Eine neue Tauschkiste für Hamburg…

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Seit ein paar Stunden steht in Hamburg Ottensen eine neue Tauschkiste, gebaut von Tobias Filmar und all den Kids, die auf der altonale Lust zum Werkeln hatten. Sie steht an der südlichen Spitze vom Kemal-Altun-Platz, wo Ottenser Hauptstraße und Große Brunnenstraße aufeinander treffen.

Es ist nicht die erste Tauschkiste, die der engagierte Tischler und Diplim-Psychologe gebaut hat. Mit seinem Konzept „eigenen Lebensraum selbst gestalten“ stellt er seine Projekte auf der Website hamburg-bist-du.de vor.

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Auf ihrer Facebook-Seite hatte das altonale-Team aufgerufen, sich als Paten für die Tauschkiste zu melden. Das hab ich getan und bin aufgeregt zur Eröffnung heute um 18 Uhr geradelt – mit einer ersten „Grundausstattung“ an Tauschware in der Satteltasche, darunter ein Schutzengel (den mein Neffe mir vor viiiieeeeeelen Jahren gebastlet hatte), ein paar Inline Skater (Größe 42), natürlich ein paar Bücher und ein bisschen Geschirr, welches wir gestern auf unserem Flohmarkt (darüber blogge ich auch demnächst) nicht losgeworden sind…

Das Konzept einer Tauschkiste – auch unter dem englischen Begriff Givebox bekannt – ist simpel: Gegeben werden darf alles, was gut erhalten ist und hineinpasst, nehmen darf sich jeder das, was er braucht. Auch in anderen Städten sind sie zu finden, unter anderem in Berlin, Siegen, Düsseldorf, Frankfurt, Köln … wo noch? Ich leg hier gern ne Liste an…

Die „Einweihung“ fand im kleinen Rahmen statt. Ich hab mich riesig gefreut, Tobais Filmar persönlich kennen zu lernen. Morgen gibt es wahrscheinlich von uns beiden auch noch Fotos auf der altonale-Facebook-Seite, die ich hier verlinken kann. Ich hab mich nach der „Erstbefüllung“ ein wenig an die Seite gesetzt und einfach mal beobachtet, wie die Menschen reagieren. Viele sind stehen geblieben und haben sich das Ganze genauer angeschaut. Sehr schnell kamen die ersten neugierigen Kinder, die sich trauten, etwas mitzunehmen. Und auch ein paar Erwachsene suchten sich – zunächst noch etwas zaghaft – etwas aus. Ich bin dann ein bisschen durch die Straßen gelaufen und nach einer halben Stunde noch einmal wieder gekommen – und siehe da: Die Sachen hatten sich in der Zwischenzeit „vermehrt“: Ein Wasserkocher und ein Schulranzen sind dazugekommen!

Als stolze Patin werde ich natürlich morgen Abend wieder vorbeischauen unc nach dem Rechten sehen – und ein paar Kleiderbügel mitbrignen, denn eine kleine Kleiderstange gibt es auch (hinter dem schrägen Balken). Ich bin fix gespannt, wie die Tauschkiste in Ottensen angenommen wird. Tobias betonte, dass es vor allem dann gut funktioniert, wenn ein paar Leute regelmäßig vorbeischauen und ein bisschen Ordnung schaffen, denn dann sehen alle, dass die Kiste nicht allein gelassen wird und gehen pfleglicher damit um. Na, ich bin fix gespannt…! 😉

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14 Gedanken zu “Eine neue Tauschkiste für Hamburg…

  1. Interessant finde ich, wie sich diese Tauschkiste in nächster Zeit entwickelt. Ich würde mich freuen, wenn du daher gelegentlich nochmal in einem Blogbeitrag aufgreifen würdest, wie sich dein „Patenkind“ so entwickelt.

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    • Hallo Markus, das mach ich gern. Gestern Abend hab ich wieder vorbeigeachaut und da war nach 24 Stunden fast der komplette Inhalt der Tauschbox ausgetauscht. 😉 So soll es sein. In den nächsten Tagen gibt’s auch mal wieder ein Belegfoto und auf jeden Fall demnächst auch einen Artikel über die Entwicklung. Viele Grüße, Dörte

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      • Klasse, finde ich schön, dass das so gut anläuft und bin weiter gespannt auf die Entwicklung.

        Dazu passt ganz gut, dass irgendjemand aus meinem Wohnblock im „Müllkäfig“ (also dort, wo die Mülltonnen drin stehen) eine Art Mini-Tauschbox in Form eines Pappkartons mit einem Zettel dran eingerichtet hat, dass dort jeder nicht mehr benötigte aber noch verwendbare Sachen für andere einlegen kann. Mal schauen, ob das hier Akzeptanz findet.

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  2. Tolle Sache. Mich würde mal was Praktisches interessieren: Wie werden die in der Kiste abgelegten Gegenstände gegen die Witterung (Regen, Hagel, Sturm…) geschützt? Kann man die Kiste schließen?

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  3. Ich denke auch, sie braucht mehr Regenschutz. Sonst werden die Sachen klamm. Kenne ich aus den 2 Jahren Give-Box in Siegen. Bye bye Give-Box! War eine tolle Zeit. Und da konnte man reingehen. Sie war also größer und die Sachen trotzdem klamm. Ratsam wäre auch noch ein Pate, der die Tauschbox unmittelbar vor der Nase hat. Ein Geschäft oder so. Gegen eine Spende. Die einen Blick drauf werfen. Sonst fangen Leute an, Sofas abzuladen. Und neben der Box sollte keine Mülltonne stehen. Damit keine selbsternannten Aufräumer, Sachen entsorgen. Dann gibt es noch die Abgraser, die systematisch und mehrmals täglich Dinge für ebay suchen. Eigentlich nicht Sinn der Sache. Anscheinend hat nicht jeder eine Give-Box-Kompetenz.

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      • Du hast mich sehr nachdenklich gestmmt, Tanja… Das mit der Witterung muss halt irgendwie gehen (bin gespannt auf den Winter), doch die Vorstellung, dass da jemand Sachen für eBay oder so systematisch abgrast, finde ich unangenehm. Letzte Woche erlebte ich das an meinem Flohmarktstand. Ich hatte viele tolle Bücher dabei und stelle mir vor, dass die viele Menschen glücklich machen, die die bei mir am Stand entdecken udn dafür nur ein bis zwei Euro bezahlen. Doch dann kam eine Frau, die in Seelenruhe ale meine Bücher scannte und auf momox.org checkte, wie viel Geld sie damit noch machen könnte. Am Ende kaufte sie rund 20 Bücher. Ich habs ihr durchgehen lassen, doch beim nächsten Mal sag ich,. dass ich nicht an Weiterverkäufer/innen verkaufe oder sie maximal drei Bücher kriegt.

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        • Dann kann man es selbst besser auf momox verkaufen (und das Geld z.B. spenden, wenn man es nicht selbst verwenden will). Ich habe meine Bücher z.T. verkauft und an die Stadtbibliothek gespendet (die, die dann ggf. auch auf einem Flohmarkt verkaufen. Der Gewinn wird dann für Neuanschaffungen verwendet.)
          Mittlerweile habe ich selten Bücher zum Aussortieren. Die spende ich dann der Bücherei. Da das eher neue Bücher sind, die die nicht haben, werden die dann in den Bestand aufgenommen (zumindest in Bremen).

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  4. Ich muss gleich mal gucken, wo es bei uns so etwas gibt. Zu oft entsorge ich Dinge, die andere noch gebrauchen könnten, weiß aber immer nicht, wie ich sie an den Mann oder die Frau bringen kann.

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