#7tageOHNE – Meine Juli-Challenge für Minimalismus-AnfängerInnen

Liebes Challenge-Tagebuch,

Becher
nun bin ich also auf dem Weg zur Arbeit – mit einem selbst gebrühten Kaffee-to-go in der Hand und genügend Lebensmittel aus dem Kühlschrank in der Tasche, um heute wahrlich nicht zu verhungern. Es sollte also zu schaffen sein: der erste Tag meiner selbstauferlegten Challenge (an der sich jede/r gern beteiligen kann!)

Was für manche Menschen keine Herausforderung (mehr!) zu sein scheint, ist für mich eben ein echtes „next Level“. Ich gebe gedankenlos einfach wirklich viel Geld links und rechts aus und benehme mich dabei auch noch in höchstem Maße unökologisch – wie man am Plastikmüll des letzten Sushi gut erkennen kann, das ich mir vergangene Woche nach Feierabend gegönnt habe…

Sushi-Verpackung
Das hört heute auf.
Mindestens (!) für die nächsten sieben Tage kommen auf die rote Liste:

  • Mein morgendlicher Coffee-to-go vom Kiosk im Plastik-Einwegbecher auf dem Weg ins Büro, weil ich am Bahnhof immer noch so viel Zeit zu überbrücken habe
  • Die Brötchen vom Kiosk am Mittag, weil ich dauernd vergesse, mir was zu essen von zu Hause mitzunehmen
  • Der Gang zum Süßigkeitenautomaten in der Firma, wenn ich es gar nicht mehr aushalte
  • Die Zeitschrift auf dem Heimweg zum Trost zur Erbauung (meistens wahlweise die GALA oder die BUNTE)
  • Der spontane Buchkauf, weil ich es nicht schaffe, in der Mittagspause oder auf dem Heimweg an einem Buchladen einfach so vorbeizugehen
  • Das Sushi zum Mitnehmen bei mir um die Ecke, wenn ich mich mal nach Feierabend noch ein bisschen mehr trösten belohnen muss
  • Das spontane Bierchen oder auch zwei in der Kneipe nebenan, statt die Freundin aus der Nachbarschaft einfach zu mir einzuladen

Nebenbei beschäftigt mich natürlich die Frage, wie ich die Zusatzspielregel de luxe (= eine aushäusige kulturelle Aktivität) ohne Geldausgabe umsetze. Als Stadtmensch ist das auf den allerersten Blick gar nicht so einfach, ein bisschen Kultur im öffentlichen Raum zu erleben: Wo muss ich keinen Eintritt zahlen, um mir etwas anzuschauen oder zuzuhören? Wo gibt es keinen Verzehrzwang, wenn ich mich hinsetzen möchte? Doch kaum beginne ich während meiner Bahnfahrt zur Arbeit im Netz zu recherchierfen, stoße ich auf zwei ganz wunderbar aufbereitete Quellen mit tollen – auch ungewöhnlichen – Tipps für Hamburg:

  • kulturlotse.de – Der Kulturlotse Hamburg e.V. recherchiert Kulturangebote mit freiem Eintritt, hilft Menschen diese zu besuchen und unterstützt Kulturschaffende bei ihrer Arbeit.
  • hamburg.de/kostenlos – Das Stadtportal hamburg.de (die offizielle Internetpräsenz der Stadt) präsentiert hier zurzeit 36 Tipps, von denen auch für mich noch etliche ganz unbekannt waren und von denen mich einige sehr ansprechen, zum Beispiel die Hanseatischen Nachtvorlesungen, das Tresenlesen, die Geschichten am Elbstrand

Lyrikdusche-Altonale-03Apropos Literatur umsonst: Vor ein paar Tagen bin ich schon einmal losgezogen und hab einen besonderen Moment des Innehaltens und Ohrenspitzens genossen: die lyrische Dusche von Anja Reimers am Altonaer Balkon könnt Ihr noch bis zum 6. Juli 2014 im Rahmen der altonale genießen…

Lyrikdusche-Altonale-01

Lyrikdusche-Altonale-02

 

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3 Gedanken zu “#7tageOHNE – Meine Juli-Challenge für Minimalismus-AnfängerInnen

  1. Ich war ja sehr gespannt auf Deine erste Challenge und freue mich schon jetzt auf Deine neuen Beiträge dazu.

    Besonders mutig finde ich, dass Du beschreibst, dass es für Dich eine große Herausforderung ist, auch wenn es für andere bereits zur Normalität geworden ist. So auch für mich, denn seit gut 9 Monaten lebe ich durchgehend so. Ich will damit nicht prahlen sondern Dir Mut machen, dass es schaffbar ist! Ich vermisse nichts!

    Man braucht ein wenig Vorausdenken und ein kleines bisschen Organisationstalent – dann ist alles kein Problem.

    Weiterhin viel Erfolg!

    lg
    Maria

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  2. Danke Maria und Bianka, ich bin sehr glücklich über diese wunderbare soziale Kontrolle, die ich mir durchs Blog herbeigezaubert habe – mit so lieben Chakka-Kommentaren ist das alles ganz ganz einfach… 🙂

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