Die erste Challenge ist eröffnet! #7tageOHNE

Bevor ich konkret werde, möchte ich kurz die allgemeinen „Spielregeln“ für die monatliche Challenge erklären:

ALLGEMEINE SPIELREGELN FÜR DIE MONATLICHE CHALLENGE

Immer am 1. eines Monats rufe ich zu einem herausfordernden Selbstversuch auf – den ich selbstverständlich meinerseits angehen werde. Innerhalb des laufenden Monats gilt es, für mindestens 7 Tage ein verändertes Verhalten zu erproben, und zwar in Bezug auf Konsum und Besitz (im weitesten Sinne). Spätestens am Ende des Monats berichte ich – und hoffentlich auch viele andere von ihren Erfahrungen. Mitmachen kann jede/r, der/die hier mitliest. Wer mag, erzählt im eigenen Blog oder YouTube-Channel oder Google+ Account usw., wie es ihm bzw. ihr damit ergangen ist, nicht mehr den gewohnten und meist recht bequemen Lebensstil des Konsumismus zu pflegen. Wer im Netz keinen eigenen Ort zum Publizieren hat, kann jederzeit hier per Kommentar zu Wort kommen.

Die Challenges werden nicht für jede/n eine Herausforderung sein, das habe ich schon beim Entwickeln der Juli-Challenge am Feedback meiner FreundInnen gemerkt – manche finden sie total easy und leben eh schon genau so. 😉 Was dem einen leicht fällt, ist für die andere eine enorme Überwindung. Ich suche mir natürlich immer etwas aus, was auf jeden Fall für mich ein Ansporn ist, meinen Lebensstil zu überdenken. Wenn Du eine Idee hast, was Du gern mal in Gemeinschaft mit anderen ausprobieren möchtest, dann melde Dich jederzeit gern! Ich bin offen für Vorschläge und überlege mir jeden Monat aufs Neue, was jetzt dran ist…

tl;dr:
Versuche, im Laufe eines Monats für 7 Tage am Stück (Du entscheidest, ab wann die laufen)
Dein Verhalten zu ändern und nach den beschriebenen Minimalismus-Spielregeln zu leben!

Alles klar? Auf geht’s!

Challenge im Juli 2014

Gib mindestens sieben Tage lang kein Geld aus außer für den Eigenbedarf* an notwendigen** Lebensmitteln!

* Wer durch Einkäufe andere im Haushalt mit versorgt, darf das natürlich auch in den Challenge-Tagen tun.

** Nicht notwendig und darum im Rahmen der Challenge „verboten“:

  • jede Form von unterwegs gekauften To-Go-Produkten (wie Kaffee oder Softdrinks am Kiosk oder Fast Food)
  • jeder Verzehr in Bars, Kneipen oder Restaurants – es sei denn, es halndelt sich um Geschäftsessen oder Hotelfrühstücke auf Geschäftsreisen (Public Viewing der WM wird so natürlich eine echte Herausforderung!)
  • jeder Einkauf von Snacks, Süßigkeiten und Alkoholika, die Gästen im eigenen Zuhause gereicht werden sollen – es muss auch mal ohne gehen!

Ausnahmsweise erlaubt sind:

  • das tägliche Kantinenessen, wenn das die übliche Mittag-Verpflegung ist
  • der Verzehr von „Resten“ aller Art, auch was Alkoholika und Knabberzeugs angeht, sofern es sich eh schon im Haushalt befunden hat – es soll eben nur nichts zusätzlich neu gekauft werden (Achtung! Trickst Euch nicht aus und macht vor Challenge-Start keine Hamsterkäufe…!)
  • die Ausgaben für Transportmittel wie beispielsweise eine Tankfüllung fürs Auto oder Busfahrkarten für notwendige Wege zwischen Zuhause, Arbeitsplatz, Kita oder ähnliches

Selbstverständlich erlaubt sind:

  • Laufende Kosten wie Miete, Versicherungen usw. sind natürlich „genehmigt“. Es geht bei dieser Challenge ja um das Geld, was wir „nebenbei“ links und rechts im Alltag ausgeben…

Klingt machbar? Die Tücke steckt im Detail! Denn wir werden alle schnell merken, dass aushäusige Freizeitgestaltung in der Regel mit Geld ausgeben verbunden ist. Und die Kunst ist es, in dieser Woche nicht einfach nur zu Hause zu hocken, alle Verabredungen zu verschieben und so zu tun, als ob alles ganz easy sei. Triff Dich auch weiterhin nach Feierabend mit Freunden, unternimm am Wochenende was mnit der ganzen Familie, bemüh Dich um das ersehnte Date mit Deiner neuen Flamme! Doch sei erfinderisch! Drum lautet die Zusatzspielregel für alle, denen die Challenge zu leicht vorkommt: Unternimm an mindestens zwei von den sieben Tagen etwas außer Haus, und zwar gemeinsam mit anderen! Mitten im Sommer sollte das nun wirklich gar kein Problem sein. 😉 Wem das immer noch zu einfach ist – die Zusatzregel deluxe lautet: Eine der aushäusigen Aktivitäten mit anderen sollte etwas Kulturelles sein – dafür muss mensch in der Regel bezahlen, doch Ihr findet bestimmt etwas… (Und ich versuche speziell für Hamburg ein paar Tipps zusamen zu stellen, versprochen!).

