleine Online-Umfrage „Was motiviert Dich, Minimalist/in zu sein/werden?“, die ich in meinem Netzwerk via Twitter, Facebook und Xing beworben habe – 186 Antworten sind zusammen gekommen. Seit dem ersten Zwischenstand vom 1. Juli sind also noch einmal täglich rund zehn Klicks zuazugekommen – grundlegend verändert hat sich die Verteilung auf die Antworten nicht mehr. Dies ist das Endergebnis (die Umfrage ist jetzt geschlossen):

Minimalismus-Umfrage-Ergebnisse

Ich habe mir übrigens erlaubt, von den insgesamt acht Klicks bei „Sonstiges“ anhand der Angaben im Freitextfeld sechs in die vorgegebenen Antwortoptionen einzuordnen – übrig geblieben sind nur noch zwei sonstige Motivationen: „alles“ und „noch auf Sinnsuche, fühlt sich aber gut an“. 🙂

Was mir an der Verteilung der Antworten auffällt, hat Emi (@DowngradeDeluxe) im Rahmen der Diskussion des Zwischenstandes bereits in einem Tweet sehr schön zusammen gefasst:

Wenn wir die Anzahl der Klicks bei den Antwortoptionen „mehr Zeit für Wichtigeres“, „(sorgen)freier“, „natürlicherer, weniger entfremdeter Lebensstil“, „Traum eines nomadischen Lebens“ und „sprituelle Dimension“ zusammen zählen, dann überwiegen mit knapp 80% die sehr persönlich aufs eigene Leben bezogenen Motivationen. Demgegenüber stehen nur 20% aller Klicks bei den eher altruistischen Antwortoptionen („der Umwelt zuliebe“ und „Verweigerung der Mittäterschaft bei moderner Sklaverei“).

Allerdings hatte Svenja (das Apfelmädchen) bereits eine andere Interpretation vorgeschlagen, indem sie die Antwortoptionen „der Umwelt zuliebe“, „natürlicherer, weniger entfremdeter Lebensstil“ und „Verweigerung der Mittäterschaft bei moderner Sklaverei“ unter dem Oberbegriff „Nachhaltigkeit“ zusammenzufasst – auf dieses Trio entfallen immerhin fast ein Drittel (30,65%) aller Klicks.

Eines ist auf jeden Fall sehr auffällig: Dinge fressen Lebenszeit. Das empfinden mindestens vier von zehn Menschen so, die diese Umfrage beantwortet haben. Diese Lebenszeit lässt sich wieder „freisetzen“, indem wir unsere Aufmerksamkeit von der Dingwelt abziehen…

Wollt Ihr wissen, was ich geantwortet habe? Ich gehöre zu den 4,30%… 😉

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4 Gedanken zu “Minimalismus zwischen Egoismus und Altruismus | Ergebnisse der Umfrage

  1. Vielen Dank für die Aufbereitung der Ergebnisse. Ich hatte mich letztlich für die Nachhaltigkeit entschieden, obwohl ich den Punkt „Mehr Zeit für Wichtiges“ mindestens genauso wichtig fand. Aber das Kreuz bei Nachhaltigkeit hat dem Gewissen besser gefallen 😉

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    • Die Entscheidung ist auch mir schwer gefallen, aber manchmal muss man sich eben entscheiden im Leben… 😉 Ich schwankte zwischen Nomadenlebenstraum und weniger-arbeiten-sorgenfreier-leben. Mein Idealziel ist es, dauerhaft mit weniger als 1.000 Euro im Monat auszukommen, ohne das Gefühl von Mangel zu empfinden. Bin gespannt, wo ich in einem Jahr stehe… Viele (!) Grüße! 😉

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