Was wahrscheinlich für die Dauer von sieben Tagen noch nicht ernsthaft zum Problem wird, ist der Konsum jenseits der Freizeitgestaltung – es sei denn, die wöchentliche Shopping Tour durch die Klamottenläden gehört bei Dir zum festen Programm. Doch auch schon der Verzicht auf die morgendliche Zeitung am Kiosk, irgendein Non-Food-Schnäppchen, das Dich im Supermarkt anlacht, oder auch die zur Neige gehende Body Lotion können Stress erzeugen. Sei standhaft! Sei erfinderisch!

Wie wäre es, wenn Du Dir in dieser Woche einfach etwas von Nachbarn leihst, wenn etwas fehlt oder kaputt geht? Wie geht es Dir, wenn Du auf die tägliche Dosis Nachrichten verzichtest? Wie viel kriegst Du noch aus einer Cremetube raus, wenn Du sie nicht einfach vorschnell wegwirfst, sondern aufschneidest und den letzten Rest herausholst, der ja immer zurückbleibt?

Bist Du bereit?

Ich starte gleich morgen, am 2. Juli, mit meiner Challenge – natürlich inkl. Zusatzspielregel! – und halte Dich hier auf dem Laufenden, wie es mir ergeht…

***

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10 Gedanken zu “Die erste Challenge ist eröffnet! #7tageOHNE

  1. Ich bin ja mal sehr gespannt auf die Berichte. Für mich ist das allerdings nicht wirklich eine richtige Challenge, weil ich seit Oktober letzten Jahres bereits so lebe und mit ganz wenigen Ausnahmen, die ich vorher als solche definiert hatte, wirklich nichts gekauft habe.

    lg
    Maria

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  2. Hey Maria,

    ich sollte es vieleicht eine Challenge für AnfängerInnen nennen… Es trifft eben meinen ganz persönlichen Schwachpunkt: Da leb ich schon auf nur 26qm, habe keinen Führerschein und kein Auto – doch diese tagtägliche Geldausgeberei nebenbei raubt mir meine ganze Glaubwürdigkeit. 😉

    Was wäre denn für Dich heute noch eine echte Challenge?

    Liebe Grüße
    Dörte

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    • Hi Dörte,

      nimm doch einfach kein Geld mit. Oder nur für den Tagesbedarf, Lebensmittel. 7 Euro oder so. 10 Euro hat ein Obdachloser am Tag. Hab neulich mal 3 Euro am Tag ausgegeben. Eine Woche lang. Petersilie war immer dabei. Ich würde die Challenge also gar nicht merken.

      Eine Woche jeden Tag bei jemand anderem übernachten, hattest du irgendwo als Challenge geschrieben. Klingt schrecklich! Da hätte ich schon ab der 1. Stunde keine Lust drauf.
      Zusatzregel: Bei starken Rauchern inkl. Raucherhusten.
      Zusatzregel de Luxe: Und Katzen, die immer da sind. Je mehr du sie ignorierst, desto anhänglicher werden sie. AAAA!

      Mir reichen eure Berichte. Ich brauch das alles nicht! Trotzdem: Die Seite ist sehr cool.

      Liebe Grüße
      Tanja

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  3. Ich werde die Challenge mitmachen, auch wenn ich phasenweise schon auf fast alle Ausgaben verzichtet habe. Ich will einfach die Gelegenheit nutzen, darüber nachzudenken, wofür genau ich mein Geld ausgebe. Essen und Trinken außer Haus ist für mich z.B. auch ein Stück Lebensqualität und ich genieße es, in Cafés zu arbeiten und mir dort guten Kaffee zu gönnen. Dafür verzichte ich zuhause auf eine teure Kaffeemaschine (ok, ich überlege immer mal wieder, aber bisher will ich lieber weiter Café-Besuche genießen). Dafür sind Dinge wie Zeitschriftenkäufe oder Essen zweifelhafter Qualität durchaus verzichtbar und da ist die Challenge eine gute Gelegenheit, mich wieder einmal auf den Boden zurückzubringen.

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  4. Okay okay, überzeugt! Auch wenn ich nebenbei und außer Haus echt wenig Geld ausgebe, mach ich die Challenge mal mit. Je leichter die Einstiegs-Challenge, desto besser. Ha! 😉 Und: Auch wenn ich meist meine Abende zu Hause verbringe, hab ich doch diese Woche tatsächlich 3 Außentermine! (ächz)
    Ich hab lange nachgedacht, warum ich nebenbei und unterwegs eher wenig Geld ausgebe und ich glaube, es liegt daran, dass ich einfach recht „spezielle“ Essgewohnheiten hab. Als Veganer bekommt man nicht überall adäquates Essen und Trinken unterwegs, also hab ich eh oft selber was dabei. Ist vielleicht auch deshalb Gewohnheit, weil meine Tochter jahrelang glutenfrei essen musste und ich allein aus diesem Grund IMMER irgendwelches Essen von daheim mitnehmen musste, das geht einem irgendwann echt ins Blut über – nachdem man fünf Mal nix mithatte und das Kind unterwegs nahezu verhungert ist. Essen vom Bäcker ist dann halt nicht, wenn man glutenfrei essen muss!
    Und, ganz klar, hilfreich ist natürlich auch, dass ich echt nicht viel unterwegs bin, sondern dank Homeoffice einfach wenig Gelegenheit hab, was auswärts zu verzehren oder zu kaufen.
    Meine Zusatz-Challenge (die erlege ich mir einfach mal selber auf) ist daher, bei den wöchentlichen Einkäufen genauer zu schauen, was wir wirklich BRAUCHEN und was zusätzlicher Luxus-Schnickschnack ist und einfach nicht sein muss… So!

    Ach so, Tag 1 habe ich gestern schon sehr gut rumgebracht. Homeoffice, Sport, Hundespaziergang. Dann die Abendveranstaltung des Social Media Club Stuttgart – mit einem vom Sohn frischgebackenen Brötchen und nem Apfel in der Handtasche und der Pay-with-a-tweet-CampBar von @BWjetzt und dem Freigetränkegutschein, den es zur Eintrittskarte dazugibt! Keine Parkgebühren – und nicht mal alleine im großen Auto hingefahren, sondern noch Leute mitgenommen. Ich halte Tag 1 für gelungen und starte also nun heute in Tag 2: Mit Arbeit außer Haus in der Schule, einem zweiten Lebensmitteleinkauf für die Familie und dem Abschlusskonzert der Streicherklasse heute Abend in der Festhalle. Ich bin gespannt!

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    • Respekt, Bianca, was für ein fulminanter erster Challenge-Tag! Und ich fühle mich sehr motiviert durch Deine Unterstützung durchs Mitmachen. Auch ich hab meinen ersten Tag (heute) mit Bravor „absolviert“, keoinen einzigen Cent ausgegeben. 😉
      Mal schaun, was der morgige Tag bring. Ob ich jeden Tag hier protokolliere, bezweifle – dann krieg ich nämlich die Flohmarktkisten für Samstag nicht fertig gepackt…

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  5. Die Challenge ist klasse und für mich auch gar nicht soooo schwer, allerdings müsste ich die Zusatzregeln weglassen. Ich gehe weder aus, noch habe ich in irgendeiner Form Freizeitaktivitäten mit Anderen. Klingt jetzt erst mal hart, aber das hat sich halt so ergeben, und ich genieße freie Zeit, wenn ich sie habe, trotzdem. Meist bin ich ja sowieso an der Arbeit, von daher erübrigt es sich etwas unternehmen zu wollen. Wenn ich mal frei habe, dann schlafen die anderen entweder schon, oder sie sind selber an der Arbeit 😉
    Meine Freizeit genieße ich am Liebsten mit einem guten Buch, draußen, drinnen, oder ich jogge, gehe spazieren, fahre Rad, sowas. Das kostet ja alles nicht wirklich 🙂

    Liebe Grüße,
    Sandra

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    • Liebe Sandra,

      vielen Dank, dass Du mir schreibst! Ich bin gerade über Deion Blog (das jetzt auch in meiner Blogroll ist) auf Deinen YouTube-Kanal (https://www.youtube.com/user/SamsajasHang/) gehüpft und habe Dich ein Hang spielen hören – und nun begehre ich dieses Instrument, das ich bislang noch gar nicht kannte … habenwill !!! 😉

      Danke, dass Du so offen von Deinem Freizeitalltag schreibst. Mich inspiriert das im Moment sehr, hier so viele verschiedene Perspektiven auf das konkret gelebte Leben kennen zu lernen.

      Ich bin gespannt, was noch so alles kommt (und geht).

      Sonnige Grüße
      Dörte

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  6. Ich hab die Erfahrungen und den Ablauf meiner #7TageOHNE gleich mal postwendend verbloggt, nachdem gestern mein persönliches Challenge-Ende war.
    http://blog77.net/minimalismus-challenge-7tageohne/
    Ich werde weiterhin außer Haus möglichst wenig ausgeben, aber eben weil wir das schon immer so machen und wenn wir dann doch unterwegs mal was kaufen, dann ist das ein echtes Highlight und was ganz Besonderes, eben weil es nichts Alltägliches ist…

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    • Was für ein ehrlicher und lebendiger Erfahrungsbericht! Mich motiviert das so sehr, so etwas zu lesen. Ich sitze selbst gerade an meinem „Abschlussbericht“, denn ich bin seit heute Abend „durch“ – und wurde vom Universum auf eine Art und Weise belohnt, die mich noch ganz beseelt sprachlos macht. Du liest nachher, was ich meine…. 😉

